• Blog_Head_Pic

    Blog_Head_Pic

Heute hab‘ ich euch noch was aus meinem Urlaub zu berichten. Dafür müsst ihr wissen, dass ich es über alles liebe, mit meinem Hund lange Wanderungen zu machen. Ab auf die Berge. Gern ein paar Stunden. Aber auch unsere morgendliche Waldrunde gibt mir viel. Und meinem Hund auch. Da leuchten jedes Mal vier Augen. Nun ist es aber so, dass wir alle nicht mehr die Jüngsten sind und mein pelziger Freund in einer Pfote Arthose hat. Dass zu wissen, tut mir schon weh genug. Aber zu allem Überfluss fing der Gute diesen Sommer auch noch an, relativ schnell zu humpeln. Puh – wie mir das das Herz zerriss.
Nun ja, jedenfalls habe ich die Wanderungen da komplett eingestellt und auch die Morgenrunde stark verkürzt. Besser wurde es dadurch aber nicht, denn wie ihr vielleicht wisst, erfordert Arthrose kontrollierte Bewegung. So richtig gut bewegen konnte er sich aber nicht. Echt – das war zum Verrücktwerden.
Was also, neben Physiotherapie, tun, Tommy?
Oh Mann, was hab‘ ich mir den Wolf recherchiert. Nix. Bis ich im Herbst eine Family mit einem Bollerwagen fürs Spielzeug gesehen habe. Da kam mir die Idee, so ein Teil mit zum Wandern zu nehmen und meinen Hund ab und zu reinzusetzen. So weit, so gut. Wenn da nicht die Stimme gewesen wäre, die da schrie: „Ey, Tommy, voll peinlich! Wenn du mit dem Hund im Wagen gesehen wirst, echt Mann, dann hast du endgültig deinen Ruf weg. Das ist, als würdest du mit ’nem Puppenwagen durch die Gegend laufen und so tun, als wär’s ein Kinderwagen. Mach das nicht, du Spacko!“
Also hab‘ ich die Idee wieder verdrängt und weiter auf das verzichtet, was mir so am Herzen lag. Bis zum Urlaub. Da nahm ich all meinen Mut zusammen und hab’s einfach mal gemacht. Hund geschnappt, Wagen hinter mir hergezogen, losgewandert. Und: Auf den Boden geguckt. Schäm. Dann aber merkte ich, wie ich glücklich war. Endlich konnte ich wieder mit meinem Vierbeiner auf Achse gehen. Und als meine Mundwinkel nach oben gingen, richtete ich auch skeptisch meinen Blick nach oben. Und? Klar, die Leute, die uns entgegenkamen, guckten irritiert, sobald mein tierischer Fahrgast im Wagen saß. Einige sprachen mich auch an. Aber ob ihr’s glaubt oder nicht: Die meisten fanden’s gut. „Super, dass Sie das für Ihren Hund machen!“ Und so ähnlich.
Mittlerweile geht’s meinem Hund merklich besser (lauf, lauf), und ich gehe auch hier, wo ich wohne, mit dem Wagen in den Wald. Und da kam mir die Tage ein LKW-Fahrer mit gefällten Bäumen entgegen. Ein bärtiger, stämmiger Mords-Kerl – einer, der seinen Mann steht und für modernen Firlefanz nix übrig hat. Und natürlich hupte er laut. Dann ließ er die Scheibe runter: „Ey, du da!“
Ich zucke innerlich zusammen. Jetzt kommt was Abfälliges!
Er weiter: „Super Idee! Das mache ich auch. Ich hab‘ nen zehnjährigen Schäferhund und der kann nicht mehr so lange wandern …“
Das Ende vom Lied: Jetzt sind sie wieder happy auf Tour – die vier leuchtenden Augen. Mein Hund und ich. Und gelernt hab‘ ich auch wieder was. Wenn man etwas tun will und das Herz dazu ja sagt, dann soll man’s tun! Selbst, wenn der eigene Mann skeptisch ist und man sich damit vielleicht zum Kasper oder zum Gespräch der Leute macht. Denn: Am Ende kommt’s eh immer ganz anders.
Ich drücke euch und wünsche einen schönen Mittwoch!
Euer Tommy

Read more

Mann, Mann, Mann, Tommy, da hast du dich wieder mal in Teufelsküche gebracht. Versprichst deinen Lesern, dass es heute um Sex geht, dabei hast du als fleißiger Schreiberling doch gar keine Zeit für so was. Tagein, tagaus sitzt du einsam in deinem Kämmerlein und schreibst dir mit der Schreibmaschine deine Sehnsüchte vom Herzen. Schmunzel! Lach! … Wobei: Ihr kennt das. Man ist keine 18 mehr. Und es gibt auch andere Sachen, die einem die Freizeit versüßen.
Aber im Urlaub. Ja, da ist mal wieder ausreichend Zeit fürs Bummdidumm. Da wird georgelt, bis die Engel halleluja singen.
Und die Pläne passten. Mein Mann und ich sind in den Weihnachtsferien ab in die Pampa. Ferienwohnung im Nirgendwo. Keine Medien, keine Termine. Nur wir. Hach, wie schön. Und ’nen Kamin gab’s auch. Also ist mein Göttergatte schon im Vorfeld losgezogen, um für Feuer zu sorgen. Archaisch wie der Steinsteinmann ist er auf die Jagd nach Holz gegangen.
Okay – zurück kam er mit Briketts. Na und? Hauptsache, er heizt uns ordentlich ein, dachte ich und sah uns schon auf dem Bärenfell schwitzen. Und ins Schwitzen kam mein Mann wirklich, als es endlich so weit war. Weil diese ollen Briketts nicht glühen wollten. Ich sag’s euch – der Arme hat eine ganze Packung Grillanzünder in den Kamin geworfen. Nix. Außer seinem Gesicht war nichts feuerrot. Aber aufgeben? Nee, nicht mit ihm, dem Steinzeitmacho. Also was tut er in seiner Verzweiflung? Echt – da fängt er doch tatsächlich an, das Geschenkpapier von den Weihnachtsgeschenken zu reißen … Anzünd, rein damit … Nix.
Und das Beste: Dem Guten ging’s gar nicht um knisternde Erotik, sondern nur ums Feuermachen an sich. Denn irgendwann meinte ich belustigt: „Na, dann wird’s wohl nix mit dem Kamasutra vorm Kamin“, woraufhin er wie folgt reagiert hat. Erst sagte er: „Sex? Nee, lass mal. Ich hab‘ doch Urlaub!“, dann gab er im nächsten Augenblick alle Anstrengungen, Feuer zu machen, auf.
Am Ende machten wir ein Teelicht an – das brannte wenigstens – und landeten zu dritt auf der Couch. Mit unserem Hund, wohlgemerkt, nicht mit dem heißen Typen vom Nachbar-Ferienhaus. Und mit ’nem Buch und ’nem Kakao in der Hand.
Also ein Naturbursche wie Johannes aus meinem Sterne-Roman ist mein Mann nicht. Und ’nen Survival-Kurs würde ich auch nicht bei ihm buchen. Und Geschenkpapier weiß er auch nicht zu schätzen. Trotzdem ist er – sicher wie euer Schatzi zu Hause – der beste Mann der Welt.
Ich wünsche euch und eurem Herzi einen tollen Dienstag!
Euer Tommy

Read more

Hallo ihr Schnuckipuckis,
tolles Foto, was? Ich meine das Landschaftsfoto – nicht die draufgesetzte Giraffe mit dem langen Hals …
Habe ich geschossen. Am Silvestermorgen. Da bin ich nämlich auf die Idee gekommen, einen Schwarzwald-Berg hochzukraxeln.
Nun, normalerweise flitzen wir drei Nasen da ohne Murren und Knurren hoch. Aber an Silvester, nach dem vielen Entspannen, meldete sich bei meinem Mann und sogar bei meinem Hund ein nörgelnder Gnom zu Wort. „Boah, wie beschissen“ … „Bei dem schlechten Wetter“ … „Ist doch Nebel!“ … „Und wir müssen doch noch in den Supermarkt Sekt holen!“
Na, ihr könnt’s euch vorstellen, gell?
Jedenfalls hab‘ ich mich fast schon anstecken lassen von der Unlust, und so schleppten wir uns träge wie drei alte Ziegenböcke den nebeligen Berg hoch. Ätzend! Doch oben angekommen, strahlten die Augen. Bling-bling. Plötzlich waren wir über der Nebelgrenze und standen phatt im strahlenden Sonnenschein. Das fetzte. Echt, der Wald und die Welt unter uns sahen wie gemalt aus. Aber das seht ihr ja auf dem Foto …
Klar, das war nur „Wetter“. Stinknormales Wetter, plus bezwungene Höhenmeter. Aber als ich so drüber nachdachte, zeigte mir das wieder einmal etwas: Wenn wir den Blick für das, was wirklich zählt im Leben, haben wollen, müssen wir erst unseren Hals lang machen – wie eine Giraffe, die über die Nebelwolken gucken will und sich einen Überblick verschafft. Und dann müssen wir loslaufen. Raus aus dem Nebel.
Natürlich ist es schön bequem, drin zu bleiben in der Nebelsuppe. Die Gedanken der anderen denken. Den Mund halten. Die Verwirklichung der eigenen Träume eintauschen gegen ein gechilltes Leben auf dem Sofa.
Ja, in einer Gesellschaft, die stark um Bequemlichkeit und Konformität kreist, ist es schwer, sich aufzuraffen und rauszugehen aus der vermeintlichen Komfortzone. Doch wenn wir es uns dort allzu gemütlich machen, verpassen wir mehr als viel. Wir verpassen alles. Nämlich unser Leben und die Chance, Tag für Tag ein bisschen mehr wir selbst zu werden.
In dem Sinn wünsche ich uns allen für 2017 den Drang, frei und selbstbestimmt zu sein. Und den ungebrochenen Willen, den Hintern hochzukriegen.
PS: Schön, wieder bei euch zu sein! Echt – ich hab‘ euch vermisst. Und wisst ihr was? Morgen wird’s schmuddelig. Nix mit Sinnsuche und so. Da geht’s einfach nur um dreckigen Sex.
Ha ha, hab‘ ich euch?
Billiger Trick. Ich weiß. Aber so bin ich. Mit allen Wassern gewaschen, der Tommy 🙂

Read more

Echt? Habt ihr gedacht, ich verschwinde in meine Weihnachts-Auszeit, ohne euch Weihnachtsgrüße zu schicken? Nee, das tue ich natürlich nicht. Allerdings muss ich heute wie auf Speed schreiben. Ich hab‘ nämlich um 9 Uhr schon ’nen Termin. Und ihr wisst ja, wie ich diese Morgentermine hasse. Eigentlich. Heute aber habe ich einen Supi-trupi-freu-Termin. Mein neues Tattoo, das derzeit im Entstehen ist, wird weiter gestochen.
Ich weiß, bei Tattoos gehen die Meinungen auseinander. Gut so. Ich für meinen Teil freue mich über meine stets wie ein Schneekönig. Jedes einzelne gehört zu mir, ist ein Teil meines Lebens. Wie eingebrannte Narben.
Nein, weg gehen die nimmer. Sollen sie auch gar nicht. Alle sind auf meinen eigenen Mist gewachsen, und sie erinnern mich an den Menschen, der ich war und bin, und an die Menschen, die ich liebe.
Außerdem ist mein Tätowierer ein super Typ. Ein Tag mit ihm – und alle negativen Gedanken sind wie weggeblasen, äh, weggestochen. Also wenn es einen Mann gibt, der das Gute anzieht, dann er. Es gibt diese Menschen – und das ist kein Weihnachtsmärchen –, die einfach nur super sind. Mit denen man einfach lächeln muss, egal, wie scheiße der Tag bisher gewesen war. In deren Nähe man sich ohne Wenn und Aber wohlfühlt. Also meine Stimme fürs Bundesverdienstkreuz hat mein Tätowierer.
Seht ihr – ich wollte doch nur kurz schreiben. Typisch. Und jetzt muss ich mich wieder mal sputen. Egal. Meine Tattoos sind mir wichtig – ihr aber auch.
Und deshalb wünsche ich euch jetzt schöne Weihnachten. Und mit „schöne“ meine ich … Stopp! Jetzt wollte ich schreiben, was ICH unter „schöne Weihnachten“ verstehe. Aber, nee, das mache ich jetzt mal nicht. Ich wünsche euch vielmehr, dass die Weihnachtstage so werden, dass sie EUCH zufrieden und vielleicht sogar ein wenig glücklich machen. Was dafür geschehen muss, das wisst ihr selbst am besten.
Aber ’nen kleinen, ganz kleinen Tipp möchte ich euch dennoch mit auf den Weg in die Weihnachtstage geben. Neu ist der nicht. Aber halt einfach wertvoll. Nehmt euch Zeit. Lasst euch nicht stressen. Und stresst euch auch nicht selbst. Krabbelt zwischendurch mal den Pelz eures Hundes, eurer Katze oder den eures Mannes. Smile. Und schenkt euch auch selbst mal ’nen Moment der Ruhe. Um das wieder zu spüren, was wirklich zählt im Leben.
Ah, und noch was: Passt auf den Christbaum-Ständer auf, und haltet die Ohren – oder sonst was – steif.
Kicher, kicher; sorry fürs plötzliche fallende Niveau, aber das konnte ich mir als Gay-Romance-Autor einfach nicht verkneifen.
Schäm dich Tommy!
Tu ich … und hüpf dann auch mal schnell weg. Bis 2017 – ich freue mich auf euch!
Habt euch wohl – ich hab euch lieb 🙂
Euer Tommy

PS: An alle, die Taschenbücher bei mir bestellt haben: Auch wenn ich meine Weihnachts-Auszeit wirklich als solche nutzen will, werde ich regelmäßig nachschauen, ob eure Überweisungen da sind. Wenn ja, gehen meine Bücher auf jeden Fall an euch raus.

Read more

Was ich sehe, wenn ich in den Spiegel schaue?
Mal einen aufgeweckten, schelmischen Jungen, der voller Ideen steckt. Mal einen Mann, der das Leben zu verstehen versucht. Und mal, besonders morgens, wenn mir das künstliche LED-Licht entgegenstrahlt, einfach nur ein verknittertes, müdes Etwas.
Meistens aber sehe ich einfach mich. Den Tommy. Der mal lacht und mal weint. Der schon viel gekämpft hat – oft auch gegen sich selbst –, der aber auch schon viel Glück gehabt hat im Leben. Der achtsam und weise zu sein versucht, manchmal aber auch einfach nur irre unvernünftig ist. Den die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Angst machen, der aber weiter an die Menschlichkeit glaubt. Der fest davon überzeugt ist, dass Liebe alles ist. Der diszipliniert ist, aber auch mal über die Stränge schlägt. Der sich bemüht, einfach er selbst zu sein.
Das alles sehe ich, wenn ich in den Spiegel schaue. Aber ich sehe jetzt, wo ich diesen Text schreibe, auch euch. Euch, die ihr genauso voller Freude, Sorgen, Hoffnungen, Ängste, Liebe, Zweifel und wer weiß was seid. In dem Punkt sind wir uns – so verschieden wir Menschen glücklicherweise auch sind – doch alle gleich. Wir gehen nur unterschiedlich mit unseren Gefühlen um. Und das ist auch gut so. Das macht uns aus. Vielfalt statt Einfalt.
Ich bin dankbar dafür, dass ich mich – natürlich mal mehr, mal weniger – so akzeptiere, wie ich bin. Und dass ich mich bemühe, auch andere so sein zu lassen, wie sie sind. Außer, sie verhalten sich ungerecht, hinterhältig, entwürdigend oder verletzend.
Letzteres hat mich – nach langem Überlegen – übrigens dazu bewogen, hier doch 100 Prozent Tommy zu sein. Gesicht zu zeigen. Denn: Wenn andere sich hinter einem anonymen Profil verstecken, um ihren populistischen, menschenverachtenden Dreck in die Welt zu lassen, dann will ich anders sein.
Also – hier bin ich!
Euer Tommy

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Text
Read more

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Zeit mein Feind und nicht mein Freund ist. Dass mich der Sog der Schnelllebigkeit mitreißt und ich meine Erdung verliere.
Gestern war das so.
Schnell noch dies tun, geschwind noch jenes erledigen. Und kaum dass ich mich versah, lag ich auch schon im Bett und wusste, dass ich einen Tag verschenkt hatte.
Für sich genommen, ist das eine Mal noch lange kein Drama. Nein. Aber wie schnell wird die Hast, die Ruhelosigkeit zur Routine und zum Leben an sich?
Ich kenne das. Und ich will das nicht mehr. Ich will mich selbst und das, was mir wichtig ist, nicht aus den Augen verlieren.
Also bin ich heute Morgen in aller Herrgottsfrühe mit meinem Hund zu „unserem“ See gefahren.
Still haben wir da gestanden, am Ufer, und ich habe meinen Blick aufs Wasser gerichtet.
In der Ruhe des Wassers ist alles in Balance. Es ist ein Stillstand, eine Stille, die doch voller Möglichkeiten ist. Denn unter der Oberfläche, in der Tiefe findet sich das Elementare.
Es ist ein gutes Gefühl, das zu wissen. Dass wir gar nicht viel tun müssen, um zurück zu uns selbst zu finden.
Ankommen. Abgeben. Aufatmen.
Eigentlich ist es ganz einfach.
Stimmt’s, Hund?
Ich gehe runter auf seine Höhe, umarme ihn, spüre sein Herz schlagen, und so bleiben wir eine ganze Weile einfach so am Ufer stehen. Bis mich die Bewegungslosigkeit plötzlich frösteln läßt.
Ja, meine Füße sind kalt. Aber dafür fühlt es sich in mir wieder warm an. Und mit diesem schönen Gefühl starte ich heute ruhig, bewusst und achtsam in den Tag. Und das wünsche ich auch euch: einen guten Tag mit vielen kleinen schönen Momenten, die das große Glück ausmachen.
Euer Tommy

Read more

Ja, was ist denn das? Also … ich weiß es. Ich hab’s mir schließlich bestellt. Aber ihr wisst es nicht; ätsch! Und unser Postbote auch nicht. Und das hat ihn am Samstag, als er es gebracht hat, ganz wuschig gemacht, den Lieben.
Ja, er ist echt ein Netter, unser Postbote. Aber furchtbar neugierig. Der weiß immer schon, was wir kriegen, bevor wir es selber wissen. „Post von Steuerberater? Der hat doch letzte Woche schon geschrieben!“ Oder: „Tommy – nix für dich! Ist für deinen Mann. Vom Gitarrenshop!“ Oder: „Nikolaus-Päckchen von der Mama.“
Ist wahrscheinlich ’ne Berufskrankheit.
Am Samstag aber staunte der Gute Bauklötze. Als ich die Tür öffnete, stand er da, mit meiner XXL-Bestellung und grinste sich was weg. „Ist das groooß, Mann! Was ist das denn?“, fragte er schelmisch, und ich konnte seine Gedanken lesen. Ach, der Tommy und sein Mann … Bei denen weiß man ja nie … So verrückt, wie die sind … Was ganz doll Spannendes oder was zum Spielen … für zwei Männer …
Jedenfalls ging er gar nicht mehr weg. Wie angewurzelt stand er da, so, als wollte er drauf warten, bis ich das Teil raushole. Doch nix da! Alles muss Mister Naseweis auch nicht erfahren.
Euch aber verrate ich’s. Wobei … ihr kennt euren Tommy doch jetzt schon ganz gut. Ratet doch mal. Die längste Praline der Welt ist’s nicht. Hat was mit ’nem Hobby von mir zu tun.
Derjenige, der’s zuerst errät oder am Ende des Tages zumindest am nächsten dran war, dem schicke ich was Kleines – wirklich was Kleines! Nicht so ein Riesen-Riesen-Teil wie das hier :-)!
Ich wünsche euch allen einen guten Start in die Woche
Euer Tommy

Read more

Seid ihr schon mal an einem Erotikshop vorbeigelaufen und habt ’nen Typen davor stehen sehen?
Es gibt kaum etwas Witzigeres zu beobachten. Er: pfeif pfeif pfeif … schöne Parkuhren hier … schöner Bürgersteig … Hände unschuldig auf dem Rücken … verstohlen (aber total auffällig) umguck … dann nix wie rein ins klebrige Vergnügen.
Genau das habe ich gestern auch gemacht.
Wobei. Stopp! Nicht GENAU das. Aber so was Ähnliches. Im Supermarkt.
Also das war so. Ich weiß wirklich nicht, wieso. Aber plötzlich was sie da. Die Lust. Schwupp, einfach so. Und ihr kennt das. Wenn es einmal kribbelt, hört’s nicht wieder auf. Dann muss man es einfach mal wieder machen. So schmutzig und eklig es auch ist. Doch das Verlangen ist halt zu groß, um es zu unterdrücken.
MEIN Verlangen war zu groß. Verdammt noch mal, ja!, ich brauchte eine … Hühnersuppe aus der Tüte.
„Iiiiiiih! Pfuiiiii, Tommy, schäm dich!“, schreit ihr jetzt sicher.
Ja, ich weiß. Betreten auf den Boden guck. Kleiner schuldiger Tommy.
Alles, was es an Müll und widerlichen Dingen gibt, ist da drin. Angeblich sollen sogar zermahlene Hühnerzehen mit verarbeitet sein (schüttel) – und Gentechnik (wächst mir da heute etwa ein drittes Ohr aus dem Kopf?). Aber egal. Gestern denke ich einfach nur: Ich WILL, ich BRAUCHE ’so ne beschissene Hühnersuppe. Nix anderes.
Etwas beschämt schnappe ich mir also ’ne Packung, gehe an die Kasse. Und bilde ich mir das ein, oder guckt mich die Kassiererin wirklich angeekelt hat? Verrät ihr Blick wirklich meine Gedanken? Denkt sie: Ach, so sehen diese anonymen Tütensupppen-Käufer aus …
Zuhause freue ich mich wie Bolle, als ich das Chemie-Zeug ins Wasser rühre und mir der typischen Tütensuppengeschmack in die Nase steigt. Und schmecken tut sie … hmmm … so richtig fies fettig und mega müllig. Aber alle paar Jahre hab‘ ich so ’nen Junkie- Rückfall.
Gestern war es übrigens ’ne „Hühnersuppe mit Gemüse“. Lustig – „mit Gemüse“!? Ich verrat euch jetzt mal, wie viel Gemüse da drin war. 0,0001 Prozent. Die Möhren waren kleiner als jeder Popel, und die Gartenkräuter musste ich mit der Lupe suchen. Aber lecker war’s.
Nur, dass mein Hund anschließend nicht die übrig gebliebenen Suppennudeln gegessen hat, müsste mir zu denken geben. Denn: Was mein Hund nicht isst, ist eigentlich nicht genießbar.
Wünsche euch allen einen Supi-Freitag!
Doch noch seid ich mich nicht los. Nee, nee. Bevor ich mich nachher ins Wochenende verabschiede, melde ich mich noch mal ganz kurz bei euch
Bis denne!
Euer Tommy

Read more

Ja, ihr Lieben, das ist mein Auto. Mein Love-Mobil. Aber keine Sorge – ganz so dreckig ist es nicht immer.
Das war’s für heute aber auch schon mit dem lustigen Tommy.
Denn so richtig zum Lachen ist mir heute nicht zumute. Ich hatte gestern Abend nämlich meinen ersten beleidigenden Kommentar unter meinem gestrigen Posting stehen.
Ich habe lange überlegt, ob ich es heute zum Thema machen soll. Aber ich tue es. Weil man nicht immer den Mund halten und nicht immer alles einfach so hinnehmen sollte.
Jedenfalls kam der Kommentar von jemandem mit anonymem Profil – von jemandem, der mir kurz vorher eine Freundschafts(!)-Anfrage geschickte hatte.
Ich habe sogar noch höflich zurückgeschrieben. Aber keine Antwort. Die fand ich dann aber auf dem Profil.
Dort steht: „Und dann wundern sich die lieben Schwulen wieder, wenn Leute was gegen sie haben? Mich kotzt dieses ganze Getue der Schwulenszene wirklich an, das muss ich hier mal sagen. Nur weil man schwul ist, ist das noch lange kein Grund, es jedem unbedingt kundtun zu müssen.“
Frau Pichler lässt grüßen.
Alle, die meinen „Sternen“-Roman kennen, wissen, was ich meine.
Für die anderen: Auch wenn mein Buch ein Weihnachtsmärchen ist, so finden sich doch Inhalte darin, die real und alles andere als märchenhaft sind. Die Angst vor Nähe und Gefühlen. Die Angst vor dem Fremden. Und der Schwulenhass; er ist kein spannendes Roman-Element; er ist Wirklichkeit. Nach wie vor. Tagtäglich.
Diskrimierungen sind tagtäglich, nicht nur gegenüber uns Schwulen, auch gegenüber anderen Minderheiten.
Wenn nicht mehr der Mensch gesehen wird, sondern nur „der Behinderte“, „der Flüchtling“, „der Schwarze“, dann IST das diskriminierend und verletzend.
Was denken sich Menschen eigentlich dabei, wenn sie – unter dem Schutzmantel der Anonymität – Hassbotschaften verbreiten bzw. in die Welt rauskotzen?
Ich finde das feige und widerlich. Und ich mache da nicht mit. Also fragt mich bitte nicht nach dem Namen … oder so. Ich bleibe meinem Herzen treu. Und mein Herz sagt einfach nur: Liebe. Oder nennt es Menschlichkeit. Der feste Wille, Verständnis für den anderen haben zu wollen.
Ja, ohne Scheiß, eigentlich ist’s doch ganz einfach: Liebe statt Hass. Miteinander statt gegeneinander. Make love your goal!
Das löst nicht alle Probleme, nicht alle Meinungsverschiedenheiten. Nein. Aber das bereitet das Fundament für ein harmonisches, friedliches Zusammenzuleben. Nicht nur in der Weihnachtszeit.
Habt euch wohl – ich hab‘ euch lieb
Euer Tommy

Read more

„Sonst, hat der Tommy immer so witzige Bilder. Aber heute? Nur so ’n beschissener Block … Versteh‘ ich nicht!“
Hat das gerade jemand von euch gedacht?
Ha ha, reingelegt. Denn natürlich postet der Tommy nicht ohne Grund seinen Block.
Also. Erstens wollte er euch zeigen, dass er neue Kuschelsocken hat. Ohne Loch … und die sind so warm, dass ich gerade Feuerfüßchen habe 🙂
Und zweitens hüpft der gute Tommy mit diesem Posting auf die aktuelle Hipster-Welle auf. Denn, jetzt haltet euch fest – ich hab‘ ab heute im Internet ’nen Blog.
Dass man so was heutzutage haben muss, verstehe ich ehrlich gesagt selbst nicht. Aber ohne Blog geht nix mehr.
Ich finde das ja schon lustig. Und dieses zugehörige Hipster-Getue auch. „Also ich hab‘ da im Internet so ’n Blog … Ich bin gaaaanz hip!“
Aber ich beuge mich. Ich mache mit.
Bis vor zwei Jahren hatte ich es auch nie vor möglich gehalten, jemals enge Skinny-Jeans anzuziehen. Da dachte ich, ich würde meine weiten Baggy-Jeans bis zur Rente tragen. Tja, so irrt man sich.
Oder wenn ich da nur an meine Haare und meinen Bart denke. Kaum, dass ich mich fürs Abschneiden entschieden habe, lasse ich beides wieder wachsen. Oder umgekehrt.
Sag niemals nie.
Wie dem auch sei. Jedenfalls habe ich jetzt einen Blog. Ha ha. Dort findet ihr meine täglichen Postings noch mal zum Nachlesen sowie Goodies und alle Bücher zum Bestellen. Und ganz viele Nacktbilder von mir … Noch mal reingelegt. Nein, natürlich nicht. Höchstens welche von meinem Hund.
Aber was ihr dort wirklich noch findet und tun könnt: Ihr könnt euch für meinen Newsletter anmelden. Was mich tierisch freuen würde.
Kein Angst: Ich mülle euch dann nicht mit Mails zu. Nur dann, wenn der Tommy einen neuen Roman veröffentlicht, gibt’s ’ne kurze Nachricht und ’nem lieben Gruß.
Also, würde mich freuen, ein paar Anmeldungen zu bekommen.
So. Und nun muss ich schnell mit dem Schreiben hier aufhören … denn ich hab‘ da ’nen Blog im Internet … und das ist ja soooo wichtig.
Wünsche euch allen einen tollen Mittwoch
Habt euch wohl – ich hab‘ euch lieb
Euer Tommy

Read more