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Hallo zusammen,

wer gerne deutsche Gay Romance Bücher liest und gerne in “schwulen Büchern” stöbert, wird jetzt fündig. Tolle Idee für alle Gay Romance Fans, tolle Leute, die dahinterstecken (danke!), und tolle Kollegen, die mitmachen. Unter anderem
Chris P. Rolls
Leann Porter
Akira Arenth
Jona Dreyer
Ashan Delan
Tina Filsak
Elian Mayes
B.W. Winter
Sydney Stafford
Dima von Seelenburg
Neschka Angel
A.C. Lelis
Elena Losian
Kay Monroe
Mary R. Smith
Marc Weiherhof
Alice Camden
Kaiden Emerald
Das Autorenduo (Valery le Fiery + Frank Böhm)
Sara Pearson
Leona I Read
und viele tolle andere!

… und moi:
Tommy Herzsprung
sowie meine bessere Hälfte
Jimmy Herz

Hier der Link zu der Gay Romance Bücher-Messe für Daheimgebliebene. Unbedingt mal reingucken!
https://www.facebook.com/Polychrom-2032729773420436/

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Tatatataaa! Willkommen zu DEM schwulen “Gay Romance Bücher Event”. Der rote Teppich ist ausgerollt, die Haare sind hochgestreckt, die Brust ist hochgebunden (uups, wo ist sie denn? Ich sollte meinen Fitnessvertrag kündigen).
Wir schreiten zur KBMG (Kidneybohnenmumugedicht)-Preisverleihung, dem wichtigsten Lyrik-Preis des gegenwärtigen Tommy Herzsprung. Viel Spaß, ihr Gay Romance Bücher Schnuckis 🙂 Und nicht traurig sein, wenn ihr den hoch dotierten Preis – lach! – nicht gewonnen habt. Immerhin seid ihr alle unter den Finalisten gewesen.
And the winner is … Applaus, Applaus, Applaus!
PS: Achtet auch mal auf Herrn König. Der ist mal wieder die Härte. Voll aufgeregt, der Süße. Übersprungs-Gähnen inklusive 

Euer Tommy Herzsprung mit Grüßen von Jimmy Herz

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Kuckuck! Ihr glaubt, ihr würdet niemals einen wichtigen Tag verpassen? Äh, sorry, wenn ich euch da enttäuschen muss, aber mitnichten behaltet ihr die Kontrolle über wichtige Ereignisse.
Gestern zum Beispiel ist ein verdammt, extrem, giga wichtiger Tag an euch vorbeigegangen. Ja, jetzt guckt ihr dumm aus der Wäsche, was?
Nein, gestern war nicht Gay Romance Tag, kein Buch der “Schwulen Bücher”. Aber das wäre mal eine Idee. Yepp, irgendwann führe ich den mal ein und verdonnere alle zum Lesen von deutschen Gay Romance Romanen. Kicher.
Nein, gestern war Internationaler Tag der Tiefkühlkost. Eingeführt vom ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagon. Typisch irgendwie.
Nun ja, hey, ohne Scheiß, ich hatte vor Vorfreude auf diesen Tag tagelang Verstopfung.
Gut – das Problem erledigte sich von selbst, als ich dann gestern in Tiefkühlfeierlaune mir ein TK-Fertiggericht reingeschaufelt habe. Ich hatte auf der Stelle Dünnpfiff. Was natürlich gelogen ist, denn erstens habe ich erst heute erfahren, dass ich diesen alles entscheidenden Tag versäumt habe, und zweitens esse ich kaum TK-Zeug. Jedenfalls keine Fertiggerichte.
Aber im Grunde geht’s da auch gar nicht drum. Vielmehr wollte ich ein Posting machen, dass daran erinnert, dass wir – und da schließt sich der Tommy-Gedankenkreis – niemals die Kontrolle behalten. Wir können unser Bestes tun, achtsam sein, bewusst handeln, aber alles kontrollieren? Nee, keine Chance. Mir wurde das diese Woche wieder mal schmerzhaft bewusst. Erst hatte unser Campingbus, während wir unterwegs waren, einen Motorschaden, der zum Glück kein Unglück nach sich zog. Und dann habe ich etwas verloren, auf das ich beinahe Zeit meines Lebens mit all meinem Herz und meiner Seele und mit Argusaugen Acht gegeben habe. Weil es mir so wichtig war und mir so viel bedeutet hat.
Jetzt ist es weg, und ich habe ihm in den letzten Tagen viel nachgeweint.
Nun, so ist es. Dinge verschwinden. Manchmal verschwinden auch Freunde oder Träume. Oder andere Sachen, die uns wichtig waren.
Zeit, sie verschwindet.
Aber, und das ist das Gute, es gibt auch immer die Zeit, die noch vor uns liegt.
Auf dass wir sie gut nutzen. Und neiiiin, damit meine ich natürlich nicht das „Einsparen von Zeit“, indem wir TK-Sachen essen.
Ich wünsche euch einen schönen Tag!
Euer Tommy Herzsprung
… der übrigens endlich den Gewinner meines Kidneybohnenmumugedichtcontests (kurz: KBMGC) gezogen hat. Shit, ich mach’s echt spannend, gell? Aber hey, so einen Bombengewinn verlost mal halt nicht zwischen Tür und Tiefkühlpizza. Die Tage findet die offizielle Preisverleihung statt; dem oder der Gewinnerin gehen Ehrenkarten zu. Also holt schon mal euren edlen Gala-Fummel raus – darf auch ruhig “voll schwul” aussehen, ihr Lieben. Ich mache dann auch schon mal die Playlist der Musik: Abba, Eurythmics, Donna Summer und was sonst so “voll schwul” ist und zu Gay Romance Büchern passt 🙂

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Also ich bin ja nicht der größter Putzfan, ich geb’s zu. Dreckig darf’s nicht sein, das nicht, aber bevor ich auf die Idee komme, die Wohnung geleckt zu haben, setze ich mich lieber aufs Sofa und lecke an ’ner Zuckerstange.
Gut, manche Sachen mache ich gerne. Aufräumen zum Beispiel. Oder pömpeln. Ohhhh ja, das liebe ich. Vielleicht, weil pömpeln wie pimpern klingt. Oder weil der Pömpel, also diese Gummi-Saugglocke, schon ein bisschen phallisch anmutet. Vielleicht aber auch, weil Herr König sich jedes Mal so köstlich aufregt, wenn ich sauge, dass das sich das Abflussrohr biegt (sicher tut er das, weil er wie ich überzeugter Pazifist ist und ihn das Ding an Schlagstöcke erinnert).
Sei’s drum, saugen mag ich, ja, aber putzen an sich? Püh.
Und soll ich euch was sagen? Bevor ihr heute wie eine Irre oder ein Verrückter den Putzlappen schwingt und den Boden schrubbt, als würde man am Abend im Kreis der Lieben mit den Fingern davon essen – lasst es! Denn: Es ist tödlich. Das zumindest will eine neue Studie herausgefunden haben. Die besagt, dass Putzen das neue Rauchen ist.
Ich will euch nicht mit den Einzelheiten quälen, aber unterm Strich ist’s so: Wer seinen Rüssel ständig in die Scheuermilch hält und nach jedem Pinkeln mit der WC-Ente flirtet, schadet seiner Lunge mehr als ein Raucher, der sich täglich 20 Zigaretten reinzieht, sagen die Anti-Saubermänner vom Institut. Und hey, wisst ihr, was das für euch bedeutet? Erstens, dass ihr ohne schlechtes Gewissen eure Füße hochlegen dürft. Meister Propperglatzkopf kann euch mal! Und zweitens, dass ihr, falls ihr Raucher seid und es nicht schafft, aufzuhören, stattdessen einfach mit dem Putzen aufhören könnt. Hat laut Studie ja denselben Effekt.
Wobei wir mal wieder beim Denken sind. Denn diese Schlussfolgerung legt die Studie nahe. Aber nicht immer ist das, was man uns erzählen will oder was wir lesen wollen, auch richtig.
Und jetzt ab mit euch ins Wochenende. Egal, ob schrubbelnd vor der Schüssel oder in aller Ruhe ein schwules Gay Romance Buch (von Tommy Herzsprung ? 🙂 ) lesend auf der Schüssel.
Macht’s mal gut,
Euer Tommy, der wieder an seinem nächsten Gay Romance Buch schreibt. Es wird … und wird!

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Freunde, ihr Lieben, ich erzähl euch nix Neues, wenn ich euch sage, dass es Zeug gibt, das pädagogisch besonders wertvoll hast. Und ich meine damit nicht schwule Gay Romance Bücher. Und eher den Stempel der gekünstelten “Nein, wir spielen nicht mit Kindern, deren Eltern keine studierten Hipster sind”-Mentalität als den tatsächlichen pädagogischen Nutzen.
Ähm, lasst mich überlegen. Sätze wie „Brezel ist bäh! Aus, sofort aus! Hier ist deine Dinkelstange, Sophie-Marie“.
Oder selbst gebaute Drachen.
Oder Hulahoop-Reifen, die man nach Gebrauch im Kreise der Lieben essen kann.
Doch natürlich ist das Ganze, zumindest aus dem Leben eines Tommys, keine Erfindung der Neuzeit. Das kenne ich schon aus meiner Kindheit, und tja, was soll ich sagen, eines dieser „Prädikat besonders wertvoll“-Sachen wird diese Woche 70 Jahre alt.
Jawoll, die Augsburger Puppenkiste. Die feiert Geburtstag, und das weckt böse Erinnerungen bei dem Tommy.
Also ich war fünf oder sechs, vielleicht auch sieben, keine Ahnung, und damals mochte ich es noch, Geschenke zu bekommen, und es war Weihnachten. Boah, ich saß mit mindestens zwei Packungen Dominosteinen im Bauch auf der Couch und drehte Däumchen. Noch so unendlich viele Stunden bis zur Bescherung!
Und was tat man, also ich, damals, um die Zeit totzuschlagen? Genau! In die Glotze gucken. Und was kam da? Nochmal genau! Die Augsburger Puppenkiste.
Heiliges Ofenrohr, ich schwör’s euch, ich hätte das „Urmel aus dem Eis“ erwürgen können. Gähnende Langweile hat Bruce-Willis-Thrill dagegen. Ich hätte diesem debil dreinschauenden Dinosaurier die verdammten Marionettenstricke um den dünnen Hals wickeln können. Schließlich wartete meine erste Abba-Platte unter dem Baum auf mich. Aber wenn ihr denkt, das Viech hätte sich beeilt, zum Ende zu kommen, dann irrt ihr euch gewaltig. Nee, das olle Urmel urmelte so unerträglich lange in der Glotze ‘rum, dass ich so aggro war, wie es Sido nicht zu seiner Zeit beim Plattenlabel „Aggro Berlin“ gewesen ist.
Heute bin ich friedvoller, Ehrenwort, und ich entschuldige mich beim Urmel für meine Mordgedanken. Aber eines ist – auch wenn die Geschichten so wunderbar aus der Zeit gefallen sind – bis heute gleich geblieben: Die Augsburger Puppenkiste und ich – nee, wir werden keine Freunde.
Habt einen wundervollen Tag!
Euer Tommy, der gerade einen Alptraum hat – und zwar von einer Insel mit zwei Bergen und dem tiefen, weiten Meer mit vier Tunnels und Geleisen und dem Eisenbahnverkehr … dädädädä, dädädädä, dädädädädä, dädädädä; dädädädädä, dädädädä, dädädädädedäääh!
Ach so und bevor ich es vergesse: Ich hab eure Kidneybohnenmumugedichte nicht vergessen. Beim nächsten Mal verrate ich euch, wer gewonnen hat.
So, jetzt muss ich aber mal wieder. Denn da ist eine Insel, eine Insel … dädädädä, dädädädä, dädädädädä, dädädädä; dädädädädä, dädädädä, dädädädädedäääh!
Ich schreibe dann mal weiter an meinem fünften Tommy-Buch. Was es wird? Eines steht fest: eine schwule Gay Romance Geschichte. Mehr wird nicht verraten; außer dass das Schwulsein wie immer nicht allein im Vordergrund stehen wird.

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Hmm, also manche Sachen ärgern mich trotz Übung in Verständnis schon. Der ESC zum Beispiel. Bzw der Vorentscheid. Zur Musik will ich mich gar nicht äußern. Musik ist Geschmackssache. Und das ist gut so. Aber wenn ich einen Beitrag sehen muss, in dem sich eine Frau – den singenden Mann anhimmelnd und anbiedernd – ohne jede Spur von Ironie auf einem Klavier räkelt und darauf rumturnt, als gäbe es für jedes Rad, das sie schlägt, einen Kuss vom Sänger, dann kotze ich am Strahl. Sieht so das Frauenbild (und damit auch das Männerbild) 2018 aus? Na, vielen Dank auch.

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Morgen! Erinnert ihr euch an meine Kidneybohnenmumu?
Klar, tut ihr das. Ist ja gerade mal ein paar Tägelchen her. Wenn nicht – trotzdem nicht gleich in den Drogeriemarkt flitzen! Die Pillchen gegen Vergesslichkeit helfen in erster Linie einem: der Wirtschaft.
Aber worauf wollte ich eigentlich zu sprechen kommen? Ach ja, auf meine Zeichnung. Die hing neulich heimlich kurzzeitig im Museum (lach!) und ist mir heute Morgen beim Frühstück noch mal zwischen die Finger gekommen. Und irgendwie hat sie mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, und so bin ich auf ’ne Idee gekommen: Der Tommy, also ich, verlost auf Facebook das Kunstwerk.
Schon klar, das Ding ist ungefähr so viel Wert wie ein Barthaar von Herrn König – nix. Aber genau das, finde ich, ist das Gute an der Idee. Natürlich könnte ich auch ein Duschbad, eine Schoki oder sonst was verlosen, tu ich aber nicht. Es gibt auch nix dazu, nur das Bild und einen lieben Gruß. Und – das ist das Geile – jetzt, sofort, wenn ihr mitmacht, gibt’s jede Menge Spaß. Hoffe ich zumindest. Ein Späßchen am Morgen vertreibt … na, ihr wisst schon. Ich habe mich jedenfalls schon köstlich amüsiert. Beim Dichten und Reimen und Albernsein. Ich habe einen Sechszeiler über meine Kidneybohnenmumu geschrieben. Hier ist er:

Halt ich über Kidneybohnen meinen Rüssel,
komm ich nicht mehr runter von der Schüssel.
Zeigt mir eine Lady ihre Mumu beim Saunieren,
fang ich augenblicklich an, mich zu genieren.
Denn Mumus, hey, das sind doch Schnurrekätzchen,
Tiere, die in Thermen echt sind fehl am Plätzchen.

So, und jetzt seid ihr dran. Gebt’s mir!
Gebt mir eure Reime (vielleicht schafft ihr ja sogar einen Sechszeiler). Müssen keinen Sinn, nur Freude machen. Unter allen, die sich trauen, kreativ und albern zu sein, verlose ich das einzigartige, aufsehenerregende, atemberaubende Meisterwerk „Kidneybohnenmumu“.

Und wenn keiner mitmacht? Dann schenke ich’s einem Wutbürger. Vielleicht hat der dann ja mal endlich ein bisschen Spaß und fängt an, das Leben und die Welt zu lieben!

Ich selbst tauche jetzt ab und lasse euch (erst mal) mit euren Ergüssen allein. Hab’ ne komplizierte Szene zu schreiben. Und in der kommt (versprochen) keine Kidneybohne und auch kein Kätzchen vor!

Ach so – muss das Folgende auch bei einem Kritzekratzelbild? Schon, denke ich: Das Gewinnspiel läuft bis Di., 27.2, 22 Uhr. Rechtsweg ist ausgeschlossen, Gewinn nicht tauschbar, keine Barauszahlung (wie geil, was wäre denn da der Gegenwert, 1 Cent fürs Papier?). Und: Facebook hat nix damit zu tun; FB ist nicht der Veranstalter dieses Hyper-Mega-Gewinnspiels; ist nur auf meinen Mist gewachsen.

Habt euch wohl, ich hab euch lieb!
Euer Tommy

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Hallo, zusammen!
Auf dem Blog “Dream of Books” geht’s in dieser Woche um meine Bücher und meine Hirnwendungen. Und die Bloggerin (die echt nett ist) hat sogar was für euch. Guckt doch mal bei ihr vorbei, sie und ich würden uns freuen.
Eine gute Woche wünscht euch euer Tommy
(teilnehmen und so unter dem Originalposting; nicht hier)

Hier der Link zum Blog
https://www.facebook.com/Dream-Of-Books-2018805271730439/

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Übrigens … Tommy #5, mein neuer Roman, er wird. Also, ich bin dran. Aber so was von dran. Seit Oktober. Mit Herz und Seele und jeder Menge anderem Zeug. Und eines kann euch ich jetzt schon verraten: Er hat’s in sich.
Wollte ich nur schon mal gesagt haben.
Dauert aber noch.
Ich will mich nicht stressen (nein, tue ich nie! Hüstel, hüstel).
Mehr dazu erzähl ich euch, sobald ich mir sicher bin, dass ich es euch erzählen will (hach, was kompliziert ich doch manchmal bin). Und vor allem sobald ich mir sicher bin, dass ich mich traue, die Geschichte wirklich (!) zu erzählen.
So, neugierig genug gemacht? Dann ist ja gut.
Euer Tommy

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Zwei Fragen hab ich: Erstens, wieso sieht meine Zeichnung nach ’ner Kidneybohne aus, obwohl es was ganz anderes darstellen soll?
Und zweitens: Was machen hundert Mumus morgens um 7 Uhr in der Stadt?
Sie warten, dass der Schlecker aufmacht!
Ich fand den Witz immer total knuffig. Weil ich mir die Mumus bildlich vorm Schlecker wartend vorgestellt habe – mit Peeptoes und ’nem Handtäschchen.
Übrigens, ich plane einen Comic: „Tommy und der Mumu Bling Ring“.
Aber zurück zum Thema: Das mit dem Warten ist ja jetzt passe´, Geschichte. Den Schlecker gibt’s nicht mehr. Und heute würden die hundert Mumus auch – Piepvogel – nicht mehr vor dem Schlecker stehen („behaltet eure doofe Scheuermilch!“). Zeiten ändern sich. Heute stehen die Guten nicht mehr vor dem Putzmittelgeschäft, sondern vor dem Kino.
Boah, ich sag euch, gestern im Cineperplex war die Hölle los. Hundert, nein, tausend Frauen. Und alle aufgedreht wie Minnie Mouse nach ’nem Stromschlag sowie dropsig wie eine Packung Lutschbonbons. Und das alles nur wegen „50 Zeugs of Knübbel-Mich“.
Wie gesagt, Zeiten ändern sich. Statt zu Ata oder Meister Proper gibt es heute vor dem Kino eine Runde Ladys-Night-Sekt. Und das ist gut so. Mädels, macht, worauf ihr Bock habt, gönnt euch euren Spaß! Die Frage, wie emanzipatorisch die 50-autsch-aua-weh-Filmchen wirklich sind, lasse ich, der sich schon immer als Frauenrechtler (oder Menschenrechtler) gesehen hat, jetzt einfach mal unter den Tisch fallen. Nicht alles muss pädagogisch wertvoll sein. Manchmal reicht es auch, wenn der Drops gelutscht wird.
Aber ich schweife schon wieder ab. Denn eigentlich wollte ich meine Sauna-Trilogie beenden, und der letzte finale Teil schließt nämlich den Sauna-Kino-Kreis. Irgendwie zumindest.
Also wisst ihr, was ich mich neulich gefragt habe, als die Therme wieder mal bis nachts um 3 Uhr in der Nacht geöffnet hatte: Wieso um Himmels Willen hat sie bis um 3 Uhr offen? Was zum Teufel macht man zu dieser Uhrzeit in der Sauna? Außer pennen?
Also mich braucht ihr ja schon mittags nach dem ersten Saunagang nur kurz auf die Liege zu legen und ich ratze und schnarche mir was weg. Aber nachts? Äh, ich glaube, die Saunabetreiber müssten mich nach Ladenschluss mit dem Schubkarren nach draußen bringen. Und selbst das würde ich nicht merken.
Was in aller Welt also machten diese ganzen Leute (es waren viiiiiele!) in der Sauna, als wir gegangen sind?
Checken, ob was gehen könnte. Ihr kennt doch diese „Fisch sucht Fahrrad“-Partys … so was in der Art. So lautete meine wage Vermutung. Doch dagegen sprach, dass es dort gar keine Kabinen oder dunkle Ecken und auch keinen Whirlpool gab.
Sherlock Tommy tappte im Dunkeln.
Doch dann waren Jimmy und ich neulich bei sehr, sehr guten Freunden (einem Heteropärchen in den 50ern) eingeladen, die, ich muss ihr tolles Wesen hier leider verkürzen, einen unkonventionellen Lebensstil pflegen – auch liebesmäßig – und ebenfalls oft in die Sauna gehen. Also hab ich die beiden beim Essen einfach mal gefragt, ob es beim Nachtsaunieren in erster Linie um das Eine geht.
Jetzt bin ich schlauer. Doch viel interessanter als die Antwort und des Rätsels Lösung war mein Jimmy. Das Kerlchen ist rot angelaufen wie eine Tomate. Dabei ist er bei Gott kein Klosterschüler oder so. Trotzdem stand seine Birne kurz vorm Platzen, als ich mit meinen Freunden ein bisschen über verräterische Flecken, Lutschbonbons und Relaxliegen für zwei, so genannte Wellnessmuscheln, geplaudert habe.
Versteht mich nicht falsch, ich plädiere nicht dafür, jedem seinen Intimkram aufs Auge zu drücken. Ich käme nie auf die Idee, zu einer Kellnerin zu sagen: „Einen Kaffee bitte und übrigens ich bin schwul“. Und um ehrlich zu sein, glaube ich sogar, dass eine Überpräsens an sexuellen Reizen kontraproduktiv ist. Aber ein etwas coolerer Umgang mit dem Thema wäre nicht schlecht. Wenn wir uns auf der Leinwand die extravagantesten Praktiken bei einer Portion Popcorn angucken, aber selbst mit unseren Freunden nicht mehr über Verhütung oder Ähnliches sprechen können, ist da eine Diskrepranz. Vielleicht sogar ’ne Doppelmoral – und Doppelmoral ist scheiße. Immer.
Jedenfalls ist und bleibt das Thema tabubehaftet. Und da ändert auch kein 50-Kram-of-Irgendetwas dran.
Ach ja, bevor ich euch aus meinem Gedankenstrudel entlasse, übrigens: Mein schwules Comic-Buch „Tommy und der Mumu Bling Ring“ ist, genau wie der Schlecker, schon Geschichte. Zu heikel für die großen Firmen. Ich werde also wohl weiter “schwule Bücher” schreiben. Gay Romance, ich verlass dich nicht 🙂
Wünsche euch ein wundervolles Wochenende.
Lasst euch nicht ärgern, und guckt und macht, was ihr wollt! Oder lasst es bleiben, wenn es nicht euer Ding ist. Nicht jeder muss beim Kochen einen Knüppel im Mund haben und beim Spaziergehen Liebeskugeln mit sich führen …
Euer Tommy mit herzlichen Grüßen von Jimmy, der süß verschämt grinsenden Tomate!

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