• Forever_Tommy_Herzsprung_Gay_Romance_Header

    Forever_Tommy_Herzsprung_Gay_Romance_Header

Ich mache, zugegeben, selten bei diesen Challenges mit. Aber ich wurde nun mehrfach von euch nominiert, unter anderem von Anne Felix, bei diesem Musikding teilzunehmen. Und weil mir Musik so wichtig ist und man mich mit Musik fast immer kriegt, hier meine “7 Songs, die mir was bedeuten”. Ich habe sie in ein Posting gesteckt, weil ich euch nicht noch mehr auf den Keks gehen will, als ich es ohnehin schon hier auf FB tue.

D.A.F.: Alle gegen alle

Kontrollierte, reflektierte Wut über Ungerechtigkeiten ist aus meiner Sicht der Dinge wichtig, um nicht abzustumpfen. Um nicht alles, als gegeben hinzunehmen. Liebe ist, was mich lenkt, im Leben. Aber schon immer spürte ich auch den Drang, nicht wegzusehen, wenn man nicht wegsehen sollte. Außerdem musste ich als kleiner, schmächtiger schwuler Junge sehr viel kämpfen. Mich verteidigen. In der – im Übrigen ideologiefreien – Musik von „D.A.F.“ fand ich die nötige Kraft dazu. Außerdem habe ich durch „D.A.F.“ viel darüber nachgedacht, inwieweit Provokation ein geeignetes Mittel ist, um Missstände sichtbar zu machen.

Sangre De Muerdago: Medianoite

Ich liebe den Wald. Die Tiere. Die Natur. Und ich begreife mich als Teil eines Kosmos, der von Liebe gespeist wird. Manchmal vergesse ich das. Und dann verliere ich mich in unwichtigen Dingen, die nur kostbare Lebenszeit rauben. Traurig macht mich das, doch kaum begebe ich mich in die Stille, in den Wald, kaum sehe ich in die Augen von Herrn König, meinem Hund, oder in die von Jimmy oder meinen Eltern, sehe ich wieder klar. Diese Band sieht das ähnlich.

Propaganda: Dr. Mabuse

„Propaganda“ – die Band kam aus Düsseldorf – waren so düster, so kühl, und sie eckten an mit ihrer Ästhetik. Für mich war das wie der Eintritt in eine Welt, in der ich mich verstanden fühlte. Ich weiß, das ist schwer nachzuvollziehen, und ich kann es auch schlecht erklären, aber zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass auch andere da draußen ein schweres Herz haben und die Welt, wie sie ist, nicht immer verstehen. Und dass mich die Suche nach Antworten ein Leben lang begleiten wird.

Dead Can Dance: Persephone

Es gibt keine andere Sängerin, deren Stimme mich so ergreift wie die von Lisa Gerrard. Mehrmals habe ich „Dead Can Dance“ live in Opern- und Konzerthäusern gesehen, und jedes Mal musste ich weinen. Eine Stimme, die allein ob ihres Klangs Geschichten erzählt. Songs, die mein Herz öffnen und ganz, ganz weit machen. Nur: Ich kann sie nicht so oft hören. Erstens weil mich das zu sehr aufwühlt. Und zweitens weil die Nachbarn immer klingen, weil ich „Dead Can Dance“ einfach extrem laut hören muss.

Eurythmics: Sweet Dreams

Auch die „Eurythmics“ waren für mich nicht bloß eine gute Band – die beiden kamen mir wie eine Offenbarung vor. Der coole Klang, die melodische Härte. Und vor allem Annie Lennox. Eine Frau, die nicht dem klassischen Frauenbild entsprach. Mehr noch: Sie spielte mit den Geschlechtsrollen. Mal war sie in den Videos ein Jungs verschlingender Vamp, mal ein Mann, mal irgendwas dazwischen. Ich fand das mutig, fand das sexy und es zeigte mir, dass man sein kann, wie man will. Annie Lennox und die „Eurythmics“ haben mich – das ist, glaube ich, nicht übertrieben – stark geprägt.

Anne Clark: Our Darkness

Ein Song von Anne Clark trägt den Titel “Weltschmerz”. Treffender kann man ihre Musik nicht charakterisieren. Wobei es im Grunde eher vertonte, melancholische Gedichte sind. Spoken Words. Poesie. Und ich liebe Poesie. Ich liebe Worte, ich liebe die Sprache, und ich liebe die Kraft, die von Sätzen ausgehen kann.

Wolves In The Throne Room: Born From The Serpent’s Eye

Aus der EBM-Szene bin ich vor Jahren in die (Black-)Metal-Szene gekommen. Und ich bin echt dankbar, dass sich diese Tür für mich geöffnet hat. Ich habe durch die Musik wunderbare Menschen kennengelernt, die ähnlich denken, mich teilweise verstehen. Das ist ein gutes Gefühl. Denn wenn man nichts sagen muss und doch spürt, dass der andere weiß, was in einem vorgeht, ist das ein Geschenk. „Wolves In The Throne Room“ mag ich besonders. Ihre Musik. Und ich mag auch, dass die Mitglieder auf einer naturverbundenen Kommunen-ähnlichen Farm in Olympia leben.

So, ich hoffe, eure Ohren haben meine Songs überlebt.
Eine gute Restwoche wünsche ich und schon mal ein schönes Wochenende!
Euer Tommy … Ach ja, und wer ebenfalls Songs posten und was dazu sagen will, nur zu. Jeder darf, wie er will.

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
Read more

Die „Rocky Horror Show“ feierte diese Woche ihren 45. Geburtstag.
Ich selbst habe kaum bewegende Erinnerungen an das Musical oder den Film; beides sollte nie zu einem Puzzleteil meines Lebens werden.
Dafür aber weiß ich noch, als wäre es gestern gewesen, wie meine Eltern, damals als der Film nachts in den Programmkinos lief und für Aufsehen sorgte, vom Ausgehen zurückkamen und beide völlig begeistert, ja geradezu geflasht gewesen sind. Vor allem meine Mutter schwärmte von diesem Strapse tragenden, trans- und bisexuellen Frank’n’Furter, der wie sie sagte, verdammt sexy war.
Und ich wiederum war verdammt stolz auf meine Mutter. Sie war so offen, so modern. Und wie Frank’n’Furter ging sie ihren Weg. Immer in halsbrecherischen Pumps und mit wenig bzw. luftigem Stoff am Körper, weil sie die Freiheit auf der Haut spüren wollte.
Ich fand das immer mega cool. Fand sie cool. Sie hatte stets ein Faible für die Kaputten, die Verletzten und die schrägen Vögel. Sie liebte abgefahrene Musik. Liebte den dicken Meat Loaf, die wilden Aerosmith und die punkigen Sigue Sigue Sputnik. Nahm jeden, wie er war. Und vor allem war sie sich selbst treu. Versuchte immer, ihren Weg zu gehen.
Heute – damals ist schon lange her und die Zeit ist echt gerast – trägt sie keine Stöckelschuhe mehr, weil’s ihr Körper nicht mehr zulässt. Und auch Musik hört sie nicht mehr wirklich. Manchmal kommt sie mir auch traurig und gebrochen und zerbrechlich vor.
Doch dann, an manchen Tagen, steht sie wieder wie damals vor mir. Stolz und mutig, freiheitsliebend und unbeirrt ihren Weg gehend. Wie Frank’n’Furter, der über jede Moral erhaben, den Mut vorlebt, zu sein, wie auch immer er gerade sein möchte.
Die „Rocky Horror Show“ ist jetzt 45. Die schrillen Figuren sind mittlerweile 45 Jahre alt.
Die Moral aber, sie hat sich nicht geändert. Weder für meine Mutter noch für uns alle: „Don’t dream it, be it!“
Euer Tommy, der sich brennend wie die gefakte Fluppe in seinem Mund, für eure Rocky-Horror-Storys interessiert und euch wünscht, dass ihr euren eigenen Weg, ja, euch selbst, nie aus den Augen verliert!

Read more

Neulich stand Jimmy halb sich schämend und halb freudig grinsend wie ein Honigkuchenpferd vor mir, und ich wusste auf der Stelle: Jetzt kommt was.
Und es kam was. Was Neues ins Haus.
Stolz hielt er die Packung hoch, und ich sah sofort, dass es ein Gerät war. Doch die Abbildung sagte mir nix. Also las ich, um zu verstehen, um was für eine total notwendige, unverzichtbare Errungenschaft es sich dabei denn wohl handelte.
Es war ein … ta ta ta ta … Hochen-Taster.
Ich wusste absolut nix damit anzufangen.
Also fragte ich: „Hochen-Taster? Für was braucht man das?“
Jimmy lachte. Weil das Teil kein Hochen-Taster, sondern ein Hoch-Entaster war. Ich hatte das Wort nur falsch gelesen. Die zusammengehörigen Silben oder so vertauscht.
So wie bei Disco-Unterpreise, was eigentlich Discounter-Preise heißt. Aber manchmal hat man so einen Lese-Dreher.
Auch gut: „Er schlief in seiner Wachs-Tube“, dabei pennte der Gute in seiner Wach-Stube.
Aber was ich eigentlich erzählen wollte, ist, dass dieser Hochentaster so ein typisches Jimmy-war-im-Baumarkt-Produkt ist.
Stolz holte Jimmy sein Teil am Wochenende raus, ließ es zur vollen Größe ausfahren und stand dann schließlich mit dem Riesending vor mir: „Sag mir, Tommy, was ich damit machen soll, und ich mache es.“
Einsatz in Manhattan.
Bzw. Rambo im Garten.
„Ähm“, antwortete ich, „da an dem Strauch stehen ein paar Blättchen ab. Die kannste abschneiden.“
Tja, und dann stand Jimmy also da mit diesem Lulatsch-Ding und schnippelte die Blätter ab, die man auch mit einer Nagelschere hätte schneiden können.
„Und der Baum? Für den habe ich das Teil doch geholt. Der muss radikal gekürzt werden“, urteilte er fachmännisch.
Ich schüttelte den Kopf. Denn erstens lassen es sich darin gerade viele Tierchen gutgehen, und zweitens ist das unser Sichtschutz vor den Nachbarn. Und drittens sollte man Bäume nach Möglichkeit erst im Herbst wieder schneiden.
Nun ja, jedenfalls war Jimmy echt geknickt. Enttäuscht stand er mit seinem XXL-Teil da, das eigentlich gar nicht gebraucht wurde.
Und die Moral von der Geschicht? Männer, überschätzt euch mit der Größe nicht!
PS: Nicht traurig sein, der Jimmy ist es auch nicht mehr. Ich habe ihm versprochen, dass wir im nächsten Frühling das Teil gemeinsam rausholen, bis zum Anschlag ausfahren und dann mal so richtig die Garten-wir-machen-alles-klein-Sau rauslassen. Und bis es so weit ist, fallen uns wohl täglich weitere Worte wie Hochentaster ein. Jimmy und ich kamen heute beim Frühstück gerade noch auf Hinsterbender, Mietzentrum und Glasengel.
Ich wünsche euch ein tolles Wochenende … und kauft bloß nix, was Jimmy sich nicht auch kaufen würde
Euer Tommy

Read more

“Wir beide spüren doch, dass wir mehr wollen.
Es ist, als hätten wir uns nicht gesucht
und doch gefunden.
Ich wollte das nicht.
Ich wollte nicht gefunden werden,
und ich war nicht auf der Suche.
Aber jetzt stehen wir uns mal hier…”

Wochenende! Genießt es. Bin schon voll in Urlaubsmodus; eben erst aufgestanden -:)
Und Jimmy ist gar nicht mehr wach zu kriegen. Nun ja, jetzt erst mal in die Dixi-Dusche 🙀🤣🙂🙃 … sind auf nem Festival gelandet … als erste Station.
Euer Tommy

Read more

Hmm, soll ich? Soll ich nicht? Grübel, grübel.. auf Ziele oder Sachen oder so, die man erreicht hat, hinzuweisen, hat immer ein bisschen was von Selbstbeweihräucherung (ich weiß). Und darum geht’s mir nicht. Nö – das brauche ich nicht. Ich versuche, mich zu mögen, unabhängig von Buchsachen. Und ich habe mir sicherheitshalber, wenn das jemand anders denken sollte, schon mal einen Sicherheitshelm angezogen (voll hip und trendy, oder?).
ABER: Ich bin, und das sage ich ehrlich, sau-sau-sau verdammt stolz auf dieses Buch. Auf „Fight to Love Again“.
Yepp, ich habe fast 7 Monate jeden Tag bis zu 7 Stunden dran gearbeitet und gelitten und geflennt und und und. Echt, wie ein Wahnsinniger. Normal war das nicht.
Aber jetzt ist’s draußen … und es gefällt euch. Nein, ihr liebt es. Und das macht mich so was von happy. Danke.

„Das Buch war der Hammer. Und am Ende habe ich ohne Ende geheult.“

„Ich habe schon ganz viele tolle Geschichten gelesen. Aber diese Geschichte ist nicht toll, sie ist wundervoll.“

„Diese Geschichte geht richtig unter die Haut.“

„Ich habe geweint, gelacht, mich aufgeregt und war betroffen.“

„Starke Protas, eine durchdachte Story, Herzschmerz, Erotik und Humor. Wie üblich habe ich auch dieses Buch von Tommy verschlungen.“

„Ich hatte Herzklopfen vor Aufregung, und mir liefen so manches Mal einfach die Tränen.“

„Absolut genial! Ich bin immer noch hin und weg.“

„Das Buch ist soooo toll, ich kann es kaum aus der Hand legen.“

„Die Protas gingen mir unter die Haut.“

„Oh mein Gott, ich liebe dieses Buch!

„Ich kann es nur weiterempfehlen, wer es nicht liest, hat was verpasst.“

„Wirklich sehr spannungsreich, aktuell, witzig, tiefsinnig, ein großes Lesevergnügen.“

„Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!“

„Wann ist ein Buch 5 Sterne wert? Wenn beim Lesen das Kopfkino einsetzt und die Protagonisten vor den Augen den Seiten entsteigen und sie mich mitnehmen.Viele Autoren unterhalten. Tommy Herzsprung nimmt mich mit in die Geschichte.“

„ … eine gebündelte Wucht an Gefühlen!“

„Wow, wow, wow!“

Read more

“Zudem bitte ich, zu Protokoll zu geben,
dass ich Hoden hässlich finde.
Der Schwanz ist schön. Aber die Eier?
Meistens sehen die Teile
wie eine gerupfte Wachtel aus,
die an Gänsehaut gestorben ist.“

Hi, ihr Lieben. Heute hab‘ ich mal ein Zitat aus „Fight to Love Again“ für euch, das aus dem Rahmen fällt und untypisch für das Buch ist. Ein lustiges Zitat. Dabei ist die Geschichte ja eher düster und traurig. Aber nicht nur. Denn: Es gibt auch Licht, wo Schatten ist. Wie im Leben. Nie ist alles verloren; nie alles dunkel, traurig.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und sende liebe Urlaubsgrüße vom windigen, stürmischen Meer, bevor ich das Handy wieder in Auszeit-Modus fahre.
Ab ans Wasser; ich gehe jetzt mit mir, mit meinen Lieben und meinen Gedanken am Strand spazieren. Und vielleicht nimmt das Meer ja einiges mit, das ich nicht mehr mit mir herumtragen möchte …
Pass auf euch auf, und guckt auch mal nach eurem Ballast.
Reinigendes Wasser gibt es überall …
Euer Tommy
PS: Der Beitrag ist von heute Morgen, aber ich hab kein Surfvolumen mehr, daher dauerte das Posten den ganzen Tag. Zu viele Metal-Videos auf YouTube angeguckt -:)

Read more

Wenn man junge Männer vom Stall lässt, stellen sie die unmöglichsten Sachen an. Noch schlimmer aber sind die der Clerasil-Phase längst entwachsenen Typen. Also ihr glaubt gar nicht, was man beim Gemüse-Schneiden im Campingbus nicht alles unters Messer kriegt, wenn man Tommy heißt und auf ’nen Festival ist: Gurken und Möhren, aber auch Socken (Upps!), Bier- (zum Wohl!) sowie Ravioli-Dosen (Pfui, Teufel!) – und den eigenen Finger. Schwupps war er ab. Also zumindest die Fingerkuppe. Sie hing gerade noch an einem Fetzen. Boah, das Teil hat geblutet wie im Splatter-Horrorfilm. Aber da ich die nächste Band gucken wollte, hab ich auf den Festival-Sanitäter gepfiffen und mir das rote Etwas einfach selbst wieder in die Hand gedrückt, Pflaster drüber, fertig.
Dann, paar Stunden später, schwinge ich mich auf einen Holzstapel (müde Beine), und ramme mir drei (!) fette Holzsplitter in die (andere) Hand. Sanitäter? Ach, was?
Doch mit der Hand bekam ich das Holzzeugs nicht heraus, also hab ich sie mir „professionell rausgebissen“; so wie ein obercooler Westernheld die Kugel, habt ihr sicher schon mal gesehen.
Nun ja, ihr könnt euch vorstellen, dass beide Hände danach wie abgestochen aussahen.
Selbst schuld, ich weiß.
Aber ein bisschen Mitleid bräuchte ich dennoch, denn ihr glaubt nicht, wie mit zwei verletzten Händen plötzlich die alltäglichsten Alltagstätigkeiten zu den unmöglichsten Herausforderungen werden.
Der große Toilettengang zum Beispiel. Also schon unter normalen Voraussetzungen ist der auf dem Campingplatz (dort waren wir nach dem Festival) ja nicht gerade ein Highlight, sondern eher eine Heimsuchung. Aber mit zwei abgestochenen Händen? Doch was muss, das muss. Und zum Glück war auch nie was los (ich habe extra gewartet), ich konnte mir aus 20 freien Kabinen eine aussuchen.
Bis ich saß, war das stille Örtchen in der Tat ein müffelndes, überhitztes, aber stilles Örtchen. Dann aber ging die Tür auf … und was glaubt ihr, wohin gingen die Schritte? In welche der noch 19 freien Kabinen? Genau! Direkt in meine Nachbarkabine.
Also ich mag ja Besuch und Nähe und so. Aber ein nachbarschaftliches Verrichten der Dinge? Nee, das geht zu weit. Ich hätte mir vor lauter Scham (deutliche Geräusche von nebenan) beinahe in die Hand gebissen.
Jetzt bin ich ja wieder zu Hause. Und die Wunden heilen auch schon, die Fingerkuppe wächst nach, mein stilles Örtchen ist wieder ein stilles Örtchen, ich ernähre mich wieder gesund, alles gut. Nur vernünftig, ich glaub, vernünftig werd ich nie.
Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass ich mir nach der selbst zugefügten Blutschlacht erst mal geschwind eine Tetanus-Impfung holen musste, die so reinschlug, dass ich eine ganze Woche lang vor Schmerzen kaum noch laufen konnte.
Aber wie sagt man so schön? Nur die Harten kommen in den Garten.
Ich wünsche euch eine zauberhafte Woche; macht was draus und beißt euch nicht! Aber mal im Ernst … auf eine so bescheuerte Idee würde ja euch kein Mensch kommen Never ever.
Euer Westernheld Tommy

Read more

Ich erzähl euch sicher nix Neues, wenn ich euch sage, dass es nicht so easy ist, reich und berühmt zu sein. Da steht man morgens – noch nass und nackt vom Duschen – vor der Haustür und will nur eben kurz mal gucken, wo die gute Miley Cyrus mit den Low-Carb-Brötchen, die sie zum Frühstück mitbringen wollte, denn nur bleibt – schon drücken die Paparazzi auf ihre Kameras. Klick, klick, klick … Oder abends im Garten, wenn man sich wie Sau auf sein fettiges Grillwürstchen mit Senf freut. Schon krass, wie sehr man da aufpassen muss, statt ins Würstchen in eine der vielen Mikrofone zu beißen, die einem heimlich unter die Nase gehalten werden.
Aber da ich weder reich noch berühmt bin und auch die Vorstellung, dass Miley Cyrus zum Frühstück vorbeischneit, wenig verlockend finde und ich sie nicht mal erkennen, sondern sicher verwechseln würde („Ah, Sie kommen vom Zirkus? Nee, sorry, dafür spende ich nix.“) – muss ich mir um solche Probleme Gott sei Dank keine Gedanken machen.
Vor meiner Tür stehen keine Medienfuzzis. Wenn es mal klingelt, ist’s entweder die Nachbarin („Also, Herr Herzsprung, wenn Sie noch einmal so laut Musik hören, versohle ich Ihnen den Poppes oder gebe Ihnen einen Zungenkuss!“ … Frau Luschenmeyer, wenn Sie das jetzt lesen: Ich nehme die Poppesschläge, bitte keeeeinen Kuss!“), oder es ist der Typ von der Klärpump-Druckentwässerungsfirma („Guten Morgen, Herr Herzsprung, Ihre Kacke ist am Dampfen! Wir müssen da mal ran!“).
Neulich aber hatte ich wirklich ein Interview. Eeeehrlich!
Ich bin ja für den diesjährigen Skoutz-Award nominiert (obwohl es ein schwuler Roman ist; eine Gay Romance) und mittlerweile auf der Midlist gelandet („Bestes Erotik-Teil“ oder „-Buch“ oder so). Mit „Crazy Boys – Total scha(r)f auf dich“. Und die Guten von Skoutz – Finde Dein Buch! klappern unter dem Motto „Zu Besuch bei“ alle nominierten Autoren ab. Mich halt auch. Und echt, Leute, das war mal ein cooles Interview. Tolle Gesprächspartnerin (danke, liebe Jasmin!) mit einem süßen Skoutzi (Maskottchen oder so)! Und richtig gelöchert wurde ich mit Fragen – Holla, die bekiffte Waldfee, ich tropfe heute noch aus allen Öffnungen!
Also ich von meiner Seite kann sagen, dass ich voll den Spaß hatte. Ich meine, wann habe ich schon mal die Gelegenheit zu sagen, dass ich Feen-Weibchen disse, trägen Musen in den Hintern trete und überhaupt finde: Man sollte nicht immer alles so bierernst nehmen.
Wenn ihr Bock habt, könnt ihr ja mal reinlesen, ins Interview. Den Link zum Skoutz-Award-Special findet ihr unten. Ansonsten muss ich jetzt mal Schluss machen und mich verstecken. Nicht dass doch noch Miley Cyrus oder die Frau Luschenmeyer hier vorbeikommt …
Ich wünsche euch ein zuckerfeines Wochenende, das Wetter ist jetzt schon hummelfreudentanzhammer!
Euer Tommy Herzsprung

Read more

Moinse! Ich hab grade was festgestellt, was ich euch dringend, dringend, dringend mitteilen möchte – obwohl ich heute eigentlich nix posten wollte. Denn meine Eltern sind im Anmarsch, und meine Vorfreude ist bereits ins Ziel gesprintet. Aber was muss, das muss: Wisst ihr, was geil ist? Kindisch sein. Ab und zu ist das einfach Hammer. Wir, also wir vom Tommy-Stern, sind gerade total kindisch. Haben uns mega hässliche, mega fiese Polyester-Schals (fieser Gänsehaut-Nippel-Alarm!), mit denen ich eigentlich unsere Bäume schmücke, umgebunden. Wir hören „The Mamas and the Papas“, „Let the Sunshine in“ und Co. und ärgern die Nachbarn mit unserer guten Laune. Die war einfach da, die gute Laune. Und wenn sie da ist, sollte man sie doch willkommen heißen, oder?
Ich hatte eine sehr traurige, bewegende Woche. Wusstet ihr, dass jeden Tag Menschen sterben, Menschen verzweifelt sind, Menschen trauern, Menschen Abschied nehmen? Für immer?
Ja, wusstet ihr. Aber wenn man es vor Augen hat, dann erst wird es real.
Umso schöner, dass es auch diese anderen Momente gibt. Diese wertvollen „All You Need Is Love“-Momente.
So, ihr Süßen, ich muss, ich will dann auch mal wieder.
„Jimmy, leg noch mal die ‚Mamas and the Papas‘ auf … und sag mal, wo ist eigentlich unser Hula-Hoop-Reifen? Und wieso haben wir kein Hubba Bubba zu Haus?“
Lebt! Und habt euch wohl; ich hab euch lieb!
Euer Tommy, der euch ein schönes Wochenende wünscht.
PS: Peace and Love … ob schwul oder hetero … in welcher Form auch immer.

Read more

Ist euch schon mal aufgefallen, dass wir rubbel die Katz immer neue Gründe finden, schlecht gelaunt in einen Tag zu starten?
„Das Wetter ist nicht mehr normal. So affenheiß im Juni? Wo soll das denn noch hinführen? Da stecken doch sicherlich die Deoroller-Lobbyisten oder die Russen dahinter …“
„Diese gottverdammte Ampel. Immer rot … wenn nicht gerade grün ist.“
„Wenn die Nachbarin bei 25 Grad noch einmal morgens um 8 Uhr ihren Pups-Müffel-Kohl kocht, muss ich die Gute wohl doch noch eines Tages in ihren Schnellkochtopf stecken und um die Ecke bringen!“
Aber wisst ihr was? Es gibt eigentlich viel mehr Gründe, happy in den Tag zu starten. Selbst, wenn’s ein Montag ist.
Mir sind eben beim Gassigehen im Wald so viele Gründe eingefallen, dass ich mit einem Mal jungenhaft gehüpft statt krückstockmäßig getrottet bin. Nun ja, zumindest gedanklich.
Also …
1.)
Ich hab im Wald ’nen Kuckuck gehört. Erst hab ich gedacht, Tommy, du spinnst. Kuckucke machen doch nur nachts kuckuck. Aber dann fiel mir ein, dass das die Eulen sind. Und dass die jedoch nicht kuckuck machen. Und dass ich mich mit Federvieh zu wenig auskenne. Und dass ich auch ohne Eule und Kuckuck manchmal strange Gedankengänge habe … und das gut finde.
2.)
Ich mache heute Drittel-FKK. Ich trage Shorts. Yeah. Freiheit für die Tommy-Beine! Zeigt der Welt, was weiße Stelzen sind!
3.)
Meine körperlichen Schmerzen, die halt mit den Jährchen kommen, halten sich heute mal in Grenzen. Drei Mal klopf auf Holz („Jimmy, ich muss mal eben schnell auf deine Rübe klopfen!“).
4.)
Es gab zum Frühstück Erdbeeren. Und Melone. Und der Kaffee schmeckte.
5.)
Ich weiß, dass ich heute etwas Gutes tun, mich engagieren werde.
6.)
Herr König hat mir, als wir im Wald auf der Bank saßen, einen Nass-Zungen-Nasen-Knutsch gegeben.
7.)
Es ist Super-dubi-Reggae-Schwimmbad-Wetter. Nicht, dass ich Reggae mag oder ins Freibad gehe, aber das Feeling ist doch (Arsch-)Bombe. Und schwül ist’s auch nicht. Perfekt!
8.)
Ich überlege, wie ich meinen Feierabend heut gestalten werde. Bierchen im Garten? Vorher bisschen biken? Dann was Feines grillen, Musik hören und was Dummes labern?
9.)
Ich hab die Haare schön. Oft sind die Dinger ja strohig wie Osternestgras oder horrormäßig wie bei der Kleinen aus „The Ring“. Aber heute? Ich sehe auf dem Kopf, glaub ich, aus wie eine Mischung aus Curt Kobain, Jared Leto, Krystle Carrington aus „Denver Clan“ und Vicky Leandros. Also wie ein toter Rocker auf Hipster-Hippie-Urlaub, umgeben von Weichzeichnern und angepustet von einer Schlager-Windmaschine.
10.)
Es ist der 4. Juni. Genau wie jeder andere Tag ein guter Tag, um den Tag zu nutzen.
So, und jetzt hüpfe ich rein in die neue Woche.
Anlauf hol … spring, Tommy, spring … Arschbombe und mach was draus!
Und genau das – sowie 124.131.552.233.344 Gründe, gut gelaunt zu sein (wehe, euch fallen nicht mindestens 113 ein) – wünsche ich euch auch!
Euer Tommy Herzsprung

Read more