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Manchmal, wenn ich in der Nacht keinen Schlaf mehr finde, senkt sich die Decke wie eine schwarze Wolke, die mich zu verschlucken droht, auf mich hinab. Früher, als ich jünger war, sprang ich auf, um auf den Lichtschalter zu drücken. Heute hingegen bleibe ich liegen und zwinge mich, hinzusehen. Denn ich glaube, gelernt zu haben, dass Ängste, Zweifel, sich verdrängen lassen, aber nicht verschwinden, wenn wir es vermeiden, uns ihnen zu stellen und sie als Trugbild unserer Gedanken zu entlarven. Denn es sind ja bekanntlich nicht die Dinge wie das Älterwerden, die Arbeit, das Sinnsuchen und die Schnelllebigkeit der Welt, die uns beunruhigen, sondern unsere Worst-Case-Sicht auf diese Dinge. Unsere Ängste haben meistens nichts oder nur sehr wenig mit der Wirklichkeit zu tun, sie sind letztendlich lediglich ein Szenario, eine imaginäre Situation, die wir als bedrohlich einschätzen. Deshalb sehe ich nachts hin, wenn sich die Dunkelheit auf meine Seele legt. Und wisst ihr was? Zu wissen, dass meine Gedanken nicht den Tatsachen entsprechen, hilft. Es hilft mir, wieder klarzusehen und zu erkennen, dass uns Ängste, von denen keiner von uns frei ist, etwas sagen wollen, dass sie uns sogar behilflich sind, der Mensch zu werden, der wir sein wollen. Denn Leben ist, auch wenn uns das manchmal beschissen unbequem erscheint, Veränderung – auch an uns selbst.
Eine schöne, möglichst unbeschwerte Restwoche wünscht euch euer Tommy

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Huhu, ihr Lieben, heute verrat ich euch mal was, das ihr euch merken solltet. Könnte euch vielleicht ganz nützlich sein. Eine Tommy-Lektion fürs Leben quasi.
Also: Woran merkt ihr, dass euer Partner – heimlich oder offen – schwul ist? Nun, ganz einfach: Daran, dass er es Jimmy gleichtut und euch beim Essenschnippeln das Gemüse aus der Küche klaut. Den Rettich, um genau zu sein.
Also der Jimmy hat mir gestern Abend jedenfalls das Teil vom Schneidebrettchen stibitzt und einen rituellen Fruchtbarkeitstanz damit veranstaltet. Boah, der Kleine hat den armen Rettich hin und her geschwungen, dagegen ist John Travolta der reinste Taubenschiss. Und zwar – das ist ein weiteres untrügliches Zeichen dafür, dass euer Partner schwule Tendenzen hat – zu Chers neuem Abba-Album. „Rettich, gimme ’nen man after midnight“, hat er, das Gemüse schwingend, mitgesungen. Ich schwör’s euch, ich habe Tränen gelacht, und das lag nicht an der Zwiebel, die ich schneiden musste.
Dann aber, als wir aßen, spürte ich, wie mir ganz schwer ums Herzchen wurde. Was, wenn ich Jimmy in meinem Schreibwahn der letzten Wochen, nein, der letzten Monate, als Mann vernachlässigt hatte? Was, wenn der Gute libidomäßig von mir zu kurzgehalten wurde und völlig ausgetrocknet war?
Lange wägte ich, den nun nicht mehr phallischen Rettich kauend, die Verhältnismäßigkeit des Opfers, das ich würde bringen müssen, ab. Soll ich, soll ich nicht? Am Ende habe ich mich dazu durchgerungen, lieb zu sein und Jimmy etwas Gutes zu tun. Ich sagte, so als entspräche es der Wahrheit:
„Du, Jimmy, ich glaub, ich hätt’ mal wieder Bock auf Sex.“
Wisst ihr, was der Frechdachs – gähnend! – geantwortet hat?
„Sex? Mach doch! Solang ich nicht dabei sein muss …“
In diesem Sinn, ich wünsch euch ein rettichscharfes Wochenende!
Ich geh heut Abend moshen, ohne Rettich, ohne Abba und erst recht ohne Cher … und ohne Jimmy sowieso, ätsch!
Euer Tommy

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„Oh Gott, er zitterte. 
Seine Lippen, selbst sie zitterten. 
Kalebs Fassade bröckelte, 
nein, sie brach in sich zusammen.
Hilflos schlang er seine Arme um mich. 
Erst unsicher, dann fest, fast schmerzhaft,
ganz so,
als könne ihn nur diese Umarmung vor dem Ertrinken retten.“

Das war das zweite Zitate aus meinem kommenden Buch. Und ich lasse das jetzt einfach mal so stehen.
Und keine Sorge – das war’s für heute vom Tommy Herzsprung. Jetzt kommt nix mehr. Ich bin gerade eh voll mit euren Augen (und dem Leben darin) beschäftigt.

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Huhuhallöchen, wisst ihr, was ich mag? Augen.
Nun ja, hier auf Facebook sehen wir nur selten Augen. Draußen aber gibt es Augen. Und das ist wunderschön. Mir ist das diese Tage mal wieder aufgefallen. Sie erzählen so viel.
Ich kann in den Augen von Herrn König alles lesen. Den Schmerz beim Gassigehen und den Willen dennoch zu gehen, die Freude beim Spielen, die Liebe, die er mir schenkt, den Spaß am Postboten-Anbellen …
Dasselbe gilt für Jimmy.
Nein, er bellt keine Postboten an (außer sie sind nackt, und das sind sie nie ….zum Glück; die jetzigen sind nicht gerade eine Augenweide), aber auch seine Augen erzählen so viel.
Manchmal traue ich mich aber nicht, hinzusehen, denn gelegentlich ist da auch Schmerz, sind da Ängste, und davor verschließen wir unsere Augen gerne. Für einen Augenblick ist das auch okay, aber ständig wegzusehen, bringt’s nicht. Denn dann entgehen uns auch die wundervollen Momente. Die liebevollen, vertrauten, zufriedenden.
Seit mir das wieder bewusst ist, sehe ich wieder viel genauer hin. Denn irgendwie ist es doch ein großes Geschenk, jemanden an seiner Seite zu haben, der uns in die Augen blicken lässt.
Ich wünsche euch einen tollen Tag mit tollen, achtsamen Momenten!
Und PS: Auch sich selbst, im Spiegel, in die Augen zu sehen, kann sehr aufschlussreich sein. Macht das mal wieder bei Gelegenheit … also, wenn ich wollt. Ich will euch nix aufzwängen.
Habt euch wohl, ich hab euch lieb
Euer Tommy, der gerade fleißig an seinem neuen Gay Romance Buch schreibt

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Guten Morgen, ihr lesenden Osterhasen!
Habt ihr’s mitbekommen? Ich wurde aus einer Abstimmung rausgenommen, weil eine Leserin – ohne dass ich etwas damit zu tun hatte – Werbung für mich gemacht hat.
Hmm, also eigentlich wollte ich mich gar nicht dazu äußern. Weil es mir nicht wichtig ist.
Aber: Wenn ihr euch darüber Gedanken macht, dann will ich doch sagen, wie ich darüber denke. Zunächst mal musste ich gestern, als mich zwei Nachrichten diesbezüglich erreichten, nachgucken, um was es überhaupt geht, denn ich verfolge diese Abstimmungen selten, es sei denn, man markiert mich und FB weist mich darauf hin. Und meine erste Reaktion war: ganz gechillt. Mittlerweile bin ich … na? Immer noch ganz gechillt 
Klar, ich habe mir meine Meinung dazu gebildet.
Aber es beschäftigt mich null. Beziehungsweise es tangiert mich, sagen wir mal, wenig.
Ich verrate euch jetzt mal, was mich zurzeit beschäftigt.
Mich beschäftigt, dass ich meine geliebten Eltern diese Ostern nicht sehen werde.
Mich beschäftigt, dass Herr König, seit es wärmer wird, wieder Mühe hat, unsere Waldrunde zu gehen.
Mich beschäftigt, dass Jimmy und ich unsere Patientenverfügung neu aufsetzen müssen, denn so wie sie zurzeit ist, können wir zum Spielball der Ärzte werden.
Und mich beschäftigt, dass die Sträucher und Bäume in unserem Garten noch geschnitten werden müssen, wir aber keinen Häcksler haben – nachdem Jimmy letztes Jahr die Aktion mit dem Mini-Häcksler abgezogen hat.
Ach, und eines noch, was ganz wichtig ist: Der Leser/die Leserin, der/die das Posting gemacht hat, ist ’n netter, wertvoller Mensch, und dieser Mensch hatte keine schlechten Absichten, und er hatte Bauchweh wegen der Konsequenzen. Das, ja, das, finde ich in der Tat ein bisschen traurig. Ein Mensch, der unnötig Bauchweh hat, ist einer zu viel.
Ich kann nur sagen: Menschen sind wichtiger als Zahlen, als Abstimmungsergebnisse, als Rankings. Denkt daran: Hinter jedem Leser steckt ein Mensch, hinter jedem Autor (auch hinter denen, die in der Abstimmung kaum Beachtung finden) steckt ein Mensch, der fühlt. Der sich womöglich abgeschlagen fühlt, da ja auch die letzten Plätze öffentlich gezeigt werden. Ich als Mensch und auch als Autor kann nur sagen: Denkt ans Miteinander!
Und ich sage euch euch, was ich jetzt mache: den Computer aus.
Ich schnappe mir jetzt meine Lieben, gehe in den Garten oder sonst was, das irgendwie von Bedeutung ist.
Ich wünsche euch fröhliche Ostern, ihr Hoppelhäschen!
Herzliche Grüße,
Euer Tommy

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Was seht ihr auf dem Foto?
Genau, ’nen mittelalten Gouda … äh, nee, einen mittelalten Mann, der Gay Romance Bücher schreibt. Und da wären wir schon beim Thema. Dem heutigen Geburtstagskind, der Viagra-Pille, die heute 20 wird. Happy Birthday vom Tommy, Kumpel, gell?
Stopp! Ich nehme kein Viagra. Noch nicht. Aber ich bin ein Mann. Und das ist der Zusammenhang.
Viagra hat viel verändert und das Leben vieler Männer verbessert. Auch das von jüngeren. Wenn es nicht klappt, hat das nämlich nicht immer was mit dem Alter zu tun.
Und Viagra hat auch Hemmungen genommen. 20 Jahre später trauen sich mehr Männer zum Arzt. Das ist gut.
Doch die wertvolle und hilfreiche Steh-auf-Männchen-Pille hat auch der Bild, das wir Männer von uns haben, verändert.
Wir tendieren ja ohnehin zur Leistung. Mit Viagra können wir die Leistung halten bis ins hohe Alter.
60 ist das neue 20.
Nicht dass ich uns keinen Spaß im Alter gönne. Nicht falsch verstehen. Aber wenn man sich mal in Gay-Saunen oder auch Hetero-Puffs umguckt (wir haben beinahe einen um Ecke), dann hat man manchmal das Gefühl, das Altenheim hätte eine Evakuierung vorgenommen. Die Opis rammeln heutzutage bis zum Herzinfarkt.
Und auch das sei ihnen wirklich gegönnt. Was ich aber finde: Alles (nicht nur Sex) hat seine Zeit. Ich – und ich kann nur für mich sprechen – muss heute nicht mehr wie mit 18 mit einer Dauerdurchblutung (iiih, was für ein ekeliges Wort, aber ich will das Kind hier nicht beim Namen nennen) in der Disco stehen. Dafür hat das Leben andere Qualitäten.
Zeiten ändern sich, und ich finde es schön, mich mit zu ändern. Ich freue mich auf das, was noch alles kommt. Und wenn ich mit 60 mal Bock auf ’ne Mörderkeule habe, schmeißt ich mir auch ’ne Pille rein. Logo. Warum nicht?
Aber: Immer funktionieren – nee, das ist auch nicht des Älterwerdens Lösung. Menschen funktionieren nicht immer. Weder im Bett noch im Alltag und Beruf. Und auch nicht als Freund oder Partner.
Wünsche euch einen entspannten Tag.
Wenn ihr Bock habt, habt Bock. Und wenn nicht – püh, dann halt nicht …
Euer Tommy

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Nur ganz kurz: möchte euch mal wieder kurz danke sagen. Für eure großartigen Nachrichten, die mich täglich erreichen, und für eure wundervollen Rezis zu meinen Gay Romace Büchern.

Besonders klasse fand ich neulich Folgendes von “Waldgeist Farn”:
„Tommy, du schreibst keine Sexbücher, sondern Bücher mit tollen Geschichten. Sie sind mal lustig, mal ernster und ja auch mal mit etwas Erotik.“

Und auch auf Skoutz.de habe ich was ganz Tolles über mich lesen dürfen. Den Link findet ihr unten. Jedenfalls danke an alle!

Hier der Link zu Skoutz:

Crazy Boys – Total scha(r)f auf dich – Gay-Erotik von Tommy Herzsprung

Zitat: “Heiß… Lustig … Heiß … Spannend … Heiß … für’s Herz. Ja, so geht es einem, wenn er unverhofft, in ein Herzsprung-Buch geschubst wird. Im vorliegenden Fall folgten wir dem hinreißenden Jamie in eine Liverpool-Story, die – man glaubt es kaum – tatsächlich ohne Millionäre auskommt und zeigt, dass auch Loser und Freaks spannende und lesenswerte Geschichten erleben. Jawohl! Wir jedenfalls haben uns königlich amüsiert, mit den Schafen gefiebert und uns über ein Buch gefreut, dass zwar nicht unser Leben auf den Kopf gestellt hat, uns aber glücklich zurückgelassen hat. Wer Tommy Herzsprung noch nicht kennt, sollte ihn sich merken!”

Erotik-Jurorin J.M. Cornerman meint: Das fand ich super, weil es Gay ist und es zeigt, dass auch hier Erotik möglich ist. Und das Wortspiel im Titel ist für sich eine Nominierung wert.

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Krass! Krass! Krass! Mein Gay-Romance-Buch „Crazy Boys – Total scha(r)f auf dich“ ist für den Skoutz-Award nominiert.
Aus über 5.000 vorgeschlagenen Titeln ist es mit nur 8 anderen auf der “Midlist Erotik 2018” gelandet. Ich kann’s gar nicht glauben. Denn jetzt stehe ich mit meinem Gay Roman in einer Reihe mit richtig klasse Autorinnen. Tommy, voll der schwule Underdog, coooool! Also ich hab’s eigentlich nicht so mit dem Wort Ehre. Aber in dem Fall fühle ich mich echt geehrt. Ich darf wundervollen Kolleginnen, die großartige Romane schreiben, die Hand reichen.
Danke an alle, die mir und meinem Buch, obwohl es „voll schwul ist, Alter!“, eine Chance gegeben haben. Und danke auch für das Zeichen der Toleranz. „Crazy Boys“ ist, wenn ich keine Tomaten auf den Augen habe, das erste Gay Buch, das in diese engere Auswahl gekommen ist. Yeah! Womit wir bei der Botschaft meines Buches sind: Wir sind alle gleich. Egal, ob schwul oder hetero, ob alt oder jung, dick oder dünn. Alle gleich wertvoll. Und alle gleich gut … Ich drücke allen, die mit mir im Rennen sind, das Tommy-Däumchen für die nächste Jury-und-Voting-Runde, die im Sommer startet.
Und jetzt mache ich ’nen Handstand … wenn das meine alten Knochen noch zulassen 🙂 Euer Tommy Herzsprung – das Herz macht echt gerade ’nen Sprung… 

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Hallo zusammen,

wer gerne deutsche Gay Romance Bücher liest und gerne in “schwulen Büchern” stöbert, wird jetzt fündig. Tolle Idee für alle Gay Romance Fans, tolle Leute, die dahinterstecken (danke!), und tolle Kollegen, die mitmachen. Unter anderem
Chris P. Rolls
Leann Porter
Akira Arenth
Jona Dreyer
Ashan Delan
Tina Filsak
Elian Mayes
B.W. Winter
Sydney Stafford
Dima von Seelenburg
Neschka Angel
A.C. Lelis
Elena Losian
Kay Monroe
Mary R. Smith
Marc Weiherhof
Alice Camden
Kaiden Emerald
Das Autorenduo (Valery le Fiery + Frank Böhm)
Sara Pearson
Leona I Read
und viele tolle andere!

… und moi:
Tommy Herzsprung
sowie meine bessere Hälfte
Jimmy Herz

Hier der Link zu der Gay Romance Bücher-Messe für Daheimgebliebene. Unbedingt mal reingucken!
https://www.facebook.com/Polychrom-2032729773420436/

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Tatatataaa! Willkommen zu DEM schwulen “Gay Romance Bücher Event”. Der rote Teppich ist ausgerollt, die Haare sind hochgestreckt, die Brust ist hochgebunden (uups, wo ist sie denn? Ich sollte meinen Fitnessvertrag kündigen).
Wir schreiten zur KBMG (Kidneybohnenmumugedicht)-Preisverleihung, dem wichtigsten Lyrik-Preis des gegenwärtigen Tommy Herzsprung. Viel Spaß, ihr Gay Romance Bücher Schnuckis 🙂 Und nicht traurig sein, wenn ihr den hoch dotierten Preis – lach! – nicht gewonnen habt. Immerhin seid ihr alle unter den Finalisten gewesen.
And the winner is … Applaus, Applaus, Applaus!
PS: Achtet auch mal auf Herrn König. Der ist mal wieder die Härte. Voll aufgeregt, der Süße. Übersprungs-Gähnen inklusive 

Euer Tommy Herzsprung mit Grüßen von Jimmy Herz

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