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Mir haften zurzeit viele Titel an. Jimmy ruft mich manchmal liebevoll „Arsch mit Ohren“. Eine meiner Omis, die ich im Altenheim besuche, nennt mich „Herr Langhaar“ … und außerdem habe ich jetzt beim Skoutz-Award die Chance auf den Titel „Buch des Jahres“ in der Kategorie „Erotik“.
Das habe ich euch (und einer coolen Jury) zu verdanken.
Und nur ihr könnt jetzt für mich und mein Buch „Crazy Boys – Total scha(r)f auf dich“ abstimmen. Den Link zum Voting findet ihr hier:

https://docs.google.com/…/1FAIpQLSf34_SEyspbxTJ9SD…/viewform

Und wisst ihr was? Ganz ehrlich, wenn „Crazy Boys“ es schaffen würde, wäre das der Hammer. Klar, auch weil es ’ne Ehre für mich wäre, aber mehr noch, weil die Botschaft meines Buches weiter die Runde machen würde. Eine Botschaft, die heute wichtiger denn je ist.

Denn, so hatte ich euch das auch damals zur Veröffentlichung geschrieben, „Crazy Boys“ ist mehr als eine schräge Romantik-Komödie. Es ist eine Geschichte, die sich auf die Seite der Schwachen und der Aus-der-Reihe-Tanzenden – der Schwulen und Lesben, der Dicken und Dünnen, der Arbeitslosen und Bildungsschwachen – schlägt. Es ist ein Appell gegen Schubladendenken und Konformismus. Eine Hymne ans Anderssein, denn ich glaube fest daran, dass es sich lohnt, man selbst zu sein, nicht derjenige, den die anderen in uns sehen wollen.
Vielfalt macht uns Menschen aus. Und dazu gehört auch, Brücken auf- statt abzubauen. Andere, die ebenfalls anders sind, anders sein zu lassen.
Doch Toleranz sollte man nicht nur fordern, sondern auch fördern – und das beginnt bei uns selbst, indem wir unseren Weg gehen, statt den der bequemen Masse. Und indem wir uns selbst achten.
Lasst euch von niemandem sagen, wen ihr lieben sollt, wie ihr auszusehen habt und vor allem nicht, dass ihr schlechter seid als andere. Wir alle kämpfen. Um unsere Jobs oder damit, keinen zu haben. Damit, dass unsere Ideen kein Gehör finden. Wir alle kennen sie, die Arschtritte des Lebens. Und wir alle sehnen uns danach, zu lieben und geliebt zu werden. Wir alle sind einzigartig und wertvoll. Wir haben alle unsere individuellen Talente und Stärken, aber auch unsere Schwächen. Wir alle sind einfach nur Menschen.
Nennt mich einen Träumer! Gerne. Ich lade euch sogar ein, mitzuträumen. Denn ich glaube fest daran, dass der Weg des Miteinanders und der Toleranz zum Ziel, zu einem lebenswerten Leben für uns alle, führt.

Dass ich es mit „Crazy Boys“ so weit geschafft habe, ist echt der Wahnsinn, denn es ist neben der Anerkennung meiner Bücher ebenso ein Zeichen der Toleranz. Von euch und von der Jury des Awards, der mir echt sympathisch ist. Denn er bringt Großverlage, Kleinverlage und Self-Publisher zusammen, zeigt, dass auch auf dem Buchmarkt ein Miteinander, Toleranz, möglich ist. Ein Miteinander, das ich auch unter Kollegen schätze. Und deshalb wünsche ich ihnen Glück. Verlierer gibt es ohnehin keine, dabeisein ist schon Gewinn genug.
Und das Wichtigste: Gewinnen ist nicht der Himmel, Verlieren nicht die Hölle.
Möge es ein spannendes Voting werden – und vor allem Spaß bringen!
Euer Tommy, der sich freuen würde, wenn ihr euch Zeit zum Abstimmen nehmen würdet.

https://docs.google.com/…/1FAIpQLSf34_SEyspbxTJ9SD…/viewform

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Wie viele Freunde habt ihr?
Freunde, die euch zuhören, wenn ihr ihnen sagt, dass ihr zurzeit des Lebens müde seid?
Die euch, ohne dass ihr euch rechtfertigen oder schämen müsst, zum Arzt begleiten, weil ihr euch untenrum was eingefangen habt (Nein, hab ich nicht, ist nur so ein Beispiel).
Die es euch nicht krummnehmen, wenn euch längere Zeit die Kraft fehlt, sich bei ihnen zu melden?
Die euch, wenn ihr arbeitslos oder hilflos seid, nicht als den Arbeits- oder Hilflosen sehen, sondern als den Menschen, der ihr seid?
Ich habe nicht viele solcher Freunde. Nur einige wenige. Sehr wenige. Aber für die bin ich aus tiefstem Herzen dankbar.
Joey ist ein solcher Freund.
Wir haben uns in der Schule gegenseitig Spickzettel zugeschoben. Haben die Bundesjugendspiele gemeinsam boykottiert und eine Sechs dafür kassiert und waren stolz drauf. Wir haben unseren ersten Liebeskummer geteilt. Wir haben seine Eltern zu Grab getragen – und einmal beinahe mich.
Heute leben wir zwei getrennte Leben.
Er hat eine wundervolle Frau und zwei ebenso tolle Kinder; ich bin dankbar, dass ich Jimmy und Herrn König an meiner Seite habe. Er verbringt viel Zeit zu Hause; ich bin der Vagabund, der von Festival zu Festival zieht.
Doch trotz aller Unterschiede – der Faden, der uns verbindet, hält. Und neulich haben wir uns einen Männertag in meinem Campingbus gegönnt. Irgendwo am See. Nur er und ich. Ein paar Dosenbier, zwei Würstchen vom Grill. Und die Songs, die uns an früher erinnern und uns – hoffentlich für immer – zusammenschweißen.
Nein, viele solcher Freunde hab ich nicht. Aber einige wenige. Aber diese sind ein Teil meines Herzen und meiner Seele.
Euer Tommy, der euch auch einen solchen Freund an eurer Seite wünscht!

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Es gibt große, lange Dinger, und es gibt kurze Dinger. Und nicht immer sind die langen Teile zwangsläufig auch diejenigen, die besonders gut sind.
Deshalb fasse ich mich heute, für Tommy-Verhältnisse, mal recht kurz, ihr Lieben.
Mir ist gerade etwas aufgefallen: Herr König, mein geliebter Freund auf vier Pfoten, hat es sich vor einiger Zeit zur Gewohnheit gemacht, beim Laufen im Wald immer ein paar Meter hinter mir zu gehen. Vielleicht, weil er mal für ein paar Minuten meine Visage nicht sehen will. Vielleicht, weil er denkt: Soll der Tommy doch erst mal die Lage checken; man weiß ja nie, was da im finsteren Wald auf einen zukommt …
Wie auch immer: Er denkt gar nicht daran, neben mir zu laufen. Und echt, Leute, manchmal könnte ich ihm dafür in seinen süßen Hintern treten oder ihm die so knuffig behaarten Hammelhundebeine langziehen. Ständig glaube ich, mich nach ihm umdrehen zu müssen. Ständig nervt es mich, dass er hinter statt neben mir läuft.
Dabei ist auch das – das kam mir gerade beim gemeinsamen Laufen in den Sinn, nee, ins Herzchen – etwas Besonderes. Ich muss Herrn König gar nicht sehen, um zu wissen, um zu fühlen, dass er da ist. Dass er für mich da ist.
Ich muss nicht ständig bei ihm sein, um Gewissheit zu haben, dass er, sobald Not am Tommy-Mann ist, mir zur Seite springt.
Ich kann darauf vertrauen, dass wir zueinander halten.
Und dieses Vertrauen, dieses Wissen um die gegenseitige Liebe und das Füreinandereinstehen, ist tausendfach wertvoller, als jedes einfach so dahergesagte Hallo von der Seite … von Hunden – und von Menschen.
Genießt den wundervollen Spätsommertag, und habt euch wohl, ich hab ich lieb.
Euer Tommy

Bild könnte enthalten: 1 Person, Hund, im Freien und Natur
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Was ich mache, wenn ich mal beim Schreiben unkonzentriert bin?
Oft tue ich dann so – Achtung, Tommy-Logik! –, als würde ich arbeiten. Damit ich kein schlechtes Gewissen bekomme … was natürlich voll bescheuert ist; ich sollte die wertvolle Zeit anderweitig für was Schönes nutzen. Manchmal klick ich mich aber auch durch die neuen Kino-Trailer („Kindeswohl“ mit Emma Thompson spricht mich diese Woche totaaaal an; sagt mir mal Bescheid, wenn ihr den Film gesehen habt, ob mein Bauchgefühl stimmt). Und manchmal freu ich mich mit meinen Kolleginnen über ihre neuen Bücher und über ihre begeisterten Leser und / oder Vorbesteller. Heute zum Beispiel! Hier meine 8 Richtige – ohne Gewähr, ohne Zusatzzahl … und vor allem ohne Fernseh-Sommerpausen-Verdummungsgefahr.

“Von Muthasen, Fellnasen und dem ganz normalen Wahnsinn mit der Liebe“ von Franziska Erhard – Autorin ist so wunderbar aus dem Leben gegriffen, humorvoll und doch mit Inhalt.
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Wo die Liebe hinfällt: Busfahrer Christoph verguckt sich auf dem „Christopher Street Day“ in eine Dragqueen. Gibt’s ab Montag und jetzt schon zum Vorbestellen bei Chris P. Rolls- Autorin bzw. beim großen A.
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„Lässig in Love“ geht’s bei Greta Schneider zu. Eine charmante Story mit Henry, Herz und Humor (hach, ich liebe Alliterationen!)
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„Pummelhummeln im Bauch“ ist, wie Doris Lösel – Kay Monroe, witzig schreibt, kein Kinderbuch. Witzig ist’s sicher trotzdem. Ab Samstag und jetzt bereits zum Vorbestellen.
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Rührend, humorvoll und so romantisch, wie’s das Cover vermuten lässt, geht’s mit Jo Berger in Schottland zu. Jetzt zum Einführungspreis von 0,99 Euro!
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In „OPPOSITES 2“ lässt unsere urlaubserholte Nele Betra die Leidenschaft gegen die Vernunft kämpfen. Wir sind gespannt. Ab morgen, Freitag, könnt ihr zuschlagen.
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Anja Saskia Beyer – Autorin nimmt uns in ihrer Geschichte „Träume der Provence“ mit in die … na logo … Provence. Was Schönes zum Träumen und Schwelgen!
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Keine Kollegin, die ich kenne (schön wär’s!) – aber kann was: Nach „Das Lied der Krähen“ endlich Teil 2: „Das Gold der Krähen“. Tiefgründige Fantasy.
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Viel Spaß beim Lesen!
Euer Tommy, der seine Vogel-Bildunterschrift übrigens echt “lustisch” findet und sich deswegen schlapp und scheckig lacht.

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Hach, ich könnte mich über das Bild, das ich gebaut habe, verschiffen. Also verömmeln. Sieht aus (wenn man sich die Buchcover wegdenkt) wie das Filmplakat zu einem Retro-Horrorfilm: „Klein Tommy und der Angriff der weißen Liebestöter.“ Oder: „Tommys Heimsuchung – Gayfangen in der Schlüpferhölle.“
Gar, gar, gar keine Liebestöter sind hingegen die Bücher meiner netten Kolleginnen und Kollegen, die ich euch ans Herz legen möchte. Sehr gute, sehr prickelnde Storys (Gay und hetero … Aber: wie das klingt, voll doof – ich würde einfach sagen: Wunderbare Liebesgeschichten!) sind vor allem dabei, aber auch magische Fantasy und was Historisches. Und ’n wundervolles Buch zum Entschleunigen.

Guckt euch doch mal das eine oder andere Buch an – lohnt sich! Und meine „Schreibfreunde“ würden sich freuen!

Nele Betra hat ’nen Floristen und ’nen Anwalt – und ’n echt guten Auftakt zu ihrer neuen Reihe hingelegt. Da kann Teil 2 gern bald kommen.
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Miamo Zesi – „Nils“ ist durchaus harter Tobak, aber dennoch einfühlsam, realistisch und mit Tiefe. Schwule BDSM mal nicht platt; sehr schön!
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Rose Snow: 13 – Magisch, fantasievoll, wunderbar erzählt und dazu noch von einem echt netten Duo geschrieben. Wer noch nix von den beiden kennt – hallo? Höchste Zeit … Ehrlich!
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Svea Lundberg nimmt uns mit nach Island und erzählt nicht nur von der tollen Landschaft, sie erzählt auch ’ne tolle Geschichte
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Jessica Koch hat mit „Wenn das Meer leuchtet“ nicht nur einen wundervollen Titel am Start, die Story packt einen auch total. Es menschelt darin so schön, und es ist nicht alles „heile Welt“. Authentisch und nicht 0815.
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Ella Gold – Im wahrsten Sinn des Wortes fesselnd … Erotik mit Sinn und Verstand, und auch wenn der Sex zwischen ihm und ihr hart ist, so kommen dennoch die Gefühle nicht zu kurz

Tharah Meester – Völlig eigener Schreibstil, den mag ich! Auch die gelungene, historische Atmosphäre, die das Buch atmet.
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Sarah Saxx – Spannung, Drama, ’ne Prise Humor. Ich finde: Super Reihe, schon auf „Thug“ gespannt!
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Kay Monroe – Kleiner, feiner Quickie von Doris! Super für ’nen netten Leseabend – Klotze aus, Doris an!
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Minelle Chevalier – Lasst euch vom romantischen Cover nicht täuschen – die Geschichte ist alles andere als seicht. Bewegend und dazu noch spannend
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Sara Pearson – Hammer Cover, super Story, nette Kollegin. Drei gute Gründe, um es zu lesen!
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Jo Berger – wie immer bei Jo so richtig was fürs Herz, perfekt für den Urlaub!
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Tristan Thomas – freue mich, ’nen neuen Kollegen in der Runde zu haben. Ganz druckfrisch. Und ich finde: Klingt nach einer spannenden, sexy Männer-Story.

Lana Stone – „Dominanz, Intrigen und Leidenschaft“, schreibt Lana selbst – und die Beschreibung passt. Geht heiß her, echt lesenswert (aber nicht gay) und zurzeit kostenlos.
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Und dann noch was außer der Reihe, das ich gaaanz klasse fand:

Alice Huth: Das große Buch der Achtsamkeit.
Wundervolle Texte, die einen erden. Wer bisschen innere Ruhe sucht – echt super!

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Huhu, ihr da draußen,
Wenn ihr Bock habt, guckt doch heute mal auf Reading Friends-Live your Books vorbei. Dort ist heute Debut-Tag. Mit mir. Ich erzähle, wie’s zu meinem Erstling kam. Außerdem gibt’s Schnipsel und Trailer und so ‘n Zeug. Den ganzen Tag lang “Tommy bis zum Abwinken” (falls euch schlecht von der Tommy-Dröhnung wird, einfach mal einen Schnaps trinken; lol!).
Ist ‘ne tolle Seite, gemacht von netten Leuten.
Außerdem läuft – bis, glaube ich, Samstag – auf Buch SUCHT Blog gerade eine Versteigerung zu einem guten Zweck (Wuff!) – auch mit meiner Wenigkeit. Ihr könnt was Gutes tun, indem ihr eines meiner Hörbucher (“Fight To Love Again” oder war’s “Crazy Boys”? Weiß es nicht mehr; guckt einfach!) ersteigert. Auch da bin ich gern dabei.
Euer Tommy

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Hey, Madonna, altes Haus. Ich hab gedacht, ich melde mich mal wieder. Jetzt, wo du heute 60 wirst. Die Zeit rast, Freundin, und wir hinken hinterher.
Weißt du noch, unser erstes Treffen?
Wenn Blicke töten könnten! Ich fand dich Plastik, künstlich, irgendwie zu „amerikanisch“.
Das Schlimmste aber war dein „Like a Virgin“. Jungfrau – das hat mir richtig Schiss gemacht. Ich hab gedacht, ich müsste es. Wollte mich dazu zwingen. Doch mit einem Mädchen intim zu werden, fühlte sich befremdlich an. Ich konnte es nicht, und dein Lied war der Radiogeist, der mich Tag für Tag daran erinnert hat, dass ich anders, „nicht normal“ war. Dass ich vielleicht nie lieben, immer einsam bleiben würde.
Du und ich, wir beide haben uns gehasst. Und das von ganzem Herzen.
Dann, Jahre später, aber passiert es. „Like a Prayer“. Du hattest im Video blutende Stigmata an den Händen, hast eine Heiligenfigur weinen lassen, die nicht nur an Jesus erinnerte, sondern die auch noch farbig war. Damit hattest du mich. Ein – wenn auch dem Markennamen Madonna geschuldeter – Aufruf gegen Rassismus, gegen Religionswahn. Und dann noch fröhliche Ausgelassenheit in einer Kirche. Mann, das waren reichlich Tabus. Aber manchmal muss man sie halt brechen, um etwas in Gang zu setzen.
Denkst du auch noch oft daran, wie wir uns zu dieser Zeit zaghaft angenähert haben? Du, die Sexbombe, ich, der düstere Freak, die „Schwuchtel“, die auf dem Schulhof, auf dem Heimweg und ja, sogar einmal im rappelvollen Bus vor allen Leuten verkloppt wurde? Nur weil das Gerücht die Runde machte, dass ich Jungs mochte? Gott, was hasste ich es, darauf reduziert zu werden. Ich war doch so viel mehr als das. Ich war doch der Tommy!
Arschlöcher, echt!
Du aber hast mich genommen, wie ich war. Vor allem hast du mir in Videos gezeigt, dass schwule und lesbische Liebe nicht hässlich ist. Dass sie schön, normal, ästhetisch ist.
Und Mensch, was hab’n wir beide dann zusammen abgefeiert! Weißt du noch, wie wir nach der Blue-Curaçao-Orgie gemeinsam über der Schüssel gehangen und unsere Hand gehalten haben? Oder wie wir uns in „Grüne Tomaten“ gegenseitig die Taschentücher reichten? Oder wie ich dich mit in meine Black-Metal-Disco genommen habe und du in deinem Blumenkleid auf der Box gemosht hast?
Schon komisch, das mit uns.
Wir sind grundverschieden. Und nicht alles, was du machst, kann ich gutheißen. Aber vielleicht ist genau das, was eine Freundschaft ausmacht.
Den anderen als den Menschen zu akzeptieren, der er ist.
Verstehen, dass es auch mal Zeiten gibt, in denen man sich selten meldet.
Zu wissen, dass man, um sich zu mögen, nicht immer einer Meinung sein muss.
Ach ja, Süße, unsere Freundschaft ist schon strange.
Wir sind strange. Beide.
Aber es funktioniert. Schon so lange.
Es ist ein leises Wir. Aber ein Wir von Dauer. Was leider viel zu selten ist im Leben.
60? Ehrlich, Schnucki – das ist scheißenalt. Irgendwie. Und ich muss nur mit dem Finger schnippen, dann bin’s auch – alt (Fuck, bald ist schon wieder dieses verdammte Weihnachten!). Andererseits: Wer lässt sich schon von einer Zahl sagen, wie er zu sein, wie er zu leben hat?
Wir nicht, gell?
In diesem Sinn, lass dich drücken, Süße!
Happy Birthday, Madonna!
Hab dich lieb … irgendwie.
Dein Tommy

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Seltsam, wie sich Sichtweisen ändern. Als ich ein Teenie war, gab es für mich nichts Schöneres, als in einer versifften und verwaisten Weltschmerz-Disco (ich sagte noch Disco!) schweigend neben meinem Kumpel in einem der zum Inventar umfunktionierten Kinosessel abzuhängen und „The Cure“ zu hören. Ich schwör’s euch, dieser abgefuckte Kinosessel war damals wie eine Therapeutencouch für mich. Nie dagegen wäre ich auf die Idee gekommen, eine Bank klasse zu finden. Das taten, fand ich, nur Rentner mit einem fröhlichen Nachkriegs-Wanderliedchen auf den Lippen und ’ner Leberwurststulle in den Händen.
Eine Bank war ein No go.
Doch stopp! Nicht dass ihr jetzt denkt, ich hätte eine andere Bank, also ein Geldinstitut, im Sinn. Äh, da fällt mir ein: Seid ihr als Kind auch bei einer Kreis- oder Stadtsparkasse mit ihren hyperbescheuerten Knax-Heftchen gewesen? Ey, mal so ganz unter uns: Gibt es auf dieser großen weiten Welt auch nur einen Menschen, der diese Sparen-ist-so-geil–Heftchen mochte? Ich fand diese Geldpornos für Kinder unterirdisch. In den Storys ging es immer nur ums olle Sparschwein statt um Leute oder echte Schweinchen, die man hätte süß finden können.
Aber ich schweife ab. Ich wollte euch doch was über Bänke erzählen. Euch sagen, dass ich heute viele der Einladungen annehme, die von Bänken ausgehen.
Auf meiner Waldrunde mit Herrn König z.B.
Gott, was liebe ich es, mich ein paar Minuten auf diese grüne, halb zerfallene Holzbank zu setzen und den Stecker zu ziehen. Ich höre dann nur das gelegentliche Rascheln im Dickicht, fühle meinen Herzschlag sowie den meines Hundes, der zusammen mit dem von Jimmy die schönste Bewegung auf der ganzen Welt ist.
Oft stelle ich mich dann auch meinen Ängsten, meinen Sorgen, die, wenn ich so dasitze und mich plötzlich klein, aber als Teil der Natur wahrnehme, plötzlich gar nicht mehr so übermächtig scheinen.
Und sehr oft denke ich auch darüber nach, wer bereits alles auf dieser Bank gesessen hat.
Wer verliebt war, wer gelacht hat, wer verzweifelt war, wer geweint hat. Und: Wer später, am Ende seines Lebens, sich rückblickend an die Zeiten erinnert hat, in denen er sich – auf einer Holzbank sitzend – Gedanken über Dinge gemacht hat, die im Grunde vielleicht völlig nichtig waren.
Ich wünsche euch ’nen schicken Tag!
Euer Tommy

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Eigentlich wollte ich mich nicht mehr melden, aber was raus muss, muss raus.
Also, was soll ich schreiben: die Tommy-Pizza-Wahrheit, die halbe Tommy-Pizza-Wahrheit oder das, was ihr hören wollt?
Stopp, ich starte keine Umfrage, ihr kriegt die volle Tommy-Pizza-Wahrheit. Auch wenn ihr sie nicht hören wollt, ihr seid doch keine Weicheier – wobei unsere Klöten (ich spreche zu den Herren in der Runde!) bei der Dauerhitze ja schon mal ab und an gepflegt ’ne Runde abhängen, wenn mal gerade mannmäßig nichts geht.
Aber: Wo waren wir? Stimmt, bei der Wahrheit. Und die ist erst mal, dass ich Essen wertschätze.
Scheiße, ich esse für mein Leben gern.
Aber gerade weil ich – was ’n Weinchen betrifft oder ’n Bierchen oder sonstige Dinge, die ich hier nicht schreiben darf, weil man sie ja nicht tut – kein Priester bin, achte ich schon auf meine Ernährung.
Und zugegeben, auch auf meine Figur.
Ich wiege mich nicht.
Nö (fi** dich, Waage!). Und ein paar Kilo mehr oder weniger machen mir nix aus. Hauptsache, ich fühl mich wohl. Und auch sonst hab’ ich lieber ’nen stämmigen Kerl mit Haaren am Arsch als ein halbes Kleiderhaken-Hähnchen mit nachgezogenen Augenbrauen (wen’s happy macht, aber nur zu; zum Glück ist jeder frei).
Die Sache ist aber, dass ich in letzter Zeit ordentlich oft ordentlich fiese Würstchen auf Grillfeten gestopft habe (PS: Ich liebe Grillwürstchen im Brötchen; schäm, lyncht mich!). Und noch mal genau: Deshalb und weil ich mich nicht mehr richtig wohlfühlte und weil Jimmy zurzeit ständig mit seinem Zauberstab (ich meine seinen Willy) ’nen Staffellauf veranstaltet und mich auch noch mit seinem Männer-Nachlaufen ansteckt, wollte er mir gestern Abend was Gutes tun.
Was?
Er hat ’ne Low-Carb-Zucchini-Pizza gemacht. Eine bei der der Teig nur aus Zucchini und Eiern (ja, da sind wir wieder bei den Klöten!) bestand.
Ich erst so: Okay, dann pfeif ich mir vorher mal schnell einen oder zwei Wein rein. Damit ich das Teil runterkriege, also schlucken kann. Aber boah, ich schwör’s euch – das Ding war Bombe (Foto davon ist unten in den Kommentaren, wen’s interessiert). Hammerlecker. Sex aus’m Ofen. Genau wie die fette, sahnige Mousse au Chocolat, die es im Anschluss gab.
Und was will ich damit eigentlich sagen?
Weiß ich auch nicht.
Doch: Dass Kochen etwas Geiles ist. Und dass man sich nicht immer unter Kontrolle haben muss (hiks!)
Vor allem aber: Dass es Wichtigeres gibt als die Figur – nämlich das Gefühl zu leben!
Euer Tommy Herzsprung

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Mein Tag ist jetzt schon gerettet. Leute, ich bin verliebt. Aber so was von! Boah, Tommy felt in love with a Müllmann.
Also während ich meine Hoffnung, dass eines Tages ein geiler, sexy, schwuler Postbote hier klingt und mir eindeutig zweideutig grinsend seinen Paket entgegenhält („Kannst du das mal fix entgegennehmen?“), begraben habe, kann ich jetzt nur sagen: Müllmann, ich liebe dich!
Dabei wollte ich eben, nach dem Gassigehen, nur fix in meine Garage fahren, die von einem Müllwagen zugeparkt gewesen ist. Ich hatte schon innerlich fluchen wollen, als ich IHN sah. Die neonorangen Hosen locker auf der Hüfte, das Shirt spannte über seinen Brustmuskeln, die Arme konnten zupacken, der Hintern hätte Kokosnüsse zum Knacken gebracht. Fuck, was für ein Mann. Und dann geschah es: Es sah zu mir herüber, und es legte sich ein schelmisches Grinsen in sein bärtiges Gesicht.
Kurz darauf noch mal. Er packte eine Mülltonne, hob sie schwungvoll auf den Wagen – und wieder lächelte er mich neckisch an. Ein schwuler Tag. Eine schwule Offenbarung. Ein schwuler optischer Samenerguss.
Einen Moment lang drehte ich mich um, ob er nicht mich, sondern meinen Hund, Herrn König, auf der Rückbank meinte, doch der Gute lag flach wie eine Flunder unten. Der muskelbepackte „Sex on legs“ musste, musste, ja musste mich gemeint haben.
Meine Hormone tanzten Samba, und plötzlich war auch der etwas süßliche Müllgeruch, der in der stickigen Sommerluft lag, verschwunden und machte einem erotisch aufgeladenen Etwas Platz.
Ich wollte das Fenster runtergleiten lassen, rufen: „Herr sexy Müllmann, lass mich deine Mülltonne sein! Heb mich, schüttel mich, entleere mich!“, doch da musste der Kerl auch schon weiterfahren.
Scheiße, das Leben ist nicht fair. Nö.
Enttäuscht hab ich dem Typen zum Abschied gewunken. Dann mach’s mal gut, Honey, vielleicht in einem anderen Leben!
Schön war’s trotzdem.
Euch einen tollen Tag, ob mit oder ohne schwule Bartmännern auf Rädern!
Tommy

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