Juli 2018

Hallo, ihr Hasenfürze!
Ähm, das sollte jetzt keineswegs beleidigend sein. Nee, ganz im Gegenteil, schließlich mag ich Hasen. Aber so was von dolle! Und was die Fürze betrifft – jo mei, sie entfleuchen einem halt ab und an mal. Wobei es da schon Unterschiede gibt, gell? Es gibt harmlose, aber auch gemeingefährliche Fürze, heimtückische. Solche, die sich wie der Krawattenmörder in einem Edgar-Wallace-Film von hinten heranschleichen und einem die Kehle zuschnüren.
Mist, vom Thema abgekommen. Wie so oft.
Denn eigentlich wollte ich mich nicht mit euch über Fürze austauschen. Ich wollte schlichtweg danke sagen. Und zwar aus tiefstem Herzen.
Upps, da ist mir doch gerade vor Rührung ein Püpschen entwichen. Gut, dass es noch keine Geruchspostings gibt.
Aber auf zum Pudels Kern: Ich stecke ja nicht in euch drin (dieses war, obwohl ich Liebesromane schreibe, echt nicht anzüglich gemeint, ihr Lieben) … aber: Ob Leser oder Jury, wer auch immer für mein Buch „Crazy Boys – Total scha(r)f auf dich“ gestimmt hat – danke!
Der Roman ist beim „Skoutz Award“ weiter.
Finale!
Oh oh!
Finale!
(Fußballstadion-sauf-Gesinge)
„Crazy Boys“ ist auf der Short List 2018 gelandet, also unter den besten oder letzten Drei! Krass, so als schwuler Roman, als Gay Romance, unter den anderen Erotikromanen. Weiter geht’s, glaube ich, im Spätsommer mit der Wahl zum Erotikbuch des Jahres. Waaaahnsinn! Stellt euch mal vor – ein Gay Buch unter den letzten Drei …
Bis dahin: Danke.
Ich bin mega dankbar, bisschen aufgeregt, wie es weitergeht. Ich freue mich wie Sau und spendiere zur Feier des Tages eine Runde Hasenfürze. Jeder darf mal schnüffeln!
Euer Tommy

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Stolz -:) Dieses Mal war es was Besonderes. Obwohl es schon das dritte Mal gewesen ist, dass Jimmy meinen Figuren seine Stimme geliehen hat. Aber: „Rebellen lieben leidenschaftlich“ ist ja mein Roman-Erstling gewesen – und deshalb fühlte es sich echt spitze an, dass es eine Hörbuch-Produktion gab.
Heißt: Ab sofort könnt ihr Ben und Jordan nach London und auf die Malediven begleiten.
Erhältlich ist das Hörbuch, das eine Spielzeit von über 7 Stunden hat, bei Amazon, Audible und iTunes. Und bei mir direkt. Hier. Für, wie immer 9,99 Euro, mit gesprochener, persönlicher Tommy-Widmung.
Wer will, einfach „hier!“ schreien.
Wünsche euch einen schönen sonnigen Dienstag; und Sonnencreme nicht vergessen, gell?
Euer Tommy

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Wisst ihr, worauf ich gar nicht fliege? Auf Scheißhausfliegen. Okay, die haben sicher auch ihre Existenzberechtigung – aber bitte nicht in meiner Küche. Doch dieses Jahr kennen die Biester keine Gnade. Hey, hab ich alle Schmeißfliegen dieser Welt eingeladen, ihre Sommerferien bei uns im Haus zu verbringen? Nö, hab ich nicht! Aber das juckt die Dinger nicht die Bohne. Und so fies das auch ist – es gibt größere Probleme.
Zum Beispiel, wie ich jetzt ’ne Überleitung von der Scheißhausfliege zu meiner Wenigkeit hinbekomme.
Die Stimmen, die da draußen rufen, „Ist doch ein und dasselbe, Tommy“, überhöre ich jetzt einfach mal. Und verkünde mit stolzer Brust: Ich bin weiter im Rennen um den Skoutz-Award 2018 für das beste Erotik-Buch.
Geil, oder? „Crazy Boys – Total scha(r)f auf dich“ kann es auf die Shortlist schaffen. Wenn ihr es denn wollt. Und wenn ich genügend Stimmen bekomme. Also, ihr Lieben, wenn ihr findet, dass der Tommy gar nicht wirklich eine Scheißhausfliege ist und vor allem wenn ihr findet, dass er schreiben kann (denn nur darum geht’s), dann könnt ihr das jetzt in der Abstimmung zum Ausdruck bringen.
Den Link zur Wahl findet ihr unten, mich und mein Buch “Crazy Boys” findet ihr in der Kategorie „Erotik“. Zusammen mit acht tollen, netten Kolleginnen.
Guckt doch einfach mal, wer davon euer Favorit ist. Ich wünsche allen viel Glück, eine faire Abstimmung, und wenn ich eine Runde weiter käme, wäre das natürlich Booooombe. Dann würde ich zur Feier des Tages vielleicht sogar eine Riesenparty schmeißen und alle Schmeißhausfliegen herzlich dazu einladen.
Euer Tommy
Hier der Link:

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Hey, ihr Helden! Heute hab ich weniger eine Geschichte als einen Bombentipp für euch. Quasi den ultimativen Shopping-Tipp.
Wir kaufen ja vieles, was wir gar nicht brauchen. Heute aber, haltet euch fest, könnt ihr euch was schießen, von dem ihr, wenn ihr es denn einmal euer Eigen nennt, nie mehr Abschied nehmen wollt. Das Schwimmbad Münsingen bringt alles unter den Hammer, was nicht niet- und nagelfest ist.
Also ich überlege ja, ob ich mir den Sprungturm kaufe. Wenn Jimmy das nächste Mal übers Essen motzt, schick ich ihn da hoch und lasse ihn so lange oben versauern, bis er wieder artig ist. Geil wär auch die 60-Meter-Wasserrutsche: Morgens einfach so aus dem Bett in den Tag sausen und während der Fahrt ein bisschen Duschgel auf den Body klatschen – zack, fertig, startklar.
Zugeschlagen hab ich auch schon. Beim Bademeister. Den halte ich mir als Toyboy, aber psst, nicht dem Jimmy sagen!
Ach ja, und für euch hab ich auch ’ne echt steile Idee. Schlagt doch bei den Umkleidekabinenwänden zu. Also ich rate euch zu so einer quasi für alle Freibäder obligatorischen Wand mit Loch. Stellt das Ding bei euch zu Hause im Bad auf. Und dann geht’s ab: Ihr zieht euch um, und Schatzi spielt für euch den Spanner. Das macht sicher mega Fun. Und nein, ihr könnt euch nicht damit rausreden, dass ihr darauf keinen Bock habt, weil das anschließende Duschen ja so nervig und so anstrengend ist … Nix duschen, Mensch, muss ich euch denn alles sagen? Könnt ihr nicht mal selbst denken? Tse, tse, tse, ihr Dummerchen, ihr springt doch einfach ins 20-Meter-Becken, das ihr euch heute ebenfalls unter den Nagel reißt.
So, ich muss dann auch, will mir noch ’nen Startblock kaufen. Euch schon mal ein feines Wochenende!
Euer Tommy

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Der freie Wille macht uns zu dem, was wir sind. Zu einem Menschen. In unseren Entscheidungen sind wir, das lässt sich nicht leugnen, freier als andere Lebewesen. Freier als Einzeller wie Pantoffeltierchen oder Kieselalgen. Dennoch gilt es als gesichert, dass wir unsere Entscheidungen – zumindest im absoluten Sinn – bereits gefällt haben, ehe unser Bewusstsein davon Kenntnis nimmt. Pointiert formuliert: Wir denken nicht unsere Gedanken, sondern werden gedacht.
Einige rufen jetzt sicher: „Boah, voll der komplizierte Stoff am frühen Morgen, Tommy! Geht’s noch?“ Also will ich euch ’ne Nachbarschaftsgeschichte aufs Auge drücken.
Also das war so: Der Tommy und der Jimmy, die haben Nachbarn. Viele. Denn sie leben dicht an dicht in einer Wohnhaussiedlung. Und eines Tages kaufte sich der erste dieser Nachbarn eine Gartendusche. Voll happy war er mit dem Teil, und mit seiner Euphorie steckte er den zweiten Nachbarn an, der sich wenig später ebenfalls eine Gartendusche zulegte.
Am dritten Tage hatte auch der dritte Nachbar eine – na, was wohl? – Gartendusche. Stolz beugte er sich über den Gartenzaun von Tommy und Jimmy und sagte: „Guckt mal, Tommy und Jimmy, wir haben eine Gartendusche! Ihr habt keine, oder? Also, wie ihr das aushaltet, so ohne Gartendusche, ist mir ein Rätsel. Ohne Gartendusche würde ich den Sommer nicht überstehen können.“
Der Tommy und der Jimmy guckten sich nur fragend an. Denn weder der Tommy noch der Jimmy verstand, wofür man in einem kleinen Reihenhaus zwingend eine Gartendusche brauchte. Und erst recht nicht wollte Herr König, der Hund der beiden, das verstehen. Wuffend legte er mit verschmierter Schnauze, die er gestrichen voll hatte, Protest ein.
Der Gartenduschen-Virus aber war nicht aufzuhalten. Ein Monat zog ins Land, und mit einem Mal hatte jeder Nachbar – außer die beiden Jungs, die armen Knöpfe! – eine Gartendusche. Und erst duschten die stolzen Besitzer auch fleißig in ihrem Garten. Doch schon nach wenigen Wochen weinten die Gartenduschen, denn sie standen einsam und verlassen in der Gegend herum und kamen sich überflüssig und vergessen vor.
Und so tropfen sie noch heute deprimiert und auf sich zurückgeworfen vor sich hin, denn die Gartenbesitzer haben sich von einem neuen Virus anstecken lassen, der jeden befällt, der nicht achtsam dafür ist, dass nicht jeder Wunsch der eigene Wunsch sein muss.
In diesem Sinn, meine lieben Freunde, seid achtsam! Überlegt, wann ihr etwas wirklich befürwortet und wann ihr Gefahr lauft, den Gedanken der Masse für euren eigenen zu halten.
Im Falle einer Gartendusche mag Letzteres nicht weiter tragisch sein, im Falle von Menschenrechten, Demokratie und Grundfreiheiten ist es das aber sehr wohl.
Habt euch wohl, ich hab’ euch lieb
Euer Tommy, der jetzt erst mal duschen geht. Oben, ganz stinknormal, im Badezimmer.

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Ich mache, zugegeben, selten bei diesen Challenges mit. Aber ich wurde nun mehrfach von euch nominiert, unter anderem von Anne Felix, bei diesem Musikding teilzunehmen. Und weil mir Musik so wichtig ist und man mich mit Musik fast immer kriegt, hier meine “7 Songs, die mir was bedeuten”. Ich habe sie in ein Posting gesteckt, weil ich euch nicht noch mehr auf den Keks gehen will, als ich es ohnehin schon hier auf FB tue.

D.A.F.: Alle gegen alle

Kontrollierte, reflektierte Wut über Ungerechtigkeiten ist aus meiner Sicht der Dinge wichtig, um nicht abzustumpfen. Um nicht alles, als gegeben hinzunehmen. Liebe ist, was mich lenkt, im Leben. Aber schon immer spürte ich auch den Drang, nicht wegzusehen, wenn man nicht wegsehen sollte. Außerdem musste ich als kleiner, schmächtiger schwuler Junge sehr viel kämpfen. Mich verteidigen. In der – im Übrigen ideologiefreien – Musik von „D.A.F.“ fand ich die nötige Kraft dazu. Außerdem habe ich durch „D.A.F.“ viel darüber nachgedacht, inwieweit Provokation ein geeignetes Mittel ist, um Missstände sichtbar zu machen.

Sangre De Muerdago: Medianoite

Ich liebe den Wald. Die Tiere. Die Natur. Und ich begreife mich als Teil eines Kosmos, der von Liebe gespeist wird. Manchmal vergesse ich das. Und dann verliere ich mich in unwichtigen Dingen, die nur kostbare Lebenszeit rauben. Traurig macht mich das, doch kaum begebe ich mich in die Stille, in den Wald, kaum sehe ich in die Augen von Herrn König, meinem Hund, oder in die von Jimmy oder meinen Eltern, sehe ich wieder klar. Diese Band sieht das ähnlich.

Propaganda: Dr. Mabuse

„Propaganda“ – die Band kam aus Düsseldorf – waren so düster, so kühl, und sie eckten an mit ihrer Ästhetik. Für mich war das wie der Eintritt in eine Welt, in der ich mich verstanden fühlte. Ich weiß, das ist schwer nachzuvollziehen, und ich kann es auch schlecht erklären, aber zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass auch andere da draußen ein schweres Herz haben und die Welt, wie sie ist, nicht immer verstehen. Und dass mich die Suche nach Antworten ein Leben lang begleiten wird.

Dead Can Dance: Persephone

Es gibt keine andere Sängerin, deren Stimme mich so ergreift wie die von Lisa Gerrard. Mehrmals habe ich „Dead Can Dance“ live in Opern- und Konzerthäusern gesehen, und jedes Mal musste ich weinen. Eine Stimme, die allein ob ihres Klangs Geschichten erzählt. Songs, die mein Herz öffnen und ganz, ganz weit machen. Nur: Ich kann sie nicht so oft hören. Erstens weil mich das zu sehr aufwühlt. Und zweitens weil die Nachbarn immer klingen, weil ich „Dead Can Dance“ einfach extrem laut hören muss.

Eurythmics: Sweet Dreams

Auch die „Eurythmics“ waren für mich nicht bloß eine gute Band – die beiden kamen mir wie eine Offenbarung vor. Der coole Klang, die melodische Härte. Und vor allem Annie Lennox. Eine Frau, die nicht dem klassischen Frauenbild entsprach. Mehr noch: Sie spielte mit den Geschlechtsrollen. Mal war sie in den Videos ein Jungs verschlingender Vamp, mal ein Mann, mal irgendwas dazwischen. Ich fand das mutig, fand das sexy und es zeigte mir, dass man sein kann, wie man will. Annie Lennox und die „Eurythmics“ haben mich – das ist, glaube ich, nicht übertrieben – stark geprägt.

Anne Clark: Our Darkness

Ein Song von Anne Clark trägt den Titel “Weltschmerz”. Treffender kann man ihre Musik nicht charakterisieren. Wobei es im Grunde eher vertonte, melancholische Gedichte sind. Spoken Words. Poesie. Und ich liebe Poesie. Ich liebe Worte, ich liebe die Sprache, und ich liebe die Kraft, die von Sätzen ausgehen kann.

Wolves In The Throne Room: Born From The Serpent’s Eye

Aus der EBM-Szene bin ich vor Jahren in die (Black-)Metal-Szene gekommen. Und ich bin echt dankbar, dass sich diese Tür für mich geöffnet hat. Ich habe durch die Musik wunderbare Menschen kennengelernt, die ähnlich denken, mich teilweise verstehen. Das ist ein gutes Gefühl. Denn wenn man nichts sagen muss und doch spürt, dass der andere weiß, was in einem vorgeht, ist das ein Geschenk. „Wolves In The Throne Room“ mag ich besonders. Ihre Musik. Und ich mag auch, dass die Mitglieder auf einer naturverbundenen Kommunen-ähnlichen Farm in Olympia leben.

So, ich hoffe, eure Ohren haben meine Songs überlebt.
Eine gute Restwoche wünsche ich und schon mal ein schönes Wochenende!
Euer Tommy … Ach ja, und wer ebenfalls Songs posten und was dazu sagen will, nur zu. Jeder darf, wie er will.

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Die „Rocky Horror Show“ feierte diese Woche ihren 45. Geburtstag.
Ich selbst habe kaum bewegende Erinnerungen an das Musical oder den Film; beides sollte nie zu einem Puzzleteil meines Lebens werden.
Dafür aber weiß ich noch, als wäre es gestern gewesen, wie meine Eltern, damals als der Film nachts in den Programmkinos lief und für Aufsehen sorgte, vom Ausgehen zurückkamen und beide völlig begeistert, ja geradezu geflasht gewesen sind. Vor allem meine Mutter schwärmte von diesem Strapse tragenden, trans- und bisexuellen Frank’n’Furter, der wie sie sagte, verdammt sexy war.
Und ich wiederum war verdammt stolz auf meine Mutter. Sie war so offen, so modern. Und wie Frank’n’Furter ging sie ihren Weg. Immer in halsbrecherischen Pumps und mit wenig bzw. luftigem Stoff am Körper, weil sie die Freiheit auf der Haut spüren wollte.
Ich fand das immer mega cool. Fand sie cool. Sie hatte stets ein Faible für die Kaputten, die Verletzten und die schrägen Vögel. Sie liebte abgefahrene Musik. Liebte den dicken Meat Loaf, die wilden Aerosmith und die punkigen Sigue Sigue Sputnik. Nahm jeden, wie er war. Und vor allem war sie sich selbst treu. Versuchte immer, ihren Weg zu gehen.
Heute – damals ist schon lange her und die Zeit ist echt gerast – trägt sie keine Stöckelschuhe mehr, weil’s ihr Körper nicht mehr zulässt. Und auch Musik hört sie nicht mehr wirklich. Manchmal kommt sie mir auch traurig und gebrochen und zerbrechlich vor.
Doch dann, an manchen Tagen, steht sie wieder wie damals vor mir. Stolz und mutig, freiheitsliebend und unbeirrt ihren Weg gehend. Wie Frank’n’Furter, der über jede Moral erhaben, den Mut vorlebt, zu sein, wie auch immer er gerade sein möchte.
Die „Rocky Horror Show“ ist jetzt 45. Die schrillen Figuren sind mittlerweile 45 Jahre alt.
Die Moral aber, sie hat sich nicht geändert. Weder für meine Mutter noch für uns alle: „Don’t dream it, be it!“
Euer Tommy, der sich brennend wie die gefakte Fluppe in seinem Mund, für eure Rocky-Horror-Storys interessiert und euch wünscht, dass ihr euren eigenen Weg, ja, euch selbst, nie aus den Augen verliert!

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Neulich stand Jimmy halb sich schämend und halb freudig grinsend wie ein Honigkuchenpferd vor mir, und ich wusste auf der Stelle: Jetzt kommt was.
Und es kam was. Was Neues ins Haus.
Stolz hielt er die Packung hoch, und ich sah sofort, dass es ein Gerät war. Doch die Abbildung sagte mir nix. Also las ich, um zu verstehen, um was für eine total notwendige, unverzichtbare Errungenschaft es sich dabei denn wohl handelte.
Es war ein … ta ta ta ta … Hochen-Taster.
Ich wusste absolut nix damit anzufangen.
Also fragte ich: „Hochen-Taster? Für was braucht man das?“
Jimmy lachte. Weil das Teil kein Hochen-Taster, sondern ein Hoch-Entaster war. Ich hatte das Wort nur falsch gelesen. Die zusammengehörigen Silben oder so vertauscht.
So wie bei Disco-Unterpreise, was eigentlich Discounter-Preise heißt. Aber manchmal hat man so einen Lese-Dreher.
Auch gut: „Er schlief in seiner Wachs-Tube“, dabei pennte der Gute in seiner Wach-Stube.
Aber was ich eigentlich erzählen wollte, ist, dass dieser Hochentaster so ein typisches Jimmy-war-im-Baumarkt-Produkt ist.
Stolz holte Jimmy sein Teil am Wochenende raus, ließ es zur vollen Größe ausfahren und stand dann schließlich mit dem Riesending vor mir: „Sag mir, Tommy, was ich damit machen soll, und ich mache es.“
Einsatz in Manhattan.
Bzw. Rambo im Garten.
„Ähm“, antwortete ich, „da an dem Strauch stehen ein paar Blättchen ab. Die kannste abschneiden.“
Tja, und dann stand Jimmy also da mit diesem Lulatsch-Ding und schnippelte die Blätter ab, die man auch mit einer Nagelschere hätte schneiden können.
„Und der Baum? Für den habe ich das Teil doch geholt. Der muss radikal gekürzt werden“, urteilte er fachmännisch.
Ich schüttelte den Kopf. Denn erstens lassen es sich darin gerade viele Tierchen gutgehen, und zweitens ist das unser Sichtschutz vor den Nachbarn. Und drittens sollte man Bäume nach Möglichkeit erst im Herbst wieder schneiden.
Nun ja, jedenfalls war Jimmy echt geknickt. Enttäuscht stand er mit seinem XXL-Teil da, das eigentlich gar nicht gebraucht wurde.
Und die Moral von der Geschicht? Männer, überschätzt euch mit der Größe nicht!
PS: Nicht traurig sein, der Jimmy ist es auch nicht mehr. Ich habe ihm versprochen, dass wir im nächsten Frühling das Teil gemeinsam rausholen, bis zum Anschlag ausfahren und dann mal so richtig die Garten-wir-machen-alles-klein-Sau rauslassen. Und bis es so weit ist, fallen uns wohl täglich weitere Worte wie Hochentaster ein. Jimmy und ich kamen heute beim Frühstück gerade noch auf Hinsterbender, Mietzentrum und Glasengel.
Ich wünsche euch ein tolles Wochenende … und kauft bloß nix, was Jimmy sich nicht auch kaufen würde
Euer Tommy

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