• Verliebt_in_die_Freiheit_Blog_Head

    Verliebt_in_die_Freiheit_Blog_Head

Heute Morgen hat mir eine Kleinigkeit ein tiefes, warmes Gefühl beschert. Ich machte mich wie immer mit meinem Hund auf in die Natur und fing gerade an, loszutrotten. Da merke ich, dass ich anders laufe. Dass der Boden nachgibt. Nach den vielen Tagen des Frosts war er weicher, und ich sank ein kleines bisschen in die Erde ein. Nicht viel. Kaum spürbar. Aber ich ich sank ein. Und das Besondere: Ich merkte es.
Das hat mich unerwartet gerührt und gefreut. Denn dass ich – gerade in dieser Woche, in der ich merke, dass ich negativem Stress und schlechten Gedanken zu viel Raum gebe – plötzlich, ohne es provoziert zu haben, meine Aufmerksamkeit auf den Boden, auf meine Schritte, lenke, ist ein gutes Zeichen.
Zudem zeigte es mir, dass es immer einen Weg neben der viel befahrenen Hauptstraße gibt. Dass man einfach nur mal abbiegen muss, um statt steinigem, weichen Untergrund zu spüren. Dass man, wenn man es denn wirklich will, immer eine Wahl und sowohl der Rastlosigkeit als auch den Belanglosigkeiten des Lebens den Rücken zudrehen kann.
Wünsche euch schöne Momente auf eurem Weg durch diesen Tag
Euer Tommy

Read more

Käffchen gefällig? Aber immer doch, stimmt’s?
Also ich werde ohne den Muntermacher ganz und gar nicht munter, und ich weiß, dass es einigen von euch genauso geht.
Dass man auch zu viel davon trinken kann, habe ich in meiner Zeit als Fernseh-Redakteur lernen müssen. Immer, wenn es stressig war, hab’ ich mir einen Kaffee gegönnt. Und wenn ich mich gefreut habe … und wenn ich nervös war … und wenn ich müde war … bis mein Magen irgendwann gestreikt hat.
Doch das ist nichts gegen das, was zwei Studenten in Großbritannien jetzt passiert ist. Bei einem Experiment übers Lernen hatte die Uni ihnen Koffeinpulver in Saft geschüttet – die falsche Dosis. Die Jungs sollten drei Tassen mit 0,3 Gramm Koffeinpulver trinken. Doch: Shit happens! Die armen Typen erhielten aus Versehen die 100-fache Menge, und die entspricht rund 300 Tassen Kaffee. Wahnsinn – 300 Tassen Kaffee!
Klingt erst mal lustig, ist es aber nicht, denn das ist ’ne tödliche Dosis. Die Jungs kamen zwar gerade noch mal mit dem Leben davon (weil sie fitte Sport-Studis waren), haben aber noch immer gesundheitliche Probleme.
Okay, okay – jetzt kommen wir natürlich nicht auf die Idee, 300 Tassen Kaffee am Tag zu trinken (allein die vielen Klo-Besuche; ich käme schon nach zehn Tassen nicht mehr runter von der Schüssel!). Aber was mich echt erstaunt hat, ist die gesundheitlich unbedenkliche Menge an Tassen Kaffee, die wir täglich trinken dürfen: 2,6 bei durchschnittlichen Frauen und 3,1 bei entsprechenden Männern.
Äh … also vier schaffe ich locker am Tag … Leben am Limit 🙂 Doch was soll’s? Mein Käffchen wird mich schon nicht umhauen. Und selbst wenn – immer alles richtig zu machen, ist jedenfalls auch tödlich. Todlangweilig.
In diesem Sinn: Haut rein, habt Spaß, und passt auch euch auf!
Euer Tommy
PS: Ist mein Kaffeebecher nicht klasse?
Ja, ja, Schwulen-Klischee par excellence – mein Auge zwinkert auch jedes Mal beim Trinken ganz gewaltig

Read more

Über Musik lässt sich nicht streiten. Ich weiß. Aus der eigenen Sicht hört man selbst stets supergeiles Hammerzeugs, während die anderen irgendwelchen Käse hören. Musik ist nichts Objektives. Jedem das Seine.
Aaaaaber: Was zu weit geht, geht zu weit. Was ich zurzeit höre, wenn ich das Radio einschalte – egal, ob nun SWR, NDR oder WDR, geschweige denn die Privaten – ist zum Teil keine Musik mehr, das ist gequirlte Hühnerkacke.
Ich mag singende Mädchen. Ehrlich. Wenn ich am Wochenende morgens ausgeschlafen wach werde und die Nachbarsmädchen draußen Hickelkästchen spielen und dazu fröhlich singen höre, geht mir voll das Herz auf. Wenn im Radio aber ein nichts sagendes Mädel nach dem nächsten einen eben so nichts sagenden Tra-la-la-und-schu-bi-du-Song ins Mikrofon haucht, krieg‘ ich so langsam echt die Krise.
Wo wir auch schon voll beim Thema sind: Laut Musikwissenschaft werden wir in Krisenzeiten besonders oft mit Cover-Versionen gequält. Soll heißen: Haben die Menschen Schiss, hören sie Scheiße.
Kann ich voll bestätigen. Mein Fitnessstudio quält mich täglich mit einem privaten Idiotensender, in dem sich eine musikalische Katastrophe (ich sage nur: Hohlbirnen-Mädel covert Depeche Mode) mit einem An-den-Kopf-pack-Hörer-Interview abwechselt.
Kostprobe gefällig? Okay, ihr wolltet es nicht anders.
Moderator ruft die Schwachmaten, äh – die Hörer, dazu auf, anzurufen und sich übers kalte Wetter auszulassen. Mädel meldet sich. Ich nenne sie jetzt mal Chayenne. Chayenne heißt übersetzt übrigens „Helle Sonne“. Das nur am Rande, denn helle war die nicht.
Zitat Chayenne (sie bemüht sich, Hochdeutsch zu reden): „Äh, also, das Wetter … finde ich nicht so schön. Weißt du? Immer der Schnee und so. Ich liege lieber in der Sonne und so.“
Moderator: „Also lieber Sommer statt Winter?“
Chayenne: „Ja, voll. Meine Freundin sagt schon immer: ‚Ey, du musst nach Afrika!'“
… Äh, Radiosender – danke, dass ich jetzt weiß, was Chayenne und ihre Freundin so in der Rübe haben. Und dass ihr mich informiert habt, dass Marco und sein Kumpel Jay den Winter „hammergeil“ finden, weil man da beim Eislaufen „voll die Frauen anlabern kann.“
Aber zum Glück dauern diese Interviews ja stets nur kurz. Schließlich wartet schon die nächste Cover-Version darauf, gespielt zu werden. „What is Love?“, natürlich gesungen von einem La-la-la-und-niedlich-ausseh-Mädchen. „Baby, don’t hurt me, don’t hurt me, no more…“
Genau. Sag ich doch! Bitte, bitte tut mir mit dieser Musikfolter nicht mehr weh … Don’t hurt me, no more …
Doch wenn ich die neuesten Trump-Folter-Meldungen höre, fürchte ich: Das geht so weiter mit der musikalischen Hühnerkacke. Ihr erinnert euch? Menschen haben Schiss = hören Scheiße …
Wünsche euch einen fröhlichen Tra-la-la-Donnerstag mit Tiefe
Tommy

Read more

So was! Da philosophiere ich gestern noch über die Endlichkeit des Lebens – schon steht der Sensenmann heute Nacht vor meiner Haustür. Ein fieser, hinterhältiger Typ. Okay, seinen Look mag ich. Echt cooles schwarzes Outfit! Aber ich schweife ab … Jedenfalls stellt mich der finstere Geselle skrupellos auf die Probe: Schafft’s der Tommy noch mal, oder geht er über die Wupper?
Ich befürchte fast: Letzteres. Echt! Ich sterbe … Meine Nase ist verstopft.
Nein, ich bin nicht wehleidig (hey, ich bin ein harter Kerl!), und ich gehöre auch nicht zu denen, die bei jedem Wehwehchen zu Hause bleiben – ich bleibe IMMER zu Hause, schließlich arbeite ich von dort.
Und beklage ich mich? Nie. Nur, wenn meine Nase verstopft ist.
„Boah, du nervst! Atme einfach durch den Mund“, schimpft mein Mann. Kann ich nicht. Ich muss verdammt noch mal durch die Nase atmen. Sonst drehe ich am Rad. Also greife ich zur Einstiegsdroge. Zum Nasenspray.
Stopp! Bevor ihr mich jetzt warnen wollt – „Das kann zu schweren Nasenschäden führen!“ – und mir das Spray aus der Hand reißt: Ich weiß das alles. Ich will nichts schönreden, kenne die Fakten. Und dazu noch rückt meine Apothekerin der Zeugs so ungern raus, dass es mir jedes Mal vorkommt, als würde ich Crystal meth von ihr verlangen.
„Liebe, liebe Apotheker-Dealer-Frau! Ja, ich schwöre hoch und heilig, das Spray nur eine Woche zu nehmen! Und ich werde es auch nicht als Partydroge unters Volks bringen. Großes Tommy-Ehrenwort. Alles kein Thema. Aber jetzt sofort her mit dem Stoff, oder ich schieße!“
Meine Drohung hat geholfen; die Frau in Weiß hat sich mit einem mitleidigen Blick breitschlagen lassen. Danke! Danke! Danke! Denn alles andere – inhalieren, Nasendusche, Schnüffel in gebrauchte Socken halten 🙂 – macht mir nur ’ne rote, fette Nase und hilft nix. Und wenn nix hilft, sterbe ich.
Wünsche euch – schnief, schnief – einen schicken Mittwoch und ein befreites Durchatmen!
Euer Tommy

Read more

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Das habe ich gedacht, als ich am Wochenende das erste Mal unser Patenkind im Arm hatte. Wahnsinn, welche Macht solch ein Krümel hat! So ein Winzling – und doch macht es die kleine Schwester meines Manns zur Mutter und deren Freund zum Vater. Auf den neugeborenen Winzling konzentriert sich plötzlich alles. Wie aus heiterem Himmel ist seinen Eltern keine Anstrengung mehr zu viel. Okay, die beiden sehen wegen des Schlafmangels zwar aus wie Zombies aufs Speed, und ihre Wohnung ist mehr Chaos als Chill-out-Zone – doch wie selbstverständlich sind die zwei für die Kleine da. Ja, jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
Mich erinnert der Anfang aber auch die Endlichkeit des Lebens. Ob wir’s nun verdrängen oder nicht: Alle sind wir sterblich.
Klar – das wissen wir. Doch nur zu gern verdrängen wir einen kleinen, aber entscheidenden Aspekt in diesem Wissen. Nämlich, dass wir nicht nur einmal sterben müssen, sondern dass wir Wesen sind, die jederzeit sterben können. Heute. Oder Morgen. Oder erst in fünfzig Jahren.
Keine Sorge, kleine, süße Nichte – du wirst sicher hundert Jahre werden! Deine Patenonkel haben ein gutes Wort für dich eingelegt. Du wirst das Leben rocken! Aber auch du wirst eines Tages sicher an dem Punkt des Lebens stehen, an dem ich gerade stehe: Menschen, die ich liebe, sterben. Die wunderbare Mutter meines Mannes. Meine Oma. Mein Onkel. Meine Gassi-geh-Freundin. Und neue Menschen, die ich lieben werde, kommen zur Welt. So ist das. Der Tod ist Teil unseres Lebens. Und nur, wenn wir die Endlichkeit – die eigene und die unserer Lieben – annehmen, können wir uns auf das konzentrieren, was wirklich zählt: auf das Leben. Nur dann hangeln wir uns nicht von einer Serien-Staffel zur nächsten; nur dann lenken wir nicht all unsere Aufmerksamkeit von Medien-Ereignis zu Medien-Ereignis; nur dann machen wir unser Glück nicht von der Anzahl der Tragetaschen abhängig, die wir nach dem Shoppen in den Händen halten. Und nur dann fragen wir uns am Ende nicht, was wir all die Jahre eigentlich gemacht haben und wo die Zeit verdammt noch mal geblieben ist.
Ich wünsche euch einen schönen Dienstag mit achtsamen Momenten!
Euer Tommy

Read more

Mein Mann, der Scherzbold, hat am Wochenende wieder mal den Vogel abgeschossen. Fast im wahrsten Sinn des Wortes.
Nein, Piepmätze vom Himmel holen war er nicht, keine Sorge. Stattdessen war er Stofftiere jagen. Im Baby-Fachgeschäft. Wir haben nämlich Nachwuchs in der Family. Wir sind Patenonkel. Und was bringt man dem Schnuckelchen beim ersten Mal mit? Na, klar – was Plüschiges.
„Ich besorg was Süßes“, meinte er und kam dann auch ganz stolz mit einem kuscheligen Vögelchen zurück. „Knuffig, gell?“, strahlte er so glücklich, dass ich mir das Teil – zu meiner Schande – gar nicht so richtig angesehen, sondern mich einfach mitgefreut habe.
Am Samstag dann die Übergabe. Wie die zwei heiligen Könige brachten wir dem Kindchen unsere Gaben. Und erst kam das süße Vögelchen mit seinem gelben Schnabel ja auch prima an. Bis das Teil kopfüber auf dem Nachwuchs lag. Denn wisst ihr, wie das Ding da plötzlich ausssah? Ui jui jui, ich trau’s mich gar nicht, zu schreiben. Aber es war eindeutig: Die zwei Kulleraugen, der steile Schnabel … Echt Leute, vor uns lag mit einem Mal ein Plüschschniedelchen, aber ein ganz aufgeregtes. Ihr könnt euch vorstellen, wie mit einem Mal die Augen aller Anwesenden groß wurden … ehe das große Lachen losging.
Aber Gay-Romance-Haushalt hin, Gay-Romance-Haushalt her – ich schwöre: Das hat mein Mann beim Kaufen nicht gesehen. Nein, es war keine Absicht, es muss wohl im Blut liegen.
Also, meine Lieben, wenn der Tommy oder sein Göttergatte euch jemals ein Stofftier schenken sollte – guckt genau hin, ehe ihr euch das süße Teil aufs Sofa setzt und euer Besuch sich dann heimlich Gedanken macht, mit welcher Ferkelei ihr da denn wohl kuschelt.
Wünsche euch eine kuschelige Woche!
Euer Tommy

Read more

Jeden Tag aufs Neue krieg‘ ich die Pimpernellen. Da kann ich noch so gechillt sein. Nützt nix. Sobald die Warnung aufpoppt, geht mir der Hut hoch. Grrh, dieser verdammte Hinweis … den ich natürlich immer erst sehe, wenn ich schon losgefahren und mitten im Straßenverkehr stecke.

„VERSUCHEN SIE NICHT,
DAS GERÄT WÄHREND DER FAHRT ZU BEDIENEN!“

Sapperlot! So ein Stuss, werter Auto-Hersteller! Denn jetzt, wo der Warnhinweis dort am Autoradio blickt, kann ich gar nicht anders, als das Autoradio zu bedienen, – wenn ich nicht will, dass mir das ständige Aufblinken den letzten Nerv raubt. Oder wenn ich Musik hören will – was ich definitiv will.
Also fummel ich beim Fahren jedes Mal an diesem gottverdammten Touchscreen ‚rum, bis das olle Teil endlich nachgibt und den Warnhinweis wieder ausblendet und mich in Ruhe Radio hören lässt. Wetten, dass der Warnhinweis mehr Unfälle verursacht, als dass er welche verhindert?
Klar, das machen die Hersteller aufgrund der verrückten Millionen-Klagen in Amerika. Dort bekam ja mal eine Frau 640.000 Dollar Schadensersatz, weil sie sich im McDonald’s ’nen Kaffee geholt und sie sich das sauheiße Zeug im Auto über die hübschen Beinchen geschüttet hat.
Und Käufer von Kinderwagen bekommen in den USA in der Gebrauchsanweisung zu lesen: „Vor dem Zusammenfalten unbedingt das Kind herausnehmen!“ Kein Witz! Dummbirnen der Welt seid wachsam!
Zu bescheuert. Mich regt dieser beknackte Warnhinweis in meinem Auto mega auf. „Versuchen Sie nicht, das Gerät während der Fahrt zu bedienen“? Ha ha.
Fehlen nur die Hinweise: „Fluchen Sie nicht beim Fahren, sondern seien Sie ein anständiger Christ“, „Lackieren Sie sich an der roten Ampel nicht die Fußnägel. Und schon gar nicht rosa!“ Und: „Gucken Sie sich im Stau keine schmutzigen Filmchen an.“ Schon klar, Leute…
Ich wünsche euch einen tollen Tag.
Und einen Warnhinweis hab‘ ich noch für euch: Versuchen Sie nicht, dem Tommy zu sagen, was er zu tun und was er zu lassen hat!
Herzlichst, Euer Tommy
PS: Wünsche euch schon mal ein schönes Wochenende; ich bin morgen familymäßig in Beschlag genommen

Read more

Ui, jui, jui, bin ich heute Morgen müde!
Kein Wunder aber auch – letzte Nacht hab‘ ich mich absichtlich zwei Mal von meinem Handy wecken lassen. Nee! Nicht, weil ich einen frühen Flieger kriegen muss und auch nicht, um meinen sexy Nachbarn dabei zu beobachten, wie er sich nächtens bei nicht runtergelassenem Fensterrollo einseift, duscht und fertig macht, um zur Frühschicht zu fahren. Der Grund ist einfach folgender: Weil man das heute so macht.
Echt, Leute. Einer von fünf Jugendlichen lässt sich jede Nacht von seinem Handy wecken, um kurz mal zu checken, was in den sozialen Netzwerken so geht. Und da dachte ich so: Wenn das heute so üblich ist, mach‘ ich das halt auch mal.
Okay, okay, ich geb’s zu – ihr habt mich beim Lügen erwischt … Tommy-Nase wachse … Nein, das hab‘ ich natürlich nicht gemacht. Denn ich mag zwar speziell und ein seltsamer Typ sein, doch so einen an der Waffel hab‘ ich nun auch wieder nicht.
Aber ich bin ja auch schon lange kein Teenie mehr. Und die Kids tun das nämlich aus der Angst heraus, aus dem Freundeskreis ausgeschlossen zu werden.
Ich verrat euch jetzt mal was: Ich bin froh, dass das mit dem Freunde-Sein zu meiner Zeit noch ganz anders ablief: Entweder man mochte sich, oder man fand sich scheiße. Oder man musste sich arrangieren, weil der beste Freund (PS: der heimliche Schwarm!) die strunzdumme Blondine aus der 9 a nicht ganz so scheiße fand wie man selbst.
War auch nicht immer einfach, damals. Aber zumindest konnte man nachts pennen oder irgendwas anderes tun, was Spaß macht.
Wünsch‘ ich einen schönen Tag mit ausgeschlafenen Impulsen und Ideen!
Habt euch wohl – ich hab‘ euch lieb.
Euer Tommy

Read more

Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich vorhin in meinem virtuellen Briefkasten hatte. Fan-Post. Von ’nem männlichen Verehrer. An für sich voll toll („Hey, Tommy, jetzt kriegst’e auch schon Liebesbriefe“).
Und der Text war auch ganz … nun, sagen wir mal, neutral: „Du bist nett, Tommy. Mal Lust?“
Das wirklich Besondere war das Bild. Ich scrolle runter, und schon springt es mir ins müde Morgen-Auge. Ein nacktes Pilzchen. Also ein aufgeregtes, sein Köpfchen nach oben streckendes Pilzchen. Ohne Mützchen. Also ein … Ihr wisst schon, was ich meine.
Da frage ich mich doch: Denkt der Absender allen Ernstes, mir könnte beim Ansehen Folgendes durchs Hirn schießen: „Wow. Guck mal da, Tommy! So was hast du ja noch nie gesehen. Und wie hübsch sie doch aussieht, die nervöse Schniedelwutz. Och ja – in den Typ könntst’e dich glatt verlieben. Ja, lass mal treffen, Alder!“
Hallo? Okay, es mag ja durchaus Situationen geben, in denen so ein Anblick nicht der übelste ist. Aber als Kontaktaufnahme? Äääähn, so wirklich schön ist so ein völlig aus dem Kontext gerissener Lörres nun auch mal wieder nicht. Schon gar nicht, wenn er, wie in diesem Fall eine Nahaufnahme von der roten Rübe ist und einem medizinischen Bild aus einem 70er-Jahre-Krankheitslexikon gleicht („Mama, ist das ansteckend?“).
Und schön präsentiert ist der werte Herr Kollege selbstverständlich auch nicht. Schlüpfer runter, Bild gemacht, fertig. Wo bleibt die Fantasie, Männer? Die Deko? Wenn im Hintergrund wenigstens ein romantischer Sonnenuntergang wäre. Oder eine Tasse Kaffee mit Sahne und Kakao. Aber nix da. Einfach nur das blanke Elend. Brrrh!
Und das war jetzt schon das zweite Mal, dass mich ein Tommy-Fan so bezirzen wollte. Jungs, ob ihr’s mir glaubt oder nicht: Klappt nicht! Nö, nö. Klappt auch nächstes Mal nicht!
Da hole ich mir eher den Ekel und schreibe nie, aber auch wirklich nie, nie wieder auch nur eine schwule Liebesszene.
Aber vielleicht muss ich auch in diesem Punkt einfach an mir arbeiten. Vielleicht macht man das heut‘ so, wenn man jemandem sagen will, dass er eine nette Person ist.
Vielleicht bringe ich Tante Gudrun das nächste Mal, wenn wir uns sehen, statt Blumen auch einfach mal ein Lümmel-Selfie mit …
Wünsche euch einen ästhetischen Dienstag!
Euer Tommy

Read more

Soll ich euch mal was verraten? Heute ist „Blue Monday“ – der traurigste Tag des Jahres. Heißt es. Anhand einer Formel will man das berechnet haben. Eine Rolle spielen dabei die nachweihnachtliche Schwermut, bereits wieder gebrochene Vorsätze – z.B. Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, mehr Sex haben -, die Sicherheit der Arbeitsplätze und das arme, ständig gedisste Winterwetter, das sich so schlecht wehren kann.
Also ich hatte gestern zwar keinen Blue Monday. Aber einen Crazy Sunday. Mal war ich himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt. Und ständig dieses Überlegen. Links oder rechts? Alles oder nichts? Vollgas geben oder bremsen? Herz oder Kopf? Mega glücklich oder total down? … Puh!
Aber wisst ihr was? Heute weiß ich wieder, dass es nicht nur „entweder oder“ gibt. Nicht nur „richtig oder falsch“. Manchmal liegt der beste Weg halt echt einfach in der Mitte. Manchmal hilft es, erst mal nur den nächsten Schritt zu gehen und sich dann von dem, was weiter geschieht, überraschen zu lassen. Auf den Lauf der Dinge vertrauen. Dem Leben vertrauen. Und sich selbst vertrauen.
Eines ist jedesfalls klar wie Klößchenbrühe, ihr Lieben: Das Leben bleibt spannend. Und es steckt voller toller Möglichkeiten. Auch an diesem Blue Monday, der mit Sicherheit nicht der traurigste Tag des Jahres wird. Denn – geht’s noch? – das lassen wir nicht zu, gell? Ich für meinen Teil setz‘ mir jetzt ’ne Clownsnase auf und grinse blöde vor mich hin. Ätsch!
Wünsche euch einen fröhlichen Wochenstart!
Euer Grinse-Rotnasen-Tommy

Read more