Allgemein

Manchmal müssen wir in die Ferne schauen,
um zu sehen, wie wertvoll jenes ist,
was wir direkt vor uns haben.
Manchmal ist ein feuchtes Zelt
der schönste Ort der Welt.
Und manchmal, ja manchmal, viel zu selten,
reicht ein Teller Erbsensuppe,
eine Dose Bier und eine Hand, die sich auf unsre Schulter legt,
um wunschlos, selig in den Schlaf zu gleiten.

Liebe Grüße aus der Ferne.
Wünsche euch einen wundervollen Tag!
Euer Tommy

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Huhu, ein kleines Lebenszeichen. Jimmy, Herr König und ich haben hier in Schottland ‘ne echt gute Zeit. Ich hab schon gefühlte 178.490 Stunden Schlaf aufgeholt, ich hab unbesteigbare Berge („Da kann man nicht rauf“, sagte Jimmy; dann erst recht!) erlaufen … und ich hab‘ gestern bei der Morgentoilette auf dem Campingplatz zu energisch am Klopapier gezogen, woraufhin die Mechanik des Klopapiergeräts mal gepflegt auf Cocooning gemacht hat. Soll heißen: Das Papier hat sich zurückgezogen und mich sprichwörtlich sitzen lassen. So’n Mist aber auch – gemütlich war das Klo nämlich nicht. Doch ich hab‘s ganz easy mit ganz mittelmäßigem, verrostetem Englisch gelöst: „Dear Big-Business-Nachbar, kannst du reach me some Klo-Paper, please?“
Also so ungefähr. Ich habe schon die feine englische Art gewährt, keine Sorge. Aber very exciting and interesting war‘s trotzdem. Denn so ist‘s halt. Manchmal schwindet das Klopapier. Und manchmal der Glaube daran, dass das, was wir tun, das Richtige ist. Doch immer, immer hilft der Blick nach nebenan. Zum Toilettennachbarn, zum Menschen, der ein Stück unseres Weges mit uns geht, vielleicht auch ein Blick zum Himmel. In die Weite.
So, und jetzt verkrümel ich mich wieder in unser Buschen (beschissenes Wort, die Verniedlichung von Bus, oder? Ich lese immer Buschen statt Bus-chen).
Habt euch wohl; ich hab euch lieb.
Und please, don‘t wundert euch, that diesmal i don‘t answer sofort auf your answer. I have first to knuddel und knutsch my Jimmy and my Herrn König. And to go on travelling. Aber seid euch for sure: Ich lese irgendwann all of your lovely Zeugs. Und zwar gern.
Euer Tommy

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Ladies and gentlemen, also ich war ja noch nie der Vernünfte. Fragt mal meine Mum, die sich wegen meiner Spontanaktionen früher regelmäßig ihre Mähne rupfen musste. Statt mich nach dem Abi um meinen Studienplatz zu kümmern, hab ich in Spanien mit Sade und Depeche Mode auf den Ohren an den Stränden abgehängen. Das ist zwar lange her, aber so ticke ich noch heute.
Oh Mann, ich müsste echt an Tommy#7 weiterschreiben, aber manchmal brauchen wir eine Auszeit, damit wir unserer Seele hinterherreisen können. Oder um’s mit Tommyworten zu sagen: Wenn der Kackehaufen des Alltags über uns hereinbricht, hilft nur: Kopf aus der Scheiße ziehen und frische Luft atmen.
Ich mach das jetzt. Boah, nach dem Tod unseres Freundes, der OP in der Family … ich muss mal wieder Freiheit spüren. Und deshalb hab ich mir Jimmy und Herrn König geschnappt, hab unseren Hippie-Metal-Bus startklar gemacht – ab ging’s, yeah, nach Schottland. Dort werde ich dem Ungeheuer von Loch Ness (wir sind ja Kumpels) die Eier kraulen, auf Klippen kraxeln, zur Abwechslung ungesundes Zeugs essen (ich hab sogar widerliche Dosenravioli dabei), Whiskey trinken (hicks), mit sexy behaarten Ginger-Kerlen flirten, Harry Potter gestehen, dass ich ihn nie gelesen habe, mit Jogginghosen abgammeln, biken, Musik hören, lesen… halt, was man so tut, wenn man gut drauf ist. Und danach will ich weiter nach Tschechien.
Ja, ja, falsche Richtung. Ja, ja, unvernünftig. Ich weiß. Ätschibätschi, so bin ich, so bleib ich.
Ach ja, typisch-Tommy-mäßig war‘s auch schon. An der französich-englischen Grenze guckte der französische Grenzdrache ewig abwechselnd auf meinen Pass und mich. Ich also so: „Oui, c‘est moi!“ – „ja, ich bin‘s, das Faltenbiest im Auto ist dasselbe Kerlchen wie auf dem Foto”. Sie aber laberte ernst weiter; ich nix kapier; Jimmy: Schweißausbrüche („Wird der Tommy jetzt schon länderübergreifend gesucht?“). Dann: Sie kommt aus dem Grenzhäuschen. Zu mir. Tommyherzchen, schlag. Sie: zeigt mir meinen Ausweis… Es war mein Führerschein. Autsch.
Nun ja, jetzt bin ich drin in Schottland – und es ist great. Ich lebe, ich liebe … und endlich, endlich lache ich auch wieder.
Bis denne. Melde mich sicher mal; habt einen weiterhin so wundervollen Sommer!
Euer Tommy

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Ich höre auf mein Herz.
Eben aber hörte ich es. Schlagen.
Es war schön,
und es war strange.
Befremdlich.
Schwupps,
eines Tages – klar, ich bin ja nicht naiv –
schlägt es nicht mehr.
Und was letztendlich gut zu wissen ist.
Denn deswegen trau ich mich.
Ich springe,
ich schwimme,
ich lebe.
Viel zu selten. Noch.

Euer Tommy;
schönes Wochenende – macht was Schönes!

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Sollte ich meine letzten Tage, wie die meisten der Menschen, die ich begleite, allein oder noch schlimmer allein gelassen in einem Pflegeheim verbringen müssen, wünsche ich mir ein Radio. Ein Radio, das den Soundtrack meines Lebens spielt. Die Lieder, zu denen ich geweint, getanzt, aber vor allem geliebt und Jimmy in den Armen gehalten habe.
Heute ist Welttag des Radios. Und das feier ich. Zwar bin ja nicht von gestern, ich habe Spotify, meine Playlists, meine eigene Musikbibliotheken, aber ein Leben ohne Radio kann ich mir nur schwerlich vorstellen. Radio ist Leben. Nur das Radio schafft es, mich wie heute Morgen, als beim Drücken auf die On-Taste „I Saved The World Today“ von den Eurythmics lief, innerhalb von Sekunden aus meiner Ich-bin-ein-schlecht-gelaunter-Zombie-und-das-wird-sich-auch-niemals-wieder-ändern-Stimmung zu holen.
„Hey, hey, I saved the world today. Everybody’s happy now, the bad things gone away.“
Radio ist das Hier und Jetzt. Doch Radio, das sind auch meine Erinnerungen an die Kindheit, an Abende mit meinen Eltern auf dem kleinen Balkon, der für mich das Größte war. An meine Jugend, an Hitpardenhören, an Piratensender-Spielen, ans Träumen, wie mein Leben eines Tages sein würde.
Ich liebe das Radio. Es verknüpft mich mit dem Sein. Keine Ahnung, wieso das so ist. Denn natürlich gibt es auch Momente, in denen ich das olle Drecksding, weil mich die unauthentischen, künstlich gut gelaunten Moderatoren nerven oder weil zum zehnten Mal an diesem Tag Pink oder sonst wer läuft, an die Wand schmeißen könnte. Aber das könnte ich den Jimmy auch. Und doch ist es eine Liebe, die niemals enden wird.
Auf das Radio! Und aufs Leben, das wir vielleicht just dann, wenn wir es verstehen, zu Ende geht
„Hello, hello, turn your radio on;
Is there anybody out there?
Help me sing my song.
La, la, la, life is a strange thing.
Just when you think you learned how to use it,
It’s gone.“
Euer Tommy

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Ja, Freunde, Freaks und Fans, es gibt ja die verrücktesten Jubel-Tage. Den Tag des Schnitzels (9.9.), den Tag der Putzfrau (8.11.) und sogar den Steak-und-Blowjob-Tag (14.3). Kein Scheiß, er ist das Pendant zum Valentinstag und soll Frauen den Möglichkeit bieten, ihrem Liebsten zu zeigen, wie viel er ihnen bedeutet. Bescheuert, oder? Dagegen ist der heutige Mitfeiertag – der Try-Tommy-Tag – geradezu höchst notwenig. Und vor allem weniger chauvinistisch.

Also lange Rede, kurzer Sinn: Heute am weltweit ersten, am one and only Try-Tommy-Tag (anlässlich drei Monaten in der Top 100 der Charts-Rubrik) gibt’s meinen aktuellen Roman „Forever – Solange wir uns halten“ zum Ich-dreh-am-Rad-und-klemm-mir-vor-Freude-die-Beine-hinter-den-Kopf-Sonderpreis von 2,99 Euro (Ebook, auf amazon).

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OH MEIN GOTT! Ich fasse es nicht. Sprachlos (trotzdem bitte Ton anstellen). Mein Roman „Fight to Love Again“ ist Preisträger des „Lovelybooks Leserpreis“. Zusammen mit Sebastian Fitzek, Mona Kasten, Jojo Moyes, Laura Kneidel und, ja, der „Shades of Grey“-Autorin. Dritter Platz – Bronze – der besten „Erotischen Romane“ des Jahres. Ich knuddel gerade mit E L James, die links neben mir sitzt
Ich bin meeega happy, meeega stolz. Und meeega dankbar. Ich danke euch. Von Herzen! Fühlt euch alle mal ganz feste umarmt, aber seid drauf gefasst, ich atme gerade ziemlich schwer.
Und wie ich’s im Video ja sage, als spontanes Dankeschön gibt’s das ausgezeichnete Buch „Fight To Love Again“ jetzt kurze Zeit für 2,99 Euro statt 4,99 Euro.
Luftsprung. Cheerleader-Sprung. Salto rückwärts.
Daaaaanke!
Hier der Link zum …. Trommelwirbel, Tommy-Herzschlag-Alarm … ausgezeichneten Buch!
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Manchmal, wenn ich in der Nacht keinen Schlaf mehr finde, senkt sich die Decke wie eine schwarze Wolke, die mich zu verschlucken droht, auf mich hinab. Früher, als ich jünger war, sprang ich auf, um auf den Lichtschalter zu drücken. Heute hingegen bleibe ich liegen und zwinge mich, hinzusehen. Denn ich glaube, gelernt zu haben, dass Ängste, Zweifel, sich verdrängen lassen, aber nicht verschwinden, wenn wir es vermeiden, uns ihnen zu stellen und sie als Trugbild unserer Gedanken zu entlarven. Denn es sind ja bekanntlich nicht die Dinge wie das Älterwerden, die Arbeit, das Sinnsuchen und die Schnelllebigkeit der Welt, die uns beunruhigen, sondern unsere Worst-Case-Sicht auf diese Dinge. Unsere Ängste haben meistens nichts oder nur sehr wenig mit der Wirklichkeit zu tun, sie sind letztendlich lediglich ein Szenario, eine imaginäre Situation, die wir als bedrohlich einschätzen. Deshalb sehe ich nachts hin, wenn sich die Dunkelheit auf meine Seele legt. Und wisst ihr was? Zu wissen, dass meine Gedanken nicht den Tatsachen entsprechen, hilft. Es hilft mir, wieder klarzusehen und zu erkennen, dass uns Ängste, von denen keiner von uns frei ist, etwas sagen wollen, dass sie uns sogar behilflich sind, der Mensch zu werden, der wir sein wollen. Denn Leben ist, auch wenn uns das manchmal beschissen unbequem erscheint, Veränderung – auch an uns selbst.
Eine schöne, möglichst unbeschwerte Restwoche wünscht euch euer Tommy

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Jimmy versprach mir gestern Abend Soulfood. „Specialburger“, sagte er, „mit grünen Pommes“.
War letztlich Linsenzeug mit Bohnen.
Trotzdem Soulfood.
Weil ich wusste, dass da jemand ist, der mich nach einem verheulten Scheißtag auffängt.
Und der mir zuprostet: „Auf uns. Und aufs Leben!”

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Ja, ja, es ist ja gerade die Zeit der guten Vorsätze. Endlich wieder mit dem Rauchen anfangen und am besten gleich noch dazu ab und an ’ne Runde kiffen, sich im Supermarkt öfter an der Kasse vordrängeln, die Zeugen Jehova beim nächsten Klingeln zu ’ner Runde Dirty Talk aufs Sofa bitten …
Was? Nee? Ihr habt euch andere Sachen vorgenommen? Stimmt, sorry, ich war gerade auf dem falschen Dampfer. Und es ist ja auch klasse, wenn man ein besserer Mensch werden will. Gerade im Fall des eigenen Partners. Jimmy zum Beispiel hat sich vorgenommen, mich dieses Jahr tagtäglich auf Händen zu tragen, und er hat auch schon damit begonnen.
Gestern rief er mich mit liebreizender Ich-verlieb-mich-stets-aufs-Neue-in-dich-Stimme zu sich, und es klang extrem nach einer tollen Überraschung.
Hula Hopp auf Hawaii?
Tantra in Tunesien?
Oder unsere zweite Hochzeit und danach die Flitterwochen auf den Fidschis?
Ich flitze also aufgeregt zu ihm ins Zimmer, wo ich ihn vor dem Computer sitzen sehe.
Aha, denke ich, er hat die Hochzeitsreise schon gebucht oder die Ringe bereits ausgesucht. Doch noch ehe mein Gehirn registriert, was meine Augen auf dem Bildschirm sehen, strahlt mich Jimmy happy an: „Guck mal, mein neues Lieblings-Pornomodel.“
Ich schwör’s euch, bis über beide Ohren grinste er debil. „Ist der nicht der Hammer? Schau mal, was der alles kann!“ Und in der Tat, der Gute konnte sogar im Handstand alle gefühlten tausend Männer glücklich machen. Und 20 Jahre jünger als ich war er auch. Und gelenkig wie ’ne Schlangenfrau im Zirkus.
Nun ja, jedenfalls ist Jimmy diesem Typen echt verfallen. Er „followt“ ihm auf Insta, hat seinen Newsletter abonniert und klickt sich ständig durch die künstlerischen Machenschaften dieses sexuellen Überfliegers.
Eine Reise hat er trotzdem für uns zwei geplant. Immerhin.
Jimmy will mit mir nach Bratislava. In ein schnuckeliges 1-Sterne-Hotel am Stadtrand – gegenüber dem Plattenbau, in dem sein Pornotyp mit anderen Jungs die Lovely-Gay-WG betreibt. Videoübertragung plus Meet-and-Greet natürlich inbegriffen.
Hmm, ich merke schon: Das neue Jahr geht romantikmäßig weiter, wie das letzte aufgehört hat: immer wieder überraschend! Doch ich muss jetzt wirklich Schluss machen, Jimmy ruft. Er will mir wieder etwas zeigen, und wenn ich ehrlich bin, könnte ich ihn auch dafür herzlich knuddeln. Schließlich steckt in Jimmy stets ein Schelm. Ein Schelm, der nicht alles bitterernst meint und der mir stets ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Ob hier in Karlsruhe, auf den Fidschis oder wenn es sein muss, mir soll’s recht sein, auch in Bratislava.
Ich wünsche euch ‘ne gute Restwoche
Euer Tommy, der jetzt auch die Handstandnummer übt und sich mit Nacktbildern von Inge Meysel, Gott hab sie selig, bei seinem Jimmy räch

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