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Neulich, auf dem Rückweg von der Buchmesse, sitze ich bei meinen Eltern und suche in meinem ehemaligen Kinderzimmer nach ein bisschen Ruhe, als mein Blick auf den großen Holzschrank neben dem Fenster fällt. Dort stehen einige wenige Sachen, die an meine Kindheit erinnern. Ein nostalgischer kleiner Bus zum Aufziehen, mit dem ich sicherlich zweimal um die ganze Welt gefahren bin; ein echt ganz drolliger Igel, für den mir der Lehrer, obwohl ich das Ton-Tierchen mit so viel Liebe getöpfert hatte, eine Vier gegeben hat; und dort steht auch dieser E.T.
Tage-, nein wochenlang konnte ich schlecht schlafen, weil ich mich so auf Weihnachten gefreut hatte – darauf, dass er, dieser E.T., endlich mir gehört. Und hey, es war ein großes Geschenk, ein für damalige und für unsere familiären Verhältnisse teures Geschenk. Merch war offensichtlich schon immer überteuert. Jedenfalls war ich unfassbar stolz, als ich ihn mein nennen konnte. Oben auf den Schrank ist er gekommen, und keiner durfte mit ihm spielen, so kostbar war er für mich. Meine Freunde durften nicht mit ihm spielen, und auch ich selbst habe es mir untersagt, mit ihm zu spielen.
Heute steht er noch immer da. Und ich bin sehr, sehr, froh, dass ich ihn noch habe. Denn wenn ich ihn ansehe – auch er ist in die Jahre gekommen, Zeit macht vor nichts und niemandem hat – … fühle ich nichts. Ich bekomme kein weiches Herz, es spulen sich kaum Bilder aus meiner Kindheit ab, nichts. Dieser E.T. erinnert mich daran, dass Gegenstände, dass Besitztümer – nur um des Besitzes willen – selten ein warmes Gefühl schenken, von einem gewissen Sicherheitsgefühl, das in mancher Hinsicht auch ein Trugschluss ist, mal abgesehen.
Erst wenn wir Momente der Freude, der Freundschaft oder der Liebe mit Dingen verbinden, schaffen diese es, uns zu berühren. Denn letztendlich ist es nicht die Sache, nicht das Haben, das uns einhüllt, sondern die Menschen, denen wir begegnen und die es schaffen, irgendwas mit uns zu tun.
Ich wünsche uns allen ein super Wochenende mit genauso super Menschen … und die Achtsamkeit, wirklich wertvolle Momente als auch solche wahrnehmen zu können.
Euer Tommy

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Bin mit dem Award zurück aus Frankfurt.
Was meine Highlight waren?

• Geilstes Kompliment: „Tommy, in echt siehst du gar nicht so abgerissen aus wie auf Facebook!“

• Bester „Ich hab schon 1,5 Wein getrunken, aber noch nix gegessen“-Tommy-Spruch zu Laura Gambrinus: „Dann üben wir uns halt im eloquenten Sitzen!“

• Special-Dank an: J.M. Cornerman („Ich ess auch Leberwurst!“), Franziska Erhard fürs Wagen (So schön, dass du da warst), Jasmin B-l Mair für alles und fürs Händchenhalten, Saskia Schalawijk, Marie Weißdorn, Anna Jane Green und Anett Schmid für unseren “Flotten Sechser” auf der Skoutz-Party. Fast hätten wir euch gefragt, ob ihr eine platonische Sechser-plus-Hund-Ehe mit uns und Herrn König eingehen wollt. Auf unserer Hochzeitsfete hätte es Gin, Tequilla und ’ne Roland-Kaiser-Coverband gegeben. „Dich zu lieben, dich zu spüren, dein Verlangen …“ Felt in Love!

• Beste Halle: 4. Dort waren die Stände aus Korea, Taiwan und Was-weiß-Ich. War immer total leer dort. So leer, dass Jimmy mit mir durch die Gänge joggen konnte (ich war nervös, irgendwie muss man sein Lampenfieber ja loswerden!)

• Unschlagbarste Truppe: Alle von Skoutz – Finde Dein Buch! Ich dreh ’ne TV-Serie mit euch. Titel: „Ein Hammer-Team mit Humor, Herbert und Holla die Waldfee!“

• Letztes Danke: Danke euch allen für Lesen, Unterstützen und Mitfreuen, ihr seid die Besten.

… und jetzt bin ich happy, wieder bei Herrn König zu sein. Unfassbar, nach zwei Tagen vermiss ich ihn schon arg.
Tolle Woche euch allen.
Euer Tommy

PS:
• Bester Jimmy-Spruch: „So langsam geht mir dieser Ferrero-Sommer auf den Sack. Als ob der Sommer nie zu Ende geht …“

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Morgen! Nach einer kurzen Nacht mit einem Glas Wein zu viel (aua, mein Köpfchen) sowie mindestens zehn Stunden zu wenig Schlaf (ich heute = Zombie on legs; zusätzlich zum Wein hab ich vergessen, meine Kontaktlinsen rauszumachen) kann ich euch erst mal nur eines sagen. Das aber von hammermega Herzen. Danke. Trommelwirbel … The Skoutz Award “Erotik” 2018 goes to das Tommy. Echt, kein Scheiß. Am Ende wurde das Schaf-Cover von “Crazy Boys” an die Wand geworfen – und ich war platt wie ne Flunder. Ich erzähl euch Montag, wenn ich wieder so richtig bei Gaga-Verstand bin, mehr drüber. Jetzt erst mal: Danke, das habe ich nur euch – und ner offenen, seeeehr netten Jury – zu verdanken! Ihr seid der Burner. Schön, dass ich euch an meiner Seite hab. Schön, dass es euch gibt. Euer Tommy

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Was ich gerade mache? Ich bereite mich auf die Buchmesse vor. Also als Erstes hab’ ich Tommy-Karten unterschrieben, 500 Stück, wovon wahrscheinlich am Ende wahrscheinlich nur 5 wegggehen, aber gut …. Also ich hab meinen Namen draufgesetzt, neben das „Crazy Boys“-Schaf. Es sieht jetzt als, als sei ich das Schaf. Mäh! Passt. Immerhin ist es kein schwarzes Schaf. Mäh! Mäh! Mäh!
Und wisst ihr was? Ich bin jetzt high. Drauf. Auf Schnüffel. Boah echt, der Stift hatte es in sich. Schwank, tanz.
Vergesst Gras, werft eure Pilze weg, unterschreibt Karten – das zieht voll rein (die letzten Karten hab ich aus Versehen mit Hommy Terzsprung unterschrieben, und statt nem Herzen hab ich nen Schniedel druntergesetzt).
Und sonst? Hab ich mal einen Blick in meinen Kleiderschrank gewagt. Äh, also was Schickes hab ich nicht. Erwartet bitte keinen schnieken Tommy. Und Bücher hab ich auch keine dabei; ich habe keine mehr (verkaufstechnisch bin ich also echt ne Niete; da komme auf die Buchmesse und hab nicht ein einziges Buch zum Verticken mit, gegen Kopf schlag).
Nun ja? Was muss ich noch machen? Mein Brusthaar-Toupet frisieren, meine Plateauschuhe raussuchen (damit ich Tommy, der Große bin) und … ach, wisst ihr was? Ich lass es einfach mal auf mich zukommen.
Nur am Stift schnüffel ich vorher nicht noch mal; bin ja so schon durchgeknallt genug.
Freu mich auf euch; und der Jimmy auch; der ist schon ganz hibbelig.
Euch allen schon mal ein schönes Wochenende, ob in Frankfurt oder in Berlin oder sonst wo. Macht was Schönes!
Euer Tommy

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Na, ihr, genießt ihr den zweiten Spätsommer? Ich war noch mal am See und sogar im Wasser. Und wie immer, wenn ich ohne Badebuchse schwimme, musste ich an den Penisfisch denken. Um ehrlich zu sein, hab’ ich richtiggehend eine Penisfisch-Phobie. Wirklich. Seit ich mal gelesen habe, dass es das Tierchen gibt, hab’ ich beim Schwimmen immer Schiss um meinen Willy. Schließlich ist der Penisfisch nicht ohne. Der Vandellia oder Harnröhrenwels, wie das 15 Zentimeter lange Tier richtig heißt, schwimmt nämlich in die Harnröhre des Mannes, und dann beginnt das Schniedeldrama. Da der Fisch Widerhaken hat, die ihm den Rückzug aus der Harnblase unmöglich machen, muss er operativ entfernt werden. Fies, gell? Jetzt versteht ihr sicher, wieso ich im See immer nur mit einem Arm schwimme und mit dem anderen meinen Lümmelmann beschütze. Ist echt mühsam, so mit einem Arm zu kraulen, aber sicher ist sicher.
Gut, zugegeben, vielleicht reagiere ich da etwas über. Schließlich ist der Penisfisch eigentlich im Amazonasbecken zu Hause. Aber man(n) weiß ja nie. Jedenfalls ging die Geschichte folgendermaßen weiter: Einarmig schwimme ich im arschkalten See (der Vandellia hätte Probleme gehabt, meinen kleinen Freund überhaupt zu finden), als eine Schlange an mir vorbeiflitzt und aufs Böschungsufer kriecht. Boah, hab’ ich mich voll erschreckt! Ich schwör’s euch, einen Meter war die Schlange sicher lang. Mindestens.
Als hätt’ ich einen Geist gesehen, bin ich plötzlich schneller geschwommen, als Speedy Gonzales rennen kann. Bis mir eine Campingplatzbewohnerin vom Ufer aus zugerufen hat: „Junger Mann, das war nur unsere Wasserschlange. Die tut nix.“
Aus dem Wasser bin ich trotzdem geschwind gegangen; wie gesagt, sicher ist sicher … Und was lernen wir daraus, ihr Lieben?

Hast du Schiss vor bösen, bösen Penisfischen,
kommt eine Wasserschlange angeschlichen.
Drum lass das Angst-vor-ungelegten-Eiern-Haben sein,
dafür ist das Leben nämlich viel zu fein!

Wünsche euch eine tolle Woche, Euer Tommy Herzsprung

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Morgen, ihr Herbstmützen, also ich wurde jetzt ’n paar Mal nominiert, fünf Fakten über mich zu posten. Voll schwer ist das, weil ich ja ohnehin schon jeden Flotten Heinrich mit euch teile. Aber gut. Mir ist eine Handvoll Gedöns eingefallen. Und um es gleich vorwegzunehmen: Fakt fünf ist der, der (vielleicht) von Interesse ist.
1)
Gesten beim Essen meinte ich zu Jimmy: „Geil isser ja, der Zac Efron. Aber woher kennt man den denn eigentlich? War das der Harry Potter?“ … So viel zum Thema „Ich kenn mich aus!“
2)
Ich hab’ ein paar Puma-Sneaker, die sicher sieben oder acht Jahre alt sind. Völlig unhip mittlerweile, abgewrackt mit Löchern im Stoffteil, aber ich liebe sie. Denn: Ich kann einfach so reinschlüpfen, ohne die Schnürsenkel aufzumachen. Gerade morgens, wenn ich noch ’ne Tommy-Lusche bin und jeder Handgriff einer zu viel ist, so was von praktisch!
3)
Mein erstes Auto war eine alte Blechschüssel und hatte noch einen Choke. Bevor ich losfahren konnte, musste ich einen Knopf herausziehen und warten, bis der Motor warm war, danach musste ich den Knopf wieder reindrücken, dann erst konnte ich lostuckern (im Winter die Hölle). Mann, das war ein schrottreifes Teil. Bin ich mal ’nen kleinen Stadthügel hochgefahren, ist die Kiste abgesoffen. Dass ich nicht noch wie Fred Feuerstein treten musste, um von der Stelle zu kommen, war ein Wunder! Aber das Wichtigste hat funktioniert: der Kassettenrekorder. „Cure! Geil, dreh mal lauter, Karin!“
4)
Von Kräuterzahnpasta krieg ich das Kotzen. Der Geschmack lässt mich auf der Stelle würgen und außerdem an den Dentagart-Werbe-Biber denken, der die armen Bäume durchgenagt hat.
5)
Ich komme zur Buchmesse. Ähm, ehrlich gesagt, kann ich’s selbst noch nicht glauben, dass ich ja gesagt hab. Aber hab ich. Lange, lange hab ich mich gedrückt, weil mir so viele Menschen nicht immer guttun. Aber ich mach’s jetzt einfach mal. Und freu mich drauf. Freu mich auf euch. Am Freitag, den 12.10. bin ich um 16.30 Uhr am Stand von Skoutz. Halle 3.1, Stand D96. Zu einem Meet-and-Greet. Ihr könnt mich also (wenn ihr freitags reinkommt) meeten und sogar auch greeten. Lol! Soll heißen, ich halte gern ’nen Schnack mit euch, ich lass euch Jimmy knutschen (ja, der kommt auch), und ansonsten warte ich mal ab, was so geht. Und ob überhaupt jemand kommt. Ich hab ja – unter anderem – geträumt, dass ’ne Meute angerannt kommt und dann ganz enttäuscht dreinguckt. „Du? Tommy? Scheiße, was machst du denn hier? Ist heute nicht Poppy J. Anderson dran? … Was? Die kommt erst morgen an den Skoutz-Stand? Fuck, voll verwechselt! Dann mal tschüssi!“ Wie auch immer. Werde da sein und meine Haare für euch schwingen.
Dasselbe dann noch mal am Freitagabend. Fast dasselbe. Dann werde ich mit meinem Anstands-Wauwau und persönlichem Bodyguard Jimmy (Nein, ich werde nicht als Überraschung „I Will Always Love You“ singen) auf der „Skoutz Gala-Nacht“ sein und gucken, was mit meinen nominierten „Crazy Boys“ passiert. Die Gala findet um 19 Uhr im „Walden“ statt, und Tickets gibt’s hier:
https://skoutz.de/p…/ticket-fuer-die-3-skoutz-gala-ffm-2018/

So, jetzt halte ich die Klappe.
Fast. Im Ernst: Freu mich auf euch!
Euer Tommy
PS: Wegen der Nachfragen; ja, freitags auf die Messe kommt man wohl nur mit Fach-Ausweis, also als Blogger oder so. Oder wenn ihr nen Blogger kennt. Die Party abends aber ist öffentlich, ganz normal. Die Tickets kann jeder kaufen.

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Huhu, ihr Lieben, heute verrat ich euch mal was, das ihr euch merken solltet. Könnte euch vielleicht ganz nützlich sein. Eine Tommy-Lektion fürs Leben quasi.
Also: Woran merkt ihr, dass euer Partner – heimlich oder offen – schwul ist? Nun, ganz einfach: Daran, dass er es Jimmy gleichtut und euch beim Essenschnippeln das Gemüse aus der Küche klaut. Den Rettich, um genau zu sein.
Also der Jimmy hat mir gestern Abend jedenfalls das Teil vom Schneidebrettchen stibitzt und einen rituellen Fruchtbarkeitstanz damit veranstaltet. Boah, der Kleine hat den armen Rettich hin und her geschwungen, dagegen ist John Travolta der reinste Taubenschiss. Und zwar – das ist ein weiteres untrügliches Zeichen dafür, dass euer Partner schwule Tendenzen hat – zu Chers neuem Abba-Album. „Rettich, gimme ’nen man after midnight“, hat er, das Gemüse schwingend, mitgesungen. Ich schwör’s euch, ich habe Tränen gelacht, und das lag nicht an der Zwiebel, die ich schneiden musste.
Dann aber, als wir aßen, spürte ich, wie mir ganz schwer ums Herzchen wurde. Was, wenn ich Jimmy in meinem Schreibwahn der letzten Wochen, nein, der letzten Monate, als Mann vernachlässigt hatte? Was, wenn der Gute libidomäßig von mir zu kurzgehalten wurde und völlig ausgetrocknet war?
Lange wägte ich, den nun nicht mehr phallischen Rettich kauend, die Verhältnismäßigkeit des Opfers, das ich würde bringen müssen, ab. Soll ich, soll ich nicht? Am Ende habe ich mich dazu durchgerungen, lieb zu sein und Jimmy etwas Gutes zu tun. Ich sagte, so als entspräche es der Wahrheit:
„Du, Jimmy, ich glaub, ich hätt’ mal wieder Bock auf Sex.“
Wisst ihr, was der Frechdachs – gähnend! – geantwortet hat?
„Sex? Mach doch! Solang ich nicht dabei sein muss …“
In diesem Sinn, ich wünsch euch ein rettichscharfes Wochenende!
Ich geh heut Abend moshen, ohne Rettich, ohne Abba und erst recht ohne Cher … und ohne Jimmy sowieso, ätsch!
Euer Tommy

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Mir haften zurzeit viele Titel an. Jimmy ruft mich manchmal liebevoll „Arsch mit Ohren“. Eine meiner Omis, die ich im Altenheim besuche, nennt mich „Herr Langhaar“ … und außerdem habe ich jetzt beim Skoutz-Award die Chance auf den Titel „Buch des Jahres“ in der Kategorie „Erotik“.
Das habe ich euch (und einer coolen Jury) zu verdanken.
Und nur ihr könnt jetzt für mich und mein Buch „Crazy Boys – Total scha(r)f auf dich“ abstimmen. Den Link zum Voting findet ihr hier:

https://docs.google.com/…/1FAIpQLSf34_SEyspbxTJ9SD…/viewform

Und wisst ihr was? Ganz ehrlich, wenn „Crazy Boys“ es schaffen würde, wäre das der Hammer. Klar, auch weil es ’ne Ehre für mich wäre, aber mehr noch, weil die Botschaft meines Buches weiter die Runde machen würde. Eine Botschaft, die heute wichtiger denn je ist.

Denn, so hatte ich euch das auch damals zur Veröffentlichung geschrieben, „Crazy Boys“ ist mehr als eine schräge Romantik-Komödie. Es ist eine Geschichte, die sich auf die Seite der Schwachen und der Aus-der-Reihe-Tanzenden – der Schwulen und Lesben, der Dicken und Dünnen, der Arbeitslosen und Bildungsschwachen – schlägt. Es ist ein Appell gegen Schubladendenken und Konformismus. Eine Hymne ans Anderssein, denn ich glaube fest daran, dass es sich lohnt, man selbst zu sein, nicht derjenige, den die anderen in uns sehen wollen.
Vielfalt macht uns Menschen aus. Und dazu gehört auch, Brücken auf- statt abzubauen. Andere, die ebenfalls anders sind, anders sein zu lassen.
Doch Toleranz sollte man nicht nur fordern, sondern auch fördern – und das beginnt bei uns selbst, indem wir unseren Weg gehen, statt den der bequemen Masse. Und indem wir uns selbst achten.
Lasst euch von niemandem sagen, wen ihr lieben sollt, wie ihr auszusehen habt und vor allem nicht, dass ihr schlechter seid als andere. Wir alle kämpfen. Um unsere Jobs oder damit, keinen zu haben. Damit, dass unsere Ideen kein Gehör finden. Wir alle kennen sie, die Arschtritte des Lebens. Und wir alle sehnen uns danach, zu lieben und geliebt zu werden. Wir alle sind einzigartig und wertvoll. Wir haben alle unsere individuellen Talente und Stärken, aber auch unsere Schwächen. Wir alle sind einfach nur Menschen.
Nennt mich einen Träumer! Gerne. Ich lade euch sogar ein, mitzuträumen. Denn ich glaube fest daran, dass der Weg des Miteinanders und der Toleranz zum Ziel, zu einem lebenswerten Leben für uns alle, führt.

Dass ich es mit „Crazy Boys“ so weit geschafft habe, ist echt der Wahnsinn, denn es ist neben der Anerkennung meiner Bücher ebenso ein Zeichen der Toleranz. Von euch und von der Jury des Awards, der mir echt sympathisch ist. Denn er bringt Großverlage, Kleinverlage und Self-Publisher zusammen, zeigt, dass auch auf dem Buchmarkt ein Miteinander, Toleranz, möglich ist. Ein Miteinander, das ich auch unter Kollegen schätze. Und deshalb wünsche ich ihnen Glück. Verlierer gibt es ohnehin keine, dabeisein ist schon Gewinn genug.
Und das Wichtigste: Gewinnen ist nicht der Himmel, Verlieren nicht die Hölle.
Möge es ein spannendes Voting werden – und vor allem Spaß bringen!
Euer Tommy, der sich freuen würde, wenn ihr euch Zeit zum Abstimmen nehmen würdet.

https://docs.google.com/…/1FAIpQLSf34_SEyspbxTJ9SD…/viewform

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Wie viele Freunde habt ihr?
Freunde, die euch zuhören, wenn ihr ihnen sagt, dass ihr zurzeit des Lebens müde seid?
Die euch, ohne dass ihr euch rechtfertigen oder schämen müsst, zum Arzt begleiten, weil ihr euch untenrum was eingefangen habt (Nein, hab ich nicht, ist nur so ein Beispiel).
Die es euch nicht krummnehmen, wenn euch längere Zeit die Kraft fehlt, sich bei ihnen zu melden?
Die euch, wenn ihr arbeitslos oder hilflos seid, nicht als den Arbeits- oder Hilflosen sehen, sondern als den Menschen, der ihr seid?
Ich habe nicht viele solcher Freunde. Nur einige wenige. Sehr wenige. Aber für die bin ich aus tiefstem Herzen dankbar.
Joey ist ein solcher Freund.
Wir haben uns in der Schule gegenseitig Spickzettel zugeschoben. Haben die Bundesjugendspiele gemeinsam boykottiert und eine Sechs dafür kassiert und waren stolz drauf. Wir haben unseren ersten Liebeskummer geteilt. Wir haben seine Eltern zu Grab getragen – und einmal beinahe mich.
Heute leben wir zwei getrennte Leben.
Er hat eine wundervolle Frau und zwei ebenso tolle Kinder; ich bin dankbar, dass ich Jimmy und Herrn König an meiner Seite habe. Er verbringt viel Zeit zu Hause; ich bin der Vagabund, der von Festival zu Festival zieht.
Doch trotz aller Unterschiede – der Faden, der uns verbindet, hält. Und neulich haben wir uns einen Männertag in meinem Campingbus gegönnt. Irgendwo am See. Nur er und ich. Ein paar Dosenbier, zwei Würstchen vom Grill. Und die Songs, die uns an früher erinnern und uns – hoffentlich für immer – zusammenschweißen.
Nein, viele solcher Freunde hab ich nicht. Aber einige wenige. Aber diese sind ein Teil meines Herzen und meiner Seele.
Euer Tommy, der euch auch einen solchen Freund an eurer Seite wünscht!

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Es gibt große, lange Dinger, und es gibt kurze Dinger. Und nicht immer sind die langen Teile zwangsläufig auch diejenigen, die besonders gut sind.
Deshalb fasse ich mich heute, für Tommy-Verhältnisse, mal recht kurz, ihr Lieben.
Mir ist gerade etwas aufgefallen: Herr König, mein geliebter Freund auf vier Pfoten, hat es sich vor einiger Zeit zur Gewohnheit gemacht, beim Laufen im Wald immer ein paar Meter hinter mir zu gehen. Vielleicht, weil er mal für ein paar Minuten meine Visage nicht sehen will. Vielleicht, weil er denkt: Soll der Tommy doch erst mal die Lage checken; man weiß ja nie, was da im finsteren Wald auf einen zukommt …
Wie auch immer: Er denkt gar nicht daran, neben mir zu laufen. Und echt, Leute, manchmal könnte ich ihm dafür in seinen süßen Hintern treten oder ihm die so knuffig behaarten Hammelhundebeine langziehen. Ständig glaube ich, mich nach ihm umdrehen zu müssen. Ständig nervt es mich, dass er hinter statt neben mir läuft.
Dabei ist auch das – das kam mir gerade beim gemeinsamen Laufen in den Sinn, nee, ins Herzchen – etwas Besonderes. Ich muss Herrn König gar nicht sehen, um zu wissen, um zu fühlen, dass er da ist. Dass er für mich da ist.
Ich muss nicht ständig bei ihm sein, um Gewissheit zu haben, dass er, sobald Not am Tommy-Mann ist, mir zur Seite springt.
Ich kann darauf vertrauen, dass wir zueinander halten.
Und dieses Vertrauen, dieses Wissen um die gegenseitige Liebe und das Füreinandereinstehen, ist tausendfach wertvoller, als jedes einfach so dahergesagte Hallo von der Seite … von Hunden – und von Menschen.
Genießt den wundervollen Spätsommertag, und habt euch wohl, ich hab ich lieb.
Euer Tommy

Bild könnte enthalten: 1 Person, Hund, im Freien und Natur
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