• Blog_Head_Pic

    Blog_Head_Pic

Wie man den Nachwuchs sozialisieren kann, merke ich an meinem Hund. Als der noch ein Welpe und ich noch ein neuer, aufgeregter Hundebesitzer war, habe ich am 5. Dezember einen Schuh mit Hundeplätzchen für meinen Vierbeiner vor die Tür gestellt und eine Mordsaufregung drum gemacht. Seitdem liebt der Gute den Nikolaus-Tag, bzw. meine Sneakers, wenn sie vor der Tür stehen. So sehr, dass er jedes Mal vor Nervosität entweder voll die ADHS-Symptome an den Tag legt oder den flotten Heinrich bekommt. Oder beides.
Mein Mann tickt da ganz ähnlich.
Äh – nein. Nicht, dass ihr jetzt denkt, er würde vor lauter Nikolausfreude den ganzen Tag mit dem Schwanz wedeln oder auf dem Pott hocken. Aber ein bisschen aufgeregt ist er am 6.12. schon. Und nun ahne ich auch, warum. Denn beim Frühstück hat er mir erzählt, dass dort, wo er aufgewachsen ist (irgendwo im Nirgendwo in Westfalen) am Nikolaus-Tag auch wahlweise der böse Knecht Ruprecht mit ’ner Rute gekommen ist. Nee, geschlagen hat er nicht (die Zeiten sind ja zum Glück längst vorbei), aber allein, dass der Typ mit Strafe gedroht hat, ist schon die Härte. Und noch krasser finde ich, dass er dazu noch schwarz war. Uh, der böse, böse Neger; wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Der weiße Nikolaus – der Gute; der schwarze Ruprecht – der Böse. Also, ich liebe ja Traditionen und alte Bräuche, aber darauf verzichten wir doch liebend gern, oder?
Aber … sorry, ich bin abgeschweift. Eigentlich wollte ich ja nur kurz von meinem Hund und den Nikolaus-Sneakern berichten. Also: Die Hundeplätzchen sind super angekommen und waren ruck, zuck verputzt. Nur: Was die vielen Mandarinen im Schuh sollten – darüber war mein kleiner Freund so gar nicht amused. Sein Blick jedenfalls sprach Bände und sagte verständlicherweise: Geht’s noch? Spinnst du? Zum Teufel mit dem ollen Vegan-Trend! Ich will Fleisch!
Wünsche euch und vor allem eurem Nachwuchs einen schönen Nikolaus-Tag!
Euer Tommy
PS: Wer von euch hat mein Loch im Kuschelstrumpf entdeckt 🙂 ?

Read more

Realsatire am Samstagabend im Kino.
Drei eher einfach gestrickte Mädels – nein sorry, „Mädels“ ist nicht das richtige Wort. Es waren „Tussis“. Also, drei hinter uns sitzende Tussis unterhalten sich:
Die Erste: „Geil, dass du’s geschafft hast und mit am Start bist!“
Die Zweite: „Ja voll, Mann (es war kein Mann dabei). Vor ’ner Stunde war ich mir noch krass am Haarefärben.“
Erstes belustigtes Grinsen bei meinen Mann und mir.
Dann ca. fünf Minuten später:
Die Zweite wieder: „Ey, weißt’e was ey, die machen im Kino hier immer voll die Werbung für Eis. Und dann seh‘ ich das so und hab‘, boah ey, auch voll die Lust auf Eis … Und dann kommt so ’n Typ her und fragt ‚Will jemand ’n Eis?‘ … Krass, gell, wie die das so machen!?“
Mein Mann und ich: fremdschämen.
30 Minuten später sind die drei Haarefärb-Grazien aus dem Kino gegangen, weil sie den Film nicht verstanden hatten.
PS: Es war ein einfach gestrickter Hollywood-Blockbuster. Aber: Es gab VOLL KRASS RICHTIGE Dialoge, und von den Filmfiguren war auch keine „sich voll krass am Haarefärben“.
Wünsche euch einen guten Start in die Woche
Euer Tommy

Read more

Leute, Leute, ihr macht euch Sorgen, dass euer Tommy unter die Wildschweine gerät, dabei droht die Gefahr ganz woanders. Dort, wo man am wenigstens damit rechnet, plötzlich ins Gras zu beißen.
Am Briefkasten.
Da gehe ich eben nichtsahnend mit meinem Briefkastenschlüsselchen vor die Tür, drehe um, mache auf – und wusch, liege ich da. Erschlagen und begraben von Post.
Alles Fan-Post?
Klar, träum schon weiter, Tommy. Alles Werbung. Alles scheiß Werbung.
Ja, ja, es weihnachtet sehr.
Dabei sind sie bei mir echt an der falschen Adresse. Denn – ätsch – ich mach da nicht mit, bei dem extremen Konsumterror. Nee, echt nicht.
Doch nicht, dass ihr jetzt denkt, ich sei so ein unverbesserlicher Weltverbesserungs-Fussel-Kiffer-Raggaehörer-Typ à la „Worum geht’s? Egal, ich bin dagegen!“. Nee, das nicht. Aber den X-mas-Stress tue ich mir einfach nicht mehr an.
Verschenken tue ich trotzdem was.
Was das ist? Das verrate ich nicht. Das sehen meine Leute an Weihnachten. Aber eines ist sicher: Nix aus den Prospekten!
Wünsche euch ein schönes Wochenende
Euer Tommy

Read more

Und morgen öffnen wir wieder ein Türchen am Adventskalender … oder eher nicht?
Ich finde ja – es gibt Adventskalender-Lebensabschnitte (geiles Wort).
Als kleiner Knirps habe ich stets einen dieser 99-Pfennig-Kalender von meinen Eltern gekriegt. Ihr wisst schon, so einen mit Billigschokolade zum Davonlaufen.
Dann, als ich ’n bisschen älter wurde, hing der erste Selbstgebastelte meiner Mutter am Schrank.
Und schwuppdiwupp war ich erwachsen und habe meinem damaligen ersten Freund den ersten Adventskalender mit viel Liebe selbst gemacht (dass der Typ ’ne Obergurke war, habe ich erst hinterher gemerkt).
Tja und heute … Heute brauche ich keinen Adventskalender mehr. Nö, nicht wirklich.
Dabei gibt’s da ’ne Auswahl … Ich sag‘ euch – Wahnsinn! Mit weißer Schokolade, mit Marzipan, mit Spielzeug, mit Leberwürsten (bäh!) und mit Bildchen der 24 größten, lebenden Diktatoren (nee, Späßchen gemacht, so einen Kalender gibt’s nicht. Aber im Zuge des Diktatoren-Hypes keine schlechte Verkaufsidee).
Was es aber wirklich gibt, ist ein Kalender mit 24 Schnaps-Fläschchen. Für die Fahne am Morgen: Erst mal einen hinter die Binde kippen, den Job schön saufen, dann auf die Arbeit.
Und auch einen Erotik-Kalender gibt’s. Mit 24 „geilen“ Kleinigkeiten. Doch, äh, auch das stell‘ ich mir bescheuert vor: Morgens Türchen aufmachen … ah, ne Potenzpille … schnell mal einschmeißen … den ganzen Tag mit ’nem Röhrchen durch die Gegend laufen und „Vom Himmel hoch“ singen.
Brauch ich das? Kurz überleg. Grübel, grübel … Nein, danke.
Aber jedem das Seine, gell?
Wünsch‘ euch einen tollen Tag
Euer Tommy
PS: Es soll ja sogar Leute geben (gell, Samara?), die mein neues Buch „Weil du mir die Sterne zeigst“, das 24 Kapitel hat, als Adventskalender nutzen … Das wiederrum finde ich NATÜRLICH klasse. Herrlich verrückt. Smile!

Read more

Puff, puff, peng, peng … Herrlich, ich wollte schon immer mal ein Montagsmorgen-Posting mit dem Wort Puff beginnen 🙂 … Also noch mal: Puff, puff, peng, peng, Hocus, pocus, fidibus, Kaninchen aus dem Hut – Tommy #2 ist da. Mein zweiter Roman ist seit heute online.

„WEIL DU MIR DIE STERNE ZEIGST“

Und ich sag’s euch – nicht nur meine beide Protagonisten und sämtliche Nebenfiguren des Romans durchleben in dem Buch ein Gefühlschaos, auch meine Welt stand beim Schreiben Kopf. Echt, ich war so drin, dass ich selbst manchmal herzhaft lachen musste, manchmal übers Leben nachgedacht habe und stellenweise über Sinn und Unsinn der Weihnacht, wie wir sie heute feiern, sinnieren musste. Und ohne Scheiß: Einmal war ich sogar ein klitzekleines bisschen gerührt. So bin ich halt. Typisch Tommy. Nur perfekt darin, nicht perfekt zu sein.
Jetzt, als ich heute Morgen nach dem Aufstehen gesehen habe, dass der Roman online ist, wusste ich nicht genau, ob ich vor Freude mit dem Besen durch die Wohnung tanzen oder mich vor Aufregung in ihm festbeißen sollte. Also bin ich mit meinem Hund ab nach draußen in den Wald. In die Ruhe.
Hey, und wisst ihr, was da passiert ist? … Nun ja, passiert ist vielleicht zu viel gesagt … Aber: Mir schien die Sonne so hell und leuchtend entgegen, so wärmend trotz der Arschkälte heute Morgen, dass ich mir fast wie der Typ auf meinem neuen Cover vorgekommen bin … also ich meine das Umgebensein von gelben Strahlen – im Gegensatz zu ihm hatte ich natürlich schon was an … bin ja kein Nackt-Flitzer 🙂
Irgendwie fand ich das ein gutes Omen, das mit den Strahlen. Außerdem habe ich gestern beim Hochladen ein Adventslicht angezündet.
So … und jetzt entlasse ich dich, meine zweite Geschichte, einfach mal nach draußen. Ab mit dir! Und tschüss … mach’s mal gut!
Nicht ohne jedoch schon mal danke zu sagen, EUCH DANKE ZU SAGEN. Denn ohne euch alle wäre das nicht möglich. Ich mag unsere gemeinsame Tommy-Welt, die wir uns hier zusammen schaffen.
PS: Hier noch der Klappentext.

KURZINHALT
Nils lebt ein Leben auf der Überholspur. Seinen Kollegen zeigt er, wie man Karriere macht, und seine Bedürfnisse befriedigt er in den Berliner Gay-Clubs. Gefühle? Wer braucht die schon! Doch ausgerechnet kurz vor Weihnachten steht sein Leben plötzlich Kopf und zwingt ihn zu einem Aufenthalt in den Bergen.
Kulturschock pur. Als er die schrulligen Dorfbewohner näher kennenlernt, will er sich schon aus dem Staub machen. Doch dann trifft er den sturen, aber überaus attraktiven Johannes, der abgeschieden in einer Almhütte lebt.
Schnell kommen sich die zwei unterschiedlichen Männer näher, und das Weihnachtsglück scheint perfekt. Aber die beiden ahnen nicht, dass die Dorf-Idylle trügt …

7 Tage in einem einsamen Bergdorf
2 Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten
1 Weihnachtsnacht, die alles für immer verändert
… und 1 viel zu großer Weihnachtsbaum

Eine gute, stressfreie und positive Woche wünsche ich euch … und viel Spaß beim Lesen!
Euer Tommy

Read more

Person 1 zu Tommy: „Ey, Tommy, bist du auch dabei?“
Person 2 zu Tommy: „Und? Schon Karten vorbestellt?“
Person 3 zu Tommy: „Sollen wir zusammen reingehen?“
usw.
Ich denke: Hä? Um was geht’s eigentlich?
… Vorsichtig frag: „Um was geht’s eigentlich?“
Person 3: „Na, um Rogue One.
Ich: „Ach so um Rogue One… Und was ist das bitte schön?“ (Bestimmt wieder so ein olles Computerspiel, denke ich)
Person 1+2+3 plus alle anderen Anwesenden glotzen mich an, als sei ich von einem anderen Stern. Alle gleichzeitig: „Hallo? Der neue S t a r W a r s!“
Ich: „Ach, so. Nö. Nix für mich.“
Dabei verspricht mir die Werbung, wie ich am Wochenende gesehen habe:
„Lässt dich alles vergessen, was du dieses Jahr bisher gesehen hast!“
… Aber ich will gar nicht alles vergessen, was ich in diesem Jahr bisher gesehen habe. Alles vergessen? Echt nicht. Und schon gar nicht wegen irgendwelchen Widerstandskämpfern, die irgendeinen Todesstern verteidigen müssen.
Schon klar, „Star Wars“ ist Kult. Aber der Kult ist, als ich noch ein kleiner Tommy war, irgendwie an mir vorbeigezogen, und so ganz ohne Nostalgie-Feeling muss ich mir diese Obi-Wan-Kenobis und R2-D2s auch nicht unbedingt reinziehen – so gut es vielleicht auch sein mag.
Doch stopp! Bevor ihr mich jetzt mit euren Leuchtschwertern erschlagt – kennt ihr das nicht auch? Dass plötzlich alle über irgendetwas sprechen, das gerade VOLL IN IST, ihr aber null mitsprechen könnt und auch nicht wollt, weil es euch nicht die Bohne interessiert?

Übrigens: Noch mal viiiiielen lieben Dank für euer tolles Feedback zu meinem neuen Roman. Das tut echt gut und freut mich tierisch. Und: Danke auch für eure lieben Bewertungen und Rezensionen. Auf meiner Autorenseite werde ich nachher ein paar Schnipsel davon posten.

Einen schönen sonnigen Dienstag wünsche ich, und allen die gerade meinen „Sternen“-Roman lesen – viel Spaß und ein entspanntes, aber auch prickelndes Abtauchen vom Alltag

Euer Tommy

Read more