Zusammen sein

Sicher seid ihr an einem Sonntagabend schon mal am (Bus-)Bahnhof oder Flughafen gewesen. Und sicher habt ihr da gesehen, wie sich Verliebte voneinander verabschieden.
Ich kenne das Gefühl, wenn einem Tränen in den Augen stehen, weil man weiß, dass gleich dieser kurze, aber doch so schwere Satz fallen wird: „Tschüss, Liebling, wir sehen uns in zwei Wochen!“
Bis es so weit ist, wächst die Sehnsucht, den anderen wieder in die Arme schließen, berühren, halten zu können. Und, leider, wächst auch oft die emotionale Distanz. Immer wieder aufs Neue. So jedenfalls war es, als ich eine Zeit lang in Frankfurt gearbeitet, Jimmy aber weiter in Münster studiert hat.
Es mag Ausnahmen geben. Paare, die sich gut aufgehoben fühlen in einer Fernbeziehung. Denn ja, sie hat auch Vorteile. Es gibt keine Routine, die das Besondere entzaubert. Doch letztendlich bestimmt die Endlichkeit das Zusammensein.
Auf Dauer ist das anstrengend, zermürbend. Und irgendwann gelangt man zu dem Punkt, an dem man das Gefühl hat, sich entscheiden zu müssen. Für das Weitersuchen, das Opferbringen für den Job, das Sich-Offenhalten-aller-Möglichkeiten. Oder für die Liebe und die Chance, gemeinsame Wurzeln auszubilden.
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und immer den Blick für das, was – für euch – zählt im Leben
Euer Tommy

„Wir würden zusammen sein.
Das war das Einzige, was zählte.
Wo, das war auch mir egal.
Schließlich gab uns nicht der Ort,
an dem wir lebten, Halt,
sondern der Mensch, der nur unsere Hand nehmen musste,
um uns tief im Herzen zu berühren.“

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„Forever – Solange wir uns halten“
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