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„Tommy, seid ihr in Istanbul gewesen?“ Das könnte man tatsächlich meinen, wenn man sich unsere Schnappschüsse vom Wochenendtrip ansieht. Dabei waren wir nur einen Katzensprung von zu Hause weg. In Heidelberg und Schwetzingen. Aber viel erlebt haben wir trotzdem.
Also erstes sind wir in einer Chocolaterie gelandet. Sah super aus – voll das Wohnzimmer-Ambiente. Doch der Schein trog. Gemütlich war hier nix. Zum einen hatten die dort sämtliche Fenster offen, sodass man ja nicht auf die Idee kommen konnte, sich wohlzufühlen. Echt Leute, meine Beine waren vor Kälte kurz davor, zu Eisstelzen zu werden. Und dann die Bedienung – auch eiskalt. Boah, da arbeitet die Gute in einem Schoko-Laden – im Paradies – und serviert unsere heiße Schokolade, als brächte sie uns keine Zucker-Freude, sondern einen Stapel Stasi-Akten. Nichts gegen bewussten Genuss. Im Gegenteil. Aber der Laden war nicht nur bio und vegan, sondern auch zu hundert Prozent spaßfrei.
Wir flüchten, und dann finden wir doch noch unsere kleine Genuss-Oase. Ein kleines Café mit netten Leuten und nettem Gesprächs-Pegel.
Danach ein Eis auf die Hand. Keine gute Idee – bei arschkalten 4 Grad. Wir können von Glück reden, dass unsere Zungen nicht dran festgeklebt sind. Anderenfalls hätten wir bei der anschließenden Schlossführung nicht so dumme Fragen stellen können. Und abends auf dem Konzert auch nicht mitsingen können. Das war übrigens in einem kleinen Schnaps-Laden mit nur 35 Gästen. Beeindruckend! Ebenso wie die vielen Reisegruppen aus Japan oder China – und die Tatsache, dass man in einem Hotel, das mitten in der Altstadt liegt, in der Nacht zwei Optionen hat. Entweder: Fenster zu und bei gefühltem Sauna-Klima höllisch schwitzen statt friedlich schlafen. Oder Fenster auf und wegen des Lärms kein Auge zubekommen. Beides führt dazu, dass man am nächsten Tag besser keine Fotos von sich macht, da man echt beschissen aussieht.
Aber das ist’s wert. Ab und zu mal aus der Routine ausbrechen. Neues sehen. Den Alltag und die Bequemlichkeiten des eigenen Zuhauses hinter sich lassen. Ich merke stets aufs Neue, wie gut mir das tut, und ich brauche da alles andere als Luxus. Und weit weg muss es auch nicht immer gehen. Manchmal reicht schon ein überhitztes, kleines Hotelzimmer mitten in der lauten Altstadt in einer Stadt um die Ecke …
Ich hoffe, auch ihr habt eure Batterien übers Wochenende aufladen können – wie und mit wem auch immer. Und ich wünsche euch eine tolle Woche mit vielen Sonnenstunden
Euer Tommy

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Heute muss, nein, will ich eine kleine Meldung aufgreifen, die ich super fand. Ein mittelständiger Motoröl-Hersteller hat im letzten Jahr ordentlich Kasse gemacht und ein großes Plus erzielt.
„Na und?“, werdet ihr jetzt zu recht sagen, „fette Beute machen sie doch fast alle, die großen Firmen“.
Ja – das schon. In diesem Fall aber gab der Firmenchef einen großen Batzen des Gewinns an seine rund 800 Mitarbeiter weiter. Sage und schreibe 11.000 Euro Jahresprämie gab’s jetzt für jeden „Mitunternehmer“, wie die Firma seine Mitarbeiter gerne anerkennend nennt. 11.000 Euro!
Super, oder?
Gut, ich kenne die Arbeitsbedingungen, unter denen die Leute dort arbeiten, nicht. Aber wenn man bei dem, um was sich in der Wirtschaft alles dreht – nämlich dem Geld – schon so sozial eingestellt ist, wird man sich wohl auch im Arbeitsalltag um ein soziales Umfeld bemühen, und das halte ich für absolut bemerkenswert. Zwar sollte dies ja eigentlich normal sein; ist es aber nicht.
Die menschliche Arbeitskraft ist vielerorts zur Ware geworden. Der Mensch ist zur Ware geworden. Viele von uns arbeiten sehr viel – für sehr wenig Geld. Und nicht nur das! Wie viele Menschen sogar unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten, darüber gibt es keine offiziellen Zahlen, doch die Anzahl dürfte wohl erschreckend sein.
Ich finde das zum Kotzen! Ausbeuten, bis zum Geht-nicht-Mehr.
Der folgende Vergleich ist beschämend, aber leider wahr: 62 Menschen – nennen wir sie einfach mal Super-Reiche – besitzen so viel Geld wie die 3,6 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen.
Doch das ist nur die Spitze des Eisberg. Die Problematik fängt bereits im Kleinen an: Die Wertschätzung des Arbeitnehmers ist zum raren Gut geworden.
Dabei ist Wertschätzung eines der zentralen Bedürfnisse des Menschen – im Privatleben und im Job; wir möchten geachtet und respektvoll behandelt werden. Und genau aus diesem Grund kann ich zur ausgezahlten Rekordprämie nur sagen: Hut ab! Mögen sich auch andere bislang falsch gepolte Wirtschaftsbosse wieder daran erinnern, dass ihre Angestellten keine Maschinen, sondern Menschen sind.
In diesem Sinn: Ich wünsche euch einen wundervollen Donnerstag, und wenn euch jemand schlecht behandelt, macht ihn respektvoll darauf aufmerksam. Lasst euch nicht ärgern, ihr Lieben!

Bis Montag in neuer Frische! Morgen gönne ich mir – schon wieder; freu! – einen freien Tag. Ich werde einen kleinen Städtetrip machen und abends ein Konzert besuchen.

Euer Tommy

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So was musste ja mal passieren … Ich höre dunklen Metal, sammle abgebrochene antike Puppenköpfe und liebe Gruselfilme; klar, dass ich da eines schönen Tages eine unheimliche Heimsuchung haben musste. Und bevor ihr jetzt sagt: „Tommy, The Walking Dead gibt’s nur im Film“ – äh, äh, es gibt Dinge, die außerhalb unserer Vorstellungskraft liegen. Dinge, die wir nicht begreifen können oder nicht wollen. Seit heute Morgen weiß ich das.
Müde und noch schlaftrunken schlappe ich ins Bad und mache, vor dem Spiegel stehend, das Licht an.
FUCK! SCHREI! HILFE! KRASSER SCHEISS!
Okay, okay, die Zeiten, in denen mich mein morgendliches Spiegelbild wach und faltenfrei und milde anlächelte, sind vorbei. Das weiß ich, und ich hab’ mich dran gewöhnt. Kein Ding. Ich weiß, dass die Zeit nur vor dem Teufel halt macht. Doch das, was ich im Spiegel entdecke, ist eine weiße Kreatur, wie sie fürchterlicher echt nicht sein könnte.
NEIN, DAS KANN UNMÖGLICH ICH SEIN. Ich bin gestern brav und artig zeitig schlafen gegangen und habe auch in der Nacht nix Unanständiges angestellt. Also schreie ich zu meinem Mann, der noch nichts ahnend im Bett liegt: „WAS IST DAS?“
Im nächsten Augenblick taucht er auch schon im Türrahmen auf. Und so stehen wir – „Akte X“ lässt grüßen – nun wie Mulder und Scully im fürchterlichen Horror-Bad.
Ich (Special Agent Mulder): „Was ist das hier?“
Mein Mann (Scully); schuldbewusster Blick: „Ähhhhh ….“
Ich: „Raus mit der Sprache! Scully-Schnucki, du weißt doch was!“
Und ob mein Göttergatte etwas wusste. Der Schlawiner trägt sogar die Schuld an meinem Zombie-Spiegelbild.
Heimlich – so, als würde ich es nicht mitkriegen – hat er unsere gute warmweiße, alte Glühbirne (böser, böser Stromfresser) gegen eine sparsame LED-Birne ausgetauscht. Echt Leute, das Licht ist so scheißenhell, dass es Dracula, Chucky – die Mörderpuppe, Freddy Krueger, Candyman und die weiße Alte aus „The Ring“ gleichzeitig töten würde. Dabei soll die Helligkeit, wie mir mein Mann sich rausredend erklärt, gerade mal 40 Watt entsprechen.
4.000 Watt wohl eher. Ach was – 40.000! Dagegen hat sogar die Leichenhalle ein geradezu kuscheliges Komm-lass-knutschen-Licht.
Boah, ich hasse – ja, ich hasse! – diese kaltweißen LED-Birnen. Aber mein Mann versucht es immer wieder und glaubt doch tatsächlich, dass er mich, wenn er es heimlich macht, austricksen kann. Mich, den Special Agent Tommy Warmlicht. Dass ich nicht lache …

Ich wünsche euch einen Tag mit einem Strahlen im Gesicht und mit warmen Momenten
Euer Tommy

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Gestern habe ich in der Facebook-Timeline eines Bekannten folgende Studie entdeckt, die er gelikt hat:
„Männer müssen sich zwei Mal die Woche mit Freunden betrinken, um gesund zu bleiben.“
Hä? Wie bitte? Kurz auf den Kalender geguckt – nein, noch ist nicht der 1. April. Und der Artikel will auch gar kein Scherz sein, sondern ernst genommen werden. Zitat: „Wenn Männer etwas für ihre Gesundheit tun wollen, müssen sie ab sofort nicht mehr an die frische Luft oder ins Fitnessstudio gehen. Es reicht ein Gang in die Kneipe zusammen mit den besten Freunden. Wobei — eigentlich wären sogar zwei Kneipenabende pro Woche noch besser.“
Klar, Leute, lasst euch schön für dumm verkaufen … Oder wartet … Nee, besser doch nicht! Denn Arme im Geiste finden sich – gerade in den sozialen Netzwerken – zurzeit zur Genüge. Unter dem Schutzmantel der Anonymität wird gelikt, was das Zeug hält und was der flinke Finger in Zeiten unserer Schnelllebigkeit und Informationsflut auf die Schnelle anklicken kann. Nachdenken? Schön wär’s. Dass wir uns zwei Mal die Woche betrinken sollen, um gesund zu bleiben, ist letztendlich einfach nur eines: Hirnschiss per excellence – und für die, die es glauben und in die Tat umsetzen, gefährlich noch dazu.
Nur wer vor dem Fällen einer Meinung und damit vor dem Handeln seine kleinen grauen Zellen anstrengt, ist vor solchen Dummheiten geschützt. Und dasselbe gilt für die Flut an populistischen Pseudo-Fakten, die uns einfach nur Angst machen wollen. Angst vor dem Fremden, vor der Zukunft und vor unserem eigenen Glauben an das Gute. Trump ist da das beste Beispiel. „Alternative Fakten“ nannte er die Tatsache, das er sich die Welt so (böse) macht, wie sie ihm gefällt. Fröhlich und vor Lügen nicht zurückschreckend bastelt er sich seine eigene Wirklichkeit, die wir ihm glauben sollen. Tun wir aber nicht. Und auch solche Dumpfbacken-Fakten wie die erwähnte Alk-Studie zweifeln wir – bitte, bitte – an, denn sie zeigen, dass die mediale Wirklichkeit nicht immer die Realität abbildet, sondern vielmehr oftmals einen simplen Zweck verfolgt. Im harmlosen Fall: die Quote oder Auflage steigern. Im gefährlichen Fall: Stimmung gegen demokratische Werte machen.
Ich wünsche uns allen einen guten Dienstag und wachsame Augen!
Euer Tommy

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Mann, Mann, Mann, mein Menneken, du bist mir einer …

Ja, er hat mal wieder alle Register gezogen, mein werter Göttergatte. Am Samstagmittag trennten wir uns.
Keine Sorge; nicht für immer. Er ging in die Stadtbibliothek, ich in ’nen Klamottenladen (ich brauchte neue Jeans; hatte also die Arschkarte).
„Ich komme in 45 Minuten zu dir in die Hosenabteilung“, meinte mein Mann.
Vorspul … Nach 50 Minuten singe ich in Gedanken: „Wo mag denn nur mein Männlein sein … in Hamburg oder Bremen? Seh’ ich mir diese Hose an, so denk ich an mein Männelein …“
Nach über einer Stunde und einem furchtbar langweiligen Herumschleichen zwischen den Kleiderständern entschließe ich mich, mal draußen vor dem Eingang des Ladens zu warten; vielleicht hatten wir ja aneinander vorbeigeredet!? … Guck, guck … Nix … Hmm, mal anrufen!
Ich hole also mein Handy, das ich wie immer am Wochenende auf stumm geschaltet habe, aus der Tasche und sehe: Vier neue Nachrichten.

Nachricht 1: „Bin eingeschlossen.“
Nachricht 2: „War kein Witz. Bin in der Bibliothek eingeschlossen.“
Nachricht 3: „Rufe jetzt die Polizei.“
Nachricht 4: „Die kommen gleich! Mach dir keine Sorgen.“

Äh? Was? Wie? Wieso? Hiiiilfe! Keine Sorgen machen? Ich fange gerade an, mir – natürlich – welche zu machen, da latscht mein Mann grinsend um die Ecke.
Doch soll ich euch was sagen? Das war echt kein Joke. Er wurde wirklich in der Bibliothek eingeschlossen – die haben um 13 Uhr einfach zugemacht und ihn beim vorhergehenden Kontrollgang übersehen. Und das Beste war natürlich die Polizei! Die Typen haben sich scheckig gelacht, als sie meinen Mann an der Strippe hatten. „In der Bibliothek eingeschlossen? Ha ha! Na, dann machen Sie sich’s mal gemütlich“, haben sie ihm zunächst gesagt, als sie den Anruf noch für einen schlechten Streich gehalten haben. „Genug Bücher zur Unterhaltung haben Sie ja…“
Letztendlich haben sie sich aber doch erbarmt und sind hingefahren, um mal nach dem Rechten zu schauen. Tja, mein Mann meinte, die Polizisten hätten ganz schön dumm aus der Wäsche geguckt, als er ihnen durchs Fenster zugewunken hat. Helfen konnten sie ihm aber nicht, und so wurde dann auch noch die Feuerwehr dazugerufen. Ein Großeinsatz quasi.
Die Feuerwehrmänner haben meinem Mann im oberen Stockwerk schließlich eine Seitentür geöffnet, woraufhin er ins Freie konnte.
Puh, ich hab’ ihn also wieder! Bis zur nächsten Verrücktheit seinerseits. Irgendwie erinnert er mich manchmal an Astrid Lindgrens „Michel aus Lönneberga“; jedenfalls muss ich immer höllisch auf ihn aufpassen …

Wünsche euch eine supi Woche. Und passt schön auf euch und eure Liebsten auf, gell?
Euer Tommy

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Jippie! Ich verabschiede mich bereits heute ins Wochenende. Weil morgen mein vierter und – wie ich annehme – vorerst letzter Tattoo-Termin ist. Dann ist mein aktuelles Arm-Motiv fertig gestochen.
Ich freue mich schon riesig drauf. Nicht nur auf das, was bleibt. Auch auf den Tag an sich, denn wie ich euch ja schon mal erzählt habe, ist mein Tätowierer ein ganz, ganz Toller.
Außerdem habe ich dann wieder einmal etwas geschafft, was mir eigentlich recht schwerfällt. Warten. Auf den ersten Termin … auf den zweiten … den dritten … und den jetzt. Dazwischen immer mal wieder eine Terminverschiebung („Tommy, kannst du heute statt übermorgen kommen?“), immer mal wieder ein telefonisches Abklären. Und das alles ist etwas, was mich zappelig macht.
Meinen Freund, den Tatöwierer, lässt das hingegen völlig kalt. Er ist da ganz anders. Wie’s kommt, kommt’s – und am besten kommt’s auch noch völlig anders.
Vielleicht verstehen wir uns gerade deshalb so super. Weil wir uns gegenseitig Zeugs erzählen und Dinge zeigen, die wir so – aus dieser Perspektive – noch nicht gehört und gesehen haben.
Ja. Jedes unserer Treffen ist bereichernd. Wegen dem, was bleibt – und damit meine ich nicht nur meine Tattoos …
Nun denn: Schönen Donnerstag, ihr Lieben, und schon mal jetzt ein gutes Wochenende mit dem ein oder anderen Gespräch, das im positiven Sinn unter die Haut geht und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Euer Tommy

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Heute Morgen hat mir eine Kleinigkeit ein tiefes, warmes Gefühl beschert. Ich machte mich wie immer mit meinem Hund auf in die Natur und fing gerade an, loszutrotten. Da merke ich, dass ich anders laufe. Dass der Boden nachgibt. Nach den vielen Tagen des Frosts war er weicher, und ich sank ein kleines bisschen in die Erde ein. Nicht viel. Kaum spürbar. Aber ich ich sank ein. Und das Besondere: Ich merkte es.
Das hat mich unerwartet gerührt und gefreut. Denn dass ich – gerade in dieser Woche, in der ich merke, dass ich negativem Stress und schlechten Gedanken zu viel Raum gebe – plötzlich, ohne es provoziert zu haben, meine Aufmerksamkeit auf den Boden, auf meine Schritte, lenke, ist ein gutes Zeichen.
Zudem zeigte es mir, dass es immer einen Weg neben der viel befahrenen Hauptstraße gibt. Dass man einfach nur mal abbiegen muss, um statt steinigem, weichen Untergrund zu spüren. Dass man, wenn man es denn wirklich will, immer eine Wahl und sowohl der Rastlosigkeit als auch den Belanglosigkeiten des Lebens den Rücken zudrehen kann.
Wünsche euch schöne Momente auf eurem Weg durch diesen Tag
Euer Tommy

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Käffchen gefällig? Aber immer doch, stimmt’s?
Also ich werde ohne den Muntermacher ganz und gar nicht munter, und ich weiß, dass es einigen von euch genauso geht.
Dass man auch zu viel davon trinken kann, habe ich in meiner Zeit als Fernseh-Redakteur lernen müssen. Immer, wenn es stressig war, hab’ ich mir einen Kaffee gegönnt. Und wenn ich mich gefreut habe … und wenn ich nervös war … und wenn ich müde war … bis mein Magen irgendwann gestreikt hat.
Doch das ist nichts gegen das, was zwei Studenten in Großbritannien jetzt passiert ist. Bei einem Experiment übers Lernen hatte die Uni ihnen Koffeinpulver in Saft geschüttet – die falsche Dosis. Die Jungs sollten drei Tassen mit 0,3 Gramm Koffeinpulver trinken. Doch: Shit happens! Die armen Typen erhielten aus Versehen die 100-fache Menge, und die entspricht rund 300 Tassen Kaffee. Wahnsinn – 300 Tassen Kaffee!
Klingt erst mal lustig, ist es aber nicht, denn das ist ’ne tödliche Dosis. Die Jungs kamen zwar gerade noch mal mit dem Leben davon (weil sie fitte Sport-Studis waren), haben aber noch immer gesundheitliche Probleme.
Okay, okay – jetzt kommen wir natürlich nicht auf die Idee, 300 Tassen Kaffee am Tag zu trinken (allein die vielen Klo-Besuche; ich käme schon nach zehn Tassen nicht mehr runter von der Schüssel!). Aber was mich echt erstaunt hat, ist die gesundheitlich unbedenkliche Menge an Tassen Kaffee, die wir täglich trinken dürfen: 2,6 bei durchschnittlichen Frauen und 3,1 bei entsprechenden Männern.
Äh … also vier schaffe ich locker am Tag … Leben am Limit 🙂 Doch was soll’s? Mein Käffchen wird mich schon nicht umhauen. Und selbst wenn – immer alles richtig zu machen, ist jedenfalls auch tödlich. Todlangweilig.
In diesem Sinn: Haut rein, habt Spaß, und passt auch euch auf!
Euer Tommy
PS: Ist mein Kaffeebecher nicht klasse?
Ja, ja, Schwulen-Klischee par excellence – mein Auge zwinkert auch jedes Mal beim Trinken ganz gewaltig

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Über Musik lässt sich nicht streiten. Ich weiß. Aus der eigenen Sicht hört man selbst stets supergeiles Hammerzeugs, während die anderen irgendwelchen Käse hören. Musik ist nichts Objektives. Jedem das Seine.
Aaaaaber: Was zu weit geht, geht zu weit. Was ich zurzeit höre, wenn ich das Radio einschalte – egal, ob nun SWR, NDR oder WDR, geschweige denn die Privaten – ist zum Teil keine Musik mehr, das ist gequirlte Hühnerkacke.
Ich mag singende Mädchen. Ehrlich. Wenn ich am Wochenende morgens ausgeschlafen wach werde und die Nachbarsmädchen draußen Hickelkästchen spielen und dazu fröhlich singen höre, geht mir voll das Herz auf. Wenn im Radio aber ein nichts sagendes Mädel nach dem nächsten einen eben so nichts sagenden Tra-la-la-und-schu-bi-du-Song ins Mikrofon haucht, krieg’ ich so langsam echt die Krise.
Wo wir auch schon voll beim Thema sind: Laut Musikwissenschaft werden wir in Krisenzeiten besonders oft mit Cover-Versionen gequält. Soll heißen: Haben die Menschen Schiss, hören sie Scheiße.
Kann ich voll bestätigen. Mein Fitnessstudio quält mich täglich mit einem privaten Idiotensender, in dem sich eine musikalische Katastrophe (ich sage nur: Hohlbirnen-Mädel covert Depeche Mode) mit einem An-den-Kopf-pack-Hörer-Interview abwechselt.
Kostprobe gefällig? Okay, ihr wolltet es nicht anders.
Moderator ruft die Schwachmaten, äh – die Hörer, dazu auf, anzurufen und sich übers kalte Wetter auszulassen. Mädel meldet sich. Ich nenne sie jetzt mal Chayenne. Chayenne heißt übersetzt übrigens “Helle Sonne”. Das nur am Rande, denn helle war die nicht.
Zitat Chayenne (sie bemüht sich, Hochdeutsch zu reden): “Äh, also, das Wetter … finde ich nicht so schön. Weißt du? Immer der Schnee und so. Ich liege lieber in der Sonne und so.”
Moderator: “Also lieber Sommer statt Winter?”
Chayenne: “Ja, voll. Meine Freundin sagt schon immer: ‘Ey, du musst nach Afrika!'”
… Äh, Radiosender – danke, dass ich jetzt weiß, was Chayenne und ihre Freundin so in der Rübe haben. Und dass ihr mich informiert habt, dass Marco und sein Kumpel Jay den Winter “hammergeil” finden, weil man da beim Eislaufen “voll die Frauen anlabern kann.”
Aber zum Glück dauern diese Interviews ja stets nur kurz. Schließlich wartet schon die nächste Cover-Version darauf, gespielt zu werden. “What is Love?”, natürlich gesungen von einem La-la-la-und-niedlich-ausseh-Mädchen. “Baby, don’t hurt me, don’t hurt me, no more…”
Genau. Sag ich doch! Bitte, bitte tut mir mit dieser Musikfolter nicht mehr weh … Don’t hurt me, no more …
Doch wenn ich die neuesten Trump-Folter-Meldungen höre, fürchte ich: Das geht so weiter mit der musikalischen Hühnerkacke. Ihr erinnert euch? Menschen haben Schiss = hören Scheiße …
Wünsche euch einen fröhlichen Tra-la-la-Donnerstag mit Tiefe
Tommy

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So was! Da philosophiere ich gestern noch über die Endlichkeit des Lebens – schon steht der Sensenmann heute Nacht vor meiner Haustür. Ein fieser, hinterhältiger Typ. Okay, seinen Look mag ich. Echt cooles schwarzes Outfit! Aber ich schweife ab … Jedenfalls stellt mich der finstere Geselle skrupellos auf die Probe: Schafft’s der Tommy noch mal, oder geht er über die Wupper?
Ich befürchte fast: Letzteres. Echt! Ich sterbe … Meine Nase ist verstopft.
Nein, ich bin nicht wehleidig (hey, ich bin ein harter Kerl!), und ich gehöre auch nicht zu denen, die bei jedem Wehwehchen zu Hause bleiben – ich bleibe IMMER zu Hause, schließlich arbeite ich von dort.
Und beklage ich mich? Nie. Nur, wenn meine Nase verstopft ist.
“Boah, du nervst! Atme einfach durch den Mund”, schimpft mein Mann. Kann ich nicht. Ich muss verdammt noch mal durch die Nase atmen. Sonst drehe ich am Rad. Also greife ich zur Einstiegsdroge. Zum Nasenspray.
Stopp! Bevor ihr mich jetzt warnen wollt – “Das kann zu schweren Nasenschäden führen!” – und mir das Spray aus der Hand reißt: Ich weiß das alles. Ich will nichts schönreden, kenne die Fakten. Und dazu noch rückt meine Apothekerin der Zeugs so ungern raus, dass es mir jedes Mal vorkommt, als würde ich Crystal meth von ihr verlangen.
“Liebe, liebe Apotheker-Dealer-Frau! Ja, ich schwöre hoch und heilig, das Spray nur eine Woche zu nehmen! Und ich werde es auch nicht als Partydroge unters Volks bringen. Großes Tommy-Ehrenwort. Alles kein Thema. Aber jetzt sofort her mit dem Stoff, oder ich schieße!”
Meine Drohung hat geholfen; die Frau in Weiß hat sich mit einem mitleidigen Blick breitschlagen lassen. Danke! Danke! Danke! Denn alles andere – inhalieren, Nasendusche, Schnüffel in gebrauchte Socken halten 🙂 – macht mir nur ‘ne rote, fette Nase und hilft nix. Und wenn nix hilft, sterbe ich.
Wünsche euch – schnief, schnief – einen schicken Mittwoch und ein befreites Durchatmen!
Euer Tommy

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